Zornesfalte? Das hilft gegen den bösen Blick!

Sie ist die wohl lästigste unter all den Falten, die man im Laufe seines Lebens so ansammeln kann: die Zornesfalte. Unsere Autorin will wissen, was man dagegen tun kann. 

von Linda Berger

"Du guckst aber auch immer böse" – Ein Satz, den ich hasse. Nein, ich gucke nicht böse, ich bin es auch nicht, nur leider lässt mich diese Furche zwischen meinen Augenbrauen aussehen, als wollte ich schon morgens nach dem Aufstehen töten: Die Zornesfalte macht mir das Leben schwer. Dagegen muss ich dringend etwas tun, denn leider bin ich an dem Versuch, mein Gesicht einfach nicht mehr zu bewegen, kläglich gescheitert. Allein, wenn es sehr hell ist – und das ist es ja im Sommer bekanntlich öfter – sorgt die Sonne bei mir für ein Knautschgesicht. Da hilft auch die Sonnenbrille nicht und egal, wie oft ich über meine Zornesfalte rubbel, um sie einfach weg zu bügeln: Sie ist da und wird tiefer und tiefer und tiefer.

Was genau ist die Zornesfalte eigentlich?

Zwischen Denkerfalten und Krähenfüßen fühlt sie sich ziemlich wohl, die Zornesfalte. Medizinisch korrekt heißt die steile Falte zwischen den Augenbrauen übrigens Glabellafalte, was, wie finde, unverhältnismäßig hübsch klingt. Entstehen tut sie, oh Wunder, wenn wir die Augenbrauen zusammenziehen. In jungen Jahren, wenn unsere Haut noch elastisch und voller Spannkraft ist, glättet sich der Bereich nach kurzer Zeit wieder. Mit steigendem Alter können wir darauf nur leider nicht mehr setzen und es bildet sich die allseits gehasste Zornesfalte. Aber hilft jetzt wirklich nur noch Botox?

Zornesfalte: Das kann man dagegen tun

Chillen

Wann legen wir die Stirn in Falten oder ziehen die Augenbrauen zusammen? Richtig, wenn wir angespannt und gestresst sind. Eine besonders starke Ausprägung der Zornesfalte entsteht nämlich nur durch verkrampfte Gesichtsmuskeln. Hier helfen:

  • viel Schlaf
  • Yoga
  • Autogenes Training
  • ein entspannendes Bad
  • Atem- und Meditationsübungen

Anregen

Microdermabrasion regt die Zellbildung an und kann auch die Optik der Zornesfalte maßgeblich verbessern, indem die Kosmetikerin die oberen Hautschichten mit kleinen Kristallen abträgt. Dieses Verfahren wird neben der Anti-Falten-Behandlung auch bei Pigmentstörungen, verhornten Hautstellen und Dehnungsstreifen angewendet. Sie sollte für optimale Ergebnisse etwa alle acht Wochen durchgeführt werden

Cremen

Umweltbelastungen haben großen Einfluss auf unsere Haut. Deshalb ist es wichtig, die Regeneration zu unterstützen und das nicht nur mit guten Cremes, Ampullen und Seren: Einmal die Woche ein Peeling und regelmäßig eine Gesichtsmaske befreien die Haut von Verhornungen und versorgen sie mit einer Extraportion Feuchtigkeit. Unsere Haut freut sich in jedem Fall über hochwertige Pflege ohne übermäßige Duftstoffe und austrocknende Alkohole und dankt es im besten Fall mit weniger Knitterfalten. Bei anfänglichen Zornesfalten können im Normalfall auch Beauty-Produkte noch Abhilfe schaffen. Biotulin zum Beispiel – besser bekannt als Bio-Botox. Der Wirkstoff besitzt betäubende Eigenschaften und kann die Faltenbildung zwischen den Augen stoppen, bevor sie beginnt. 

Sonnenschutz

Der größte Feind für unsere Haut ist leider, leider die Sonne. Insbesondere die UVA- und UVB-Strahlungen können Sonnenbrand und vorzeitige Hautalterung verursachen – beides ist ungesund und zieht Falten nach sich. Um sich vor der Entstehung der Zornesfalte zu schützen, ist eine Tagespflege mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 Pflicht – und das nicht nur im Sommer sondern zu jeder Jahreszeit, und übrigens auch wenn es bewölkt ist.

Hyaluronsäure und Botox

Die Zornesfalte hat sich schon tief in die Haut gegraben? Cremen nützt nichts mehr? Dann hilft nur noch die Spritze mit Hyaluronsäure oder Botox. Die minimalinvasive Schönheitsbehandlung mit Hyaluronsäure ist leider nicht gerade günstig und muss je nach Schweregrad der Stirnfalten mehrmals wiederholt werden. Dennoch raten Ärzte eher dazu als zum herkömmlichen Botox, um die Mimik nicht komplett lahmzulegen. 

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