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Weiße Zähne Diese Lebensmittel haben einen Bleaching-Effekt

Frau lacht
© Jerome Tisne / Getty Images
Ein strahlendweißes Zahnpasta-Lächeln, das wünschen wir uns doch alle. Leider ist der Kaffee am Morgen oder der Rotwein an kalten Winterabenden nicht besonders zuträglich für blendend weiße Zähne. Einige Lebensmittel aber schon. Und die kommen hier. 
Lena Selinger

Was wir erblicken, wenn unser Gegenüber den Mund aufmacht, kann den ersten Eindruck direkt mit Lichtgeschwindigkeit an die Wand fahren. Das gilt nicht nur für Vorstellungsgespräche, sondern auch für Dates. Niemand will jemanden küssen, der eine Kraterlandschaft mit Plaque im Mund hat. Schöne, weiße und vor allem saubere Zähne machen unglaublich viel aus. Und natürlich spielt auch das blendende Lächeln in jeder Werbung für Zahnpasta eine Rolle. Im echten Leben haben unsere Zähne täglich aber ganz schön viel zu leisten, Verfärbungen bleiben nicht aus. Doch muss es dann immer gleich ein Bleaching beim Zahnarzt sein oder können wir mit unserer Ernährung auch schon ein bisschen was am Weißheitsgrad unserer Zähne drehen?

Zähne wieder weiß essen, geht das?

Fakt ist, unsere natürliche Zahnfarbe ist erblich bedingt und sehr individuell. Und bloß, weil Zähne nachdunkeln, bedeutet das nicht gleich, dass sie nicht gesund sind. Dennoch gilt: Verfärbungen von der natürlichen Farbe hin zu einem dunkleren Ton sind ausschließlich dem Lebenswandel und der Ernährung geschuldet. Rauchen und der Konsum bestimmter Getränke sorgen für eine dunkle Verfärbung der Zähne – besonders großes Übel richtet hier Rotwein an. Aber auch Schwarztee und Kaffee verfärben die Zähne auf Dauer, erklärt Diana Svoboda, Leiterin der diPura Fachklinik für Zahnästhetik und Implantologie in Essen. Es gibt allerdings auch Lebensmittel, die helfen, eine helle Zahnfarbe beizubehalten:

  • Ananas beispielsweise enthält das Enzym Bromelain, das hilft Plaque vom Zahn zu lösen.
  • Nüsse haben durch ihre Konsistenz einen leicht peelenden Effekt auf die Zähne.
  • Naturjoghurt verbessert durch seine Joghurt-Kulturen den pH-Wert in unserem Mund und sorgt für ein gesundes Mundklima. Zudem halten die vielen Mineralien den Zahnschmelz schön gesund und geben den Zähnen ihr natürliches Weiß zurück.

  • Käse enthält wichtige Mineralien, wie etwa Calcium und Phosphor. Diese dienen unter anderem zur Remineralisierung des Zahnschmelzes – und damit zugleich auch zur Aufhellung unserer Zähne.

  • Vitamin C aus Orangen, Zitronen und Erdbeeren besitzt eine selbstreinigende Wirkung. Entzündungen des Zahnfleisches werden vorgebeugt und der erhöhte Speichelfluss sorgt für eine natürliche Mundspülung.  

  • Ölziehen mit Kokosnussöl hinterlässt einen Schutzfilm im Mund, der Keime und Bakterien abwehrt, die die Zähne verfärben. 

  • Wer langfristig weiße Zähne möchte, sollte lieber aufRotwein, Kaffee, Schokolade, dunkle Bären und Nikotin verzichten.

Leider sorgen diese Lebensmittel jedoch vielmehr dafür, die Gesundheit unserer Zähne und damit ihr natürliches Weiß zu erhalten. Sind die Zähne schon sehr stark verfärbt, hilft nur noch ein professionelles Bleaching.

Finger weg von Hausmitteln!

Immer wieder kursieren wilde Gerüchte um Hausmittel wie Backpulver und Zitronensaft, Salz oder Natron, die angeblich die Zähne wieder weiß machen. Bitte nicht ausprobieren, warnt Diana Svoboda. All dieses Mittelchen greifen den Zahnschmelz an – wesentlich stärker als es das Bleaching beim Zahnarzt tut, mit einem wesentlich geringeren Effekt. 


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