„Eine Million für 65 Kilo!“ – Warum Barbara sich gern schlank kaufen würde

Barbara würde so gern ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag Kohlenhydrate in sich hinein stopfen. Geht aber nicht. Also träumt sie weiter von käuflicher Schlankheit

von Barbara Schöneberger

Wohlgefühl und Geselligkeit haben für mich immer mit dem Verzehr von gutem Essen zu tun. Ich höre mich oft sagen: „Wenn wir nach Hause kommen, koche ich uns erst mal was.“ Oder: „Alle zu uns, ich hab Kuchen da!“ Wenn ich arbeite, ist meine erste Tätigkeit, das meist reichhaltige Buffet aufzusuchen. Dort habe ich ebenso das Gefühl, dass es von einem Menschen zubereitet wurde, damit alle sich wohlfühlen, und der sich freut, wenn ich alles – und ich meine wirklich alles – ausgiebig probiere. Und doch schießt mir vor jeder Mahlzeit ein Gedanke durch den Kopf: „Diesmal kein Weißbrot!“ Was soll ich sagen: Ich bin da nicht konsequent. Ich liebe Salat. Aber am schönsten sind die drei Scheiben Baguette, die dazu serviert werden. Ich möchte immer nur Kohlenhydrate essen. Kartoffeln, Chips – am liebsten Weißbrot mit Öl und Salz.

"Leider sind die meisten dünnen Frauen auch noch nett!"

Letztens habe ich mir überlegt, dass es mir eine Million Euro wert wäre, wenn ich für immer 65 Kilo wöge – egal, was ich esse. Dann hätte ich am Tag sehr viel mehr Kapazität für andere Gedanken, denn das Nachrechnen, was ich schon alles gegessen habe oder noch plane zu essen, würde ja wegfallen. Aber du kannst dir halt deine Figur nicht kaufen. Nützt auch nichts zu behaupten, dünne, sportliche Frauen seien verknöchert und genussfeindlich. Es gibt so viele tolle dünne Frauen, die vier Kinder haben und alles mit dem Fahrrad erledigen und wirklich gedünsteten Fisch lieben. Und die sind nett! Müssen die Gene sein.