Abnehmen mit Rotwein und Schokolade? Na dann Prost! Oder auch nicht...

Schon mal was von der Sirtfood-Diät gehört? Nein? Sirtfood ist gerade total angesagt, soll überflüssige Kilos nur so purzeln lassen und das Beste: Schokolade und Rotwein sind erlaubt. Für uns Grund genug, das Ganze genauer unter die Lupe zu nehmen. 


Diäten - keiner macht sie freiwillig, niemand spricht laut darüber und es ist immer Quälerei. Wochenlang ernährt man sich von ekliger Kohlsuppe und ein paar Tage später winken die mühsam verlorenen Pfunde doch wieder freundlich von der Hüfte. Oder man zählt Punkte - doof nur, wenn die schon nach dem Frühstück aufgebraucht sind. Wie andere das mit den Heißhungerattacken auf die Reihe bekommen? Ich habe keine Ahnung! Meine Disziplin lässt in Sachen Süßigkeiten wirklich zu wünschen übrig. Aber Hand aufs Herz die 10 kg, die noch aus der letzten Weihnachtssaison über sind, wäre ich insgeheim doch ganz gerne wieder los. Gut, dass gerade die Sirtfood Diät mega angesagt ist. Angeblich verliert man damit nicht nur überschüssige Kilos, sondern baut gleichzeitig Muskeln auf - und das ohne zu hungern, dafür aber mit Schokolade und Rotwein! Zu schön um wahr zu sein, oder?

Und was sind diese Sirtfoods?

Sirtfoods sind all diejenigen Nahrungsmittel, die das Fettverbrennungsenzym Sirtuin - daher auch der Name - anregen und die vermeintlich überflüssigen Pfunde purzeln lassen. Ganz bestimmte pflanzliche Substanzen kurbeln nämlich die Aktivität der körpereigenen Sirtuine genauso an, als würden wir fasten - ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Und wirft man einen Blick auf die Charaktereigenschaften von Sirtuinen, gibt es allerei Gründe, Sirtfood ab sofort ganz oben auf den Speiseplan zu setzen. 

Sirtuine: 

  • helfen bei Stress
  • beugen Krankheiten vor
  • schützen vor Entzündungen
  • stärken das Immunsystem
  • helfen beim Muskelaufbau
  • kurbeln die Fettverbrennung an
  • schützen vor Zellschäden, Herz- oder Krebserkrankungen 
  • und entschleunigen den allgemeinen Alterungsprozess

Klingt doch super, oder? 

Entwickelt wurde die Diät übrigens von Aidan Goggins und Glen Metten, zwei Ernährungsmedizinern, die davon überzeugt sind, dass eine Diät nach dem Sirtuin-Prinzip nicht nur mit Verzicht, sondern auch mit Genuss zur Traumfigur führt. Da sind wir ganz ihrer Meinung, Gentlemen! - Hallo Schokolade, hallo geliebter Rotwein.

Und was essen wir ab jetzt?

Endlich eine Diät, für die man nicht auf die langwierige Suche nach ausgefallen Nahrungsmitteln gehen muss. Es handelt sich vielmehr um alltägliche Lebensmittel, die allerdings alle pflanzlich sind. Obst und Gemüse, Gewürze und Kräuter liefern die wertvollen Sirtuine. Typische Sirtfoods sind etwa:

  • Erdbeeren,
  • Äpfel,
  • Orangen,
  • Heidelbeeren,
  • Walnüsse,
  • Kapern,
  • Sellerie,
  • Olivenöl,
  • Chili,
  • rote Zwiebel,
  • Grünkohl,
  • Rucola,
  • Buchweizen,
  • Petersilie,
  • Gewürze wie Kurkuma, Kaffee, grüner Tee
  • Rotwein
  • UND dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil

Und dazu gibt es bewährte Proteinquellen: Sojaprodukte, helles Fleisch oder Eier. Hm, lecker...Naja, geht so. Aber was ist mit Pasta und Pizza? 

Der Haken - war klar, dass der kommt oder?

Die Ernüchterung folgt auf dem Fuße: Pasta und Pizza schütten höchstens Glückshormone aus, lassen die Kilos aber eher steigen. Also im Grunde ist die Sirtfood-Diät auch nichts anderes als Low Carb mit Benefit und hippem Namen. Diät bleibt Diät. Es ist leider einfach Gesetz: Wer abnehmen will, muss weniger Kalorien zu sich nehmen, als verbraucht werden. In diesem Fall bedeutet das - tadaaa – 1000 kcal am Tag in Phase 1, anschließend 1500 kcal. Kein Wunder: Wenn ich mich zum Mittagessen an meiner Selleriestange festhalte, statt über die Pasta herzufallen, nehme ich logischerweise ab - egal, ob mit oder Sirtuine. Und bei drei Gläsern Wein und einer Tafel Schoki sind die 1000 kcal schneller weg als ich Sirtfood sagen kann - dann bin ich zwar betrunken, aber noch lange nicht satt. 

Fazit: Sirtfood lockt mit falschen Versprechungen

Ich fühle mich verarscht. Dabei find alles so viel versprechend an. Aber jetzt weiß ich auch wieder, warum ich nie welche mache: Diäten machen nie, nie, nie Spaß. Also mache ich es mir lieber mit meinen Bonuskilos gemütlich, warte auf Weihnachten und profitiere ohne Purzelpfunde, dafür mit Zellverjüngung von den Sirtfoods. Also: Her mit Wein und Schoki!






Wer hier schreibt:

Linda Berger
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Abnehmen mit Rotwein und Schokolade: Frau in schwarz, mit Sonnenbrille zeigt Mittelfinger. Vor ihr: Rotwein und Schokolade
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