Die perfekte Kürbissuppe – das beste Rezept für faule Angeber

Es gibt ja Menschen, die gerne in der Küche stehen. Und dann gibt es noch Menschen wie unsere Autorin. Trotzdem denken alle, dass sie kochen kann. Einfach nur, weil sie das ultimative Angeber-Rezept für völlig talentfreie Köche kennt. Und zum Glück gibt es jetzt wieder die Hauptzutat...

von Marie Stadler

Ich kann wirklich toll abschmecken. Wenn andere gekocht haben, fällt mir sofort auf, wenn etwas fehlt. Nur WAS es ist, da hört es schon wieder auf. Und das macht es mir geradezu unmöglich, gut zu kochen. Einzige Ausnahme: Die zum Glück weltbeste Kürbissuppe. Da sind so wenige Zutaten drin, dass selbst ich es schaffe, mit dem Endergebnis zu glänzen.

Was du brauchst:

1 Hokkaido-Kürbis

Instant-Brühe

Kokosmilch

rote Currypaste

Tiefkühlknoblauch (für Ambitionierte: frischer Knoblauch)

1 Orange

Wie es geht:

Zugegeben, der Anfang klingt nicht so, als wäre er für Faule. Ist er auch nicht, dafür macht er Spaß. Du musst es irgendwie schaffen, diesen blöden Kürbis in mindestens zwei Teile zu zerschneiden. Das geht nur mit einem echt stabilen Messer und grober Gewalt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Habe mindestens 20 verschiedene Arten ausprobiert und früher oder später haben sie alle funktioniert (außer Telepathie).

Wenn du die Kürbisspaltung geschafft hast, wird es easy. Du kratzt mit einem Löffel die Kerne aus dem Kürbis und packst den Rest mitsamt Schale bei etwa 100 Grad in den Backofen. Jetzt hast du erstmal nichts zu tun und kannst dir eine Folge deiner Lieblingsserie reinziehen. Danach sollte der Kürbis weich sein und im besten Fall ein bisschen braun. Schneide den Kürbis mitsamt Schale in kleine Stücke und brate sie in Öl (zum Beispiel Kokosöl) an. Gib etwas Knoblauch dazu und gieße danach eine Tasse Wasser und die halbe Menge der Kokosmilch dazu. Diese komisch aussehende Mischung pürierst du so lange mit dem Pürierstab, bis sie lecker aussieht. Die Konsistenz kannst du mit der restlichen Kokosmilch verändern – lass dir aber bloß was für den Notfall übrig. Wenn die Konsistenz gut ist, schmeckst du ab mit roter Currypaste (Achtung, manche sind echt scharf!) und Brühe (für absolute Laien: da ist Salz drin). Mit dem Rest der Kokosmilch kannst du aber zum Glück (fast) alles retten, wenn du zu dolle gewürzt hast. Kann Ungeübten schon mal passieren...

Kurz vor dem Servieren drückst du eine Orange aus und gibst ein paar Tropfen des frischen Safts in die Suppe. Dadurch schmeckt deine Suppe viel feiner. 

Angeber-Special:
Scampis auf einen Spieß pieksen, mit Knoblauch, Öl und Salz würzen und kurz in einer Pfanne anbraten. Das ganze dann mit einem aufgebackenen, noch warmen Steinofenbaguette zur Suppe reichen und alle werden dich für einen Spitzenkoch halten. Zumindest, wenn du noch ein bisschen Kokosmilch draufträufelst und Kürbiskerne oder irgendwas Grünes drüberstreust. Am besten Petersilie oder so. Hauptsache essbar und hübsch (wobei – grüne Gummibärchen gehen eher nicht).

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