"Heute sauf' ich mich schön – mit Wasser!"

Das Erste, was alle Models sagen, wenn man sie nach ihrem Schönheitsrezept fragt: "Ich trinke viel!". Und zwar keinen Schnaps. Aber macht Wasser wirklich schöne Haut und schlank und wahrscheinlich auch noch schlau? Unsere Autorin wollte das einfach mal ausprobieren – und kippte sich einen Monat lang mindestens drei Liter pro Tag runter. Ein Protokoll. 

von Viola Kaiser

Es heißt ja, dass man abnimmt, wenn man viel Wasser trinkt. Auch wenn das nicht mein Ziel ist, kann ich jetzt sagen, dass es vermutlich stimmt. Seit einer Woche trinke ich mindestens drei Liter und laufe deswegen sehr viel: Ins Badezimmer. Ich bin gestresst, weil ich ständig zur Toilette muss. Auch nachts: Ich wache alle drei Stunden auf. Ob die Schlafhäppchen zwischen meinen Toilettengängen gut für mein Haut sind?! Eher nicht. Als ich am nächsten Tag im Büro zum zweiten Mal in 20 Minuten aufstehe, um meine Blase zu entleeren, sagt meine Kollegin nur: "Du gewöhnst dich daran, hab ich gelesen".

In der zweiten Woche sehe ich trotzdem Erfolge. Es könnte Einbildung sein, aber ich glaube, meine Haut ist glatter. „Eine ausreichend hohe Trinkmenge kann die Spannkraft der Haut verbessern, sie ist zusammen mit genug Schlaf, einer gesunden Ernährung und guter Pflege Grundlage für schöne Haut“, sagt mir meine Hautärztin. Übrigens kann zu viel Wasser aber auch wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente entziehen. So exzessiv ist es bei mir aber nicht. Drei Liter trinken andere schon immer – und leben noch. Ein gesunder Körper kann das ab. Allerdings sollte ich mir von meinem Wasserexperiment nicht zu viel versprechen. Es gibt da ja auch noch so Faktoren wie Gene und genereller Lebenswandel. Ich frage mich: Darf ich jetzt mehr essen?

In der dritten Woche kann ich auf jeden Fall sehr sicher sagen, dass mein Körper sich bisher nicht an die drei Liter gewöhnt hat. Ich muss immer noch dauernd. Aber am letzten Tag der dritten Woche, passiert es: „Warst du im Urlaub?“ fragt eine Freundin. Ich nehme an, sie meint meinen wassererholten Teint, der so unglaublich strahlt. Vorsichtshalber frage ich nicht nach, sondern lasse diesen Megaerfolg einfach so stehen.

In der vierten Woche funktioniert entweder meine Autosuggestion, es ist Zufall – oder es bringt wirklich was: Ich bin jetzt überzeugt davon, dass ich weniger knitterig aussehe. Natürlich geht die heftige Zornesfalte auf meiner Stirn nicht vom Trinken weg, aber ich finde mich irgendwie jünger. Ich habe ein Kilo abgenommen. Wahrscheinlich weil neben den Wassermengen weniger Platz für Essen und Alkohol bleibt. 

Trotzdem ist mir das alles zu viel. Dieses Wasserding ist mir zu stressig, das kann ich deswegen nicht konsequent einhalten. So viel schöner kann ich gar nicht sein, damit sich das lohnt. Außerdem ist Rotwein ja auch gesund – und bestimmt gut für die Haut. Prost. 

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

"Heute sauf' ich mich schön – mit Wasser!"

Das Erste, was alle Models sagen, wenn man sie nach ihrem Schönheitsrezept fragt: "Ich trinke viel!". Und zwar keinen Schnaps. Aber macht Wasser wirklich schöne Haut und schlank und wahrscheinlich auch noch schlau? Unsere Autorin wollte das einfach mal ausprobieren – und kippte sich einen Monat lang mindestens drei Liter pro Tag runter. Ein Protokoll. 

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

E-Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden