Zähne putzen mit Kokosöl: Weiße Zähne und kein Karies mehr?

Kokosöl ist ein echter Alleskönner: Repariert Haare, pflegt Haut, ist bei der Essenszubereitung viel gesünder. Als Zahnpasta soll Kokosöl die Zähne weißer machen und Karies verschwinden lassen. Funktioniert’s wirklich?

Vorweg: Ja! Das ist aber keine Zauberkunst, sondern beugt eine regelmäßige und gründliche Zahnroutine völlig überraschend Zahnverfärbungen und Zahnerkrankungen vor. Wer also schöne Zähne will, dem sei empfohlen, sich täglich etwas mehr um seine Zähne zu kümmern. Aber was genau hat es mit diesem Kokosöl auf sich, das man – Gerüchten zufolge – dafür nun am besten als Ersatz für die Zahnpasta verwenden soll? Naja, nicht ganz.

Zähneputzen mit Kokosöl kann (!) funktionieren

Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat erstmalig die antibakterielle Wirkung des Kokosöl in der Mundflora nachgewiesen – verantwortlich dafür ist die Laurinsäure, die natürlicherweise in dem Fruchtfleisch der Kokosnuss enthalten ist. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Kokosöl allein reicht nicht aus, um damit unsere Zähne gründlich zu reinigen, sie sogar weißer zu machen und vor Karies zu schützen. Forscher warnen daher: Zähneputzen mit Kokosöl ersetzt noch lange nicht unsere übliche Zahnhygiene. Kokosöl-Zahnpasta kann lediglich – ähnlich wie Zahnpflege-Kaugummis – positive Effekte haben. Um nachhaltig gegen Karies vorzubeugen und sein Zahnweiss zu erhalten, ist eine handelsübliche Zahnpasta mit Flourid nach wie vor die beste Wahl. Zähne putzen morgens und abends oder am besten nach jeder Mahlzeit – genau so wie wir es damals schon bei Mutti gelernt haben. Dass das was bringt, haben sehr viele Studien, schon vor etlichen Jahren, untersucht und mehrfach bestätigt. Sichere Kiste also!

Rezept: Zubereitung von Zahnpasta mit Kokosöl

Möchtest du die Zahnpasta mit Kokosöl dennoch einmal ausprobieren, gestaltet sich die Zubereitung ziemlich easy: Am besten macht sich das, wenn man flüssiges Kokosöl (das feste Öl dafür minimal erhitzen – es schmilzt bei 37 Grad) mit etwas Natron und für den Geschmack mit etwas Süßungsmittel und Minz-Aroma anreichern – fertig ist die Kokosöl-Zahnpasta.

Ausprobiert: Meine Erfahrungen mit Ölziehen mit Kokosöl

Ähnlich sind übrigens auch die Empfehlungen für Ölziehen mit Kokosöl zu bewerten. Zusätzlich zur üblichen Zahnhygiene kann das Ölziehen positive Effekte haben – genau wie handelsübliche Mundspülungen. Da es nicht schaden kann und sich mittlerweile auch viele Zahnärzte für das Ölziehen aussprechen – vorausgesetzt man vernachlässigt das herkömmliche Zähneputzen nicht – wollte ich es einmal testen.

Ölziehen kann nämlich...

  • Zahnfleischentzündungen reduzieren
  • schädliche Bakterien bekämpfen
  • die Mundhygiene verbessern
  • die Zähne weißer machen

Ich habe das Ölziehen einmal ausprobiert. Bei dieser Methode bewegt man morgens direkt nach dem Aufstehen und noch vor dem Frühstück etwa einen Esslöffel Kokosöl satte zwanzig Minuten im Mund dynamisch hin und her. Gerne geräuschvoll durch die Zähne ziehen und schön rumblubbern. Was man für weißere Zähne und eine gesunde Mundflora halt so macht. Etliche Gifte und Bakterien sollen dadurch gebunden werden. Mein Test dauerte ganze zehn Sekunden lang. Vielleicht waren es auch zwanzig Sekunden. Sorry, aber es war so widerlich – ich konnte mich einfach nicht überwinden und bewundere alle, die das wirklich täglich machen. Ich kenne einige und die schwören drauf – also probiert’s gerne selbst einmal aus!

Kokosöl für weiße Zähne: So geht's

  1. Nimm einen halben bis einen Esslöffel Kokosöl in den Mund. Kaltes, festes Öl musst du vorher ein wenig schmelzen lassen oder im Mund zergehen lassen.
  2. Spüle mit dem Kokosöl deinen Mund aus und lasse es dabei die Zähne und das Zahnfleisch überziehen. Achtung: Das Öl nicht schlucken. Tipp: Falls du Schwierigkeiten hast, mit dem Öl zu spülen, ohne den Drang zu verspühren, es zu herunterzuschlucken, nimmst du vermutlich zu viel. Spucke es aus und fange mit weniger Öl von vorn an.
  3. Nach etwa fünf (bis zwanzig) Minuten hat das Kokosöl deinen Mund schön gereinigt. Du kannst es nun ausspucken. Aber: Vermeide es, das Öl ins Waschbecken zu geben. Es kann zu Verstopfungen im Abfluss führen. Lieber in ein Glas spucken und später mit Spülmittel vermengen. Dann entsorgen.
  4. Spüle deinen Mund mit Wasser aus oder putz dir mit deiner normalen Zahnpasta die Zähne. Wiederhole es täglich, bis du deinen Wunscheffekt erreicht hast.


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