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Zu viele „Freunde“? Ausmisten erlaubt!

Wenn „Kontakt halten“ irgendwann zum Stressfaktor wird, muss man wohl oder übel aussortieren. Nur wie? Unsere Autorin hat es nach der CAVA-Regel probiert und nie bereut.

Ich bin zur Schule gegangen, habe Abi gemacht, dann das Studium, der Nebenjob, Urlaube, Partys, die ersten richtigen Jobs, der Umzug in eine andere Stadt, ein neuer Partner und dann die beiden Kinder. Aus jeder dieser Episoden sind Bekanntschaften entstanden. Ich habe liebe Menschen kennengelernt, von denen ich dachte: Die bleiben für immer – Freunde fürs Leben! Mittlerweile platzt meine Freundesliste auf Facebook (ja, zu dieser Generation gehöre ich noch) aus allen Nähten, mit einigen dieser Menschen habe ich seit 10 Jahren kein persönliches Wort mehr gesprochen. Und bei dem Rest frage ich mich in regelmäßigen Abständen, wann ich mich eigentlich das letzte Mal gemeldet habe, wie lange wir uns nun nicht gesehen, gehört oder geschrieben haben. Also schicke ich einfach mal wahllos an alle ein knappes „Na? Alles okay bei dir?“, nur um den Anschluss und Kontakt nicht zu verlieren. Was dann folgt? Ein kurzer Austausch über Belanglosigkeiten. Doch seien wir mal ehrlich: Das braucht niemand, weder ich noch mein unsichtbares Gegenüber. Aber wie kommt man aus der Nummer nun glimpflich raus?

Einfach mal löschen?

Also warum nicht einfach mal in einem großen Befreiungsschlag „Freunde“ auf Facebook löschen? Das sagt sich so einfach. Schließlich mag ich die meisten Menschen in meiner Freundesliste sehr. Zumindest die, mit denen ich ab und an noch ein Wort gewechselt habe, bei den „Karteileichen“ weiß ich zum Teil nicht mal mehr, wie die in meiner virtuellen Welt gelandet sind. Aber auch wenn die meisten Menschen schöne Erinnerungen wecken, mich stresst es trotzdem, dieses Kontakthalten. Ich habe immer das Gefühl, mich melden zu müssen, und habe ständig die Angst, irgendwen zu vergessen. Und das ist mir leider auch schon ein paar Mal passiert. Bei Menschen, die einem wichtig sind, ist das eine wirklich schlimme Sache. Um den wirklich wichtigen Freunden noch gerecht zu werden, bleibt uns nichts anderes übrig: Wir müssen aussortieren. Vielleicht ist uns der ein oder andere ja sogar dankbar für ein beherztes „Hasta la vista“!

Wer bleibt? Wer geht?

Der Selbsttest Bei denen, die wirklich nur noch per Zufall in meiner Freundesliste rumdümpeln, fällt es mir leicht, aber dann gibt es eben noch die „Dazwischen-Freunde“. Die, von denen man sich die letzten Jahre noch nicht trennen konnte, die aber für das eigentliche Leben nicht mehr von Belang sind. Und trotzdem schafft man es nicht, auf den Löschen-Button zu drücken, fragt sich stattdessen, in wessen unergründlichen Telefonspeichertiefen man selbst als Überbleibsel abgespeichert ist und ob die ein oder andere Freundschaft vielleicht länger gehalten hätte, wenn man selbst mehr investiert hätte. Aber zurück zur Frage der Fragen: Wer darf denn nun bleiben?

[ANZEIGE] Die CAVA-Regel: Ausmisten leicht gemacht

Die, mit denen du am liebsten auf das Leben anstößt, bleiben. Das sind diejenigen Menschen, die jeden deiner Schritte interessiert verfolgen, an deiner Seite sind – egal, ob du gerade durch Höhen oder Tiefen gehst. Sie sind immer und bedingungslos für dich da, wenn du sie brauchst. Das sind die Freundschaften im Leben, die wirklich wertvoll sind und an denen wir alle festhalten sollten, denn solche Freunde bereichern das Leben und machen es bunter, schöner und prickelnder. Ihnen schenken wir Zeit und stoßen mit ihnen und Freixenet auf die wahre Freundschaft an. 
 

Zu viele „Freunde“? Ausmisten erlaubt!