„Bei Dates kann ich nur trinken“: Warum gemeinsam essen total intim ist

Es gehört zweifellos zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Ja, wir lieben gnadenloses Schlemmen ohne Rücksicht auf Verluste. Das geht allerdings nicht mit jedem. Dafür muss man befreundet sein – und im Idealfall nicht verliebt.

von Theresa König

Man kennt ihn gerade erst zwei Tage – und dann fragt der Typ, den man gerade datet, ob man essen gehen möchte. Oder man hat diesen neuen Oberchef, der sich am liebsten mal in der Kantine treffen will. Puh. Muss das sein?! Am besten geht essen eben mit Leuten, mit denen man schon sehr lange sehr intim is(s)t. Warum? Erläutern wir euch gern:

  1. Beim Essen offenbaren wir unser wahres Ich. Ein echter Vielfraß? Jemand, der total wählerisch ist? Oder eben Ketchup mit Kräuterbutter gemischt am liebsten mit den Fingern isst? Brot mit Nutella oder Bircher Müsli? "Sage mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist", an diesem Sprichwort ist was dran. Über die Art und das, was wir essen, sagen wir sehr viel über uns. Ganz ohne Worte. Deswegen geht das auch nicht mit dem aktuellen Date, das wir erst seit vorgestern kennen und insgeheim anbeten. Zu schnell, zu viel, zu intim. Lieber nur trinken. Dann hängt auch nichts zwischen den Zähnen (siehe Punkt 3)
  2. Unsere Auswahl macht uns angreifbar. Du liebst Fleisch? Finden nicht alle gut. Du bist Veganer? Finden oft nur Veganer und Vegetarier gut? Milch, Eier, tote Tiere – darüber kann man streiten. Das wollen manche Leute auch. Mit denen will man allerdings tatsächlich auf gar keinen Fall essen. 
  3. Es macht nicht unbedingt hübscher. Sicher gibt es Menschen, die super aussehen während sie in den Döner beißen oder Rippchen ablutschen. In der Regel kann man sich dabei aber nicht von seiner besten Seite zeigen. Von Petersilie und Mohnbrötchenresten zwischen den Zähnen wollen wir hier gar nicht reden...Weiterer Vorteil: Isst man allein oder mit Leute, die den eigene Abscheu gegen Fotos beim Kauen kennen, ist da auch keiner, der einen ablichten will. 
  4. Es zeigt unsere Gefühle! Ein Riesenpott Eiscreme vor dem Fernseher in Jogginghose? Es braucht keinen Psychologen, um festzustellen, was mit der Person los ist, die die Megapackung "Cookies and Cream" ins sich reinschaufelt oder die Jumbotüte Flips inhaliert. Nein, diese Form der Fressorgie geht nur mit der besten Freundin oder gänzlich alleine. Der Rest wäre unerträglich in solchen Momenten.
  5. Weil es Mahlzeiten gibt, bei denen man nicht sprechen möchte. Das Frühstück zum Beispiel – bei dem man todesmüde und zerrupft auf dem Kopf einfach nur schweigend und asozial vor sich hinmampfen will. Das geht nur mit engsten Familienangehörigen oder familienähnlichen Freunden. In diesem Sinne. Guten Appetit! Mit wem auch immer. 

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„Bei Dates kann ich nur trinken“: Warum gemeinsam essen total intim ist

Es gehört zweifellos zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Ja, wir lieben gnadenloses Schlemmen ohne Rücksicht auf Verluste. Das geht allerdings nicht mit jedem. Dafür muss man befreundet sein – und im Idealfall nicht verliebt.

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