Erdnussbutter gesund? Deswegen dürfen wir sie uns richtig schmecken lassen.

Erdnussbutter ist der Teufel aus dem Einmachglas? Gott sei Dank nicht! Ganz im Gegenteil: Sie schmeckt himmlisch und ist dazu auch noch gesund. 

von Julia Ballerstädt

Lange Zeit habe ich nicht verstanden, warum sich die Amerikaner überall Erdnussbutter drunter schmieren. Mein erstes Mal mit der streichbaren Nuss war nämlich echt enttäuschend. Ich dachte, ganz blauäugig, dass Erdnussbutter süß sei – also so richtig, wie Schokocreme eben. Nach der Erkenntnis, dass dem leider nicht so ist, habe ich die Alternativbutter erst einmal wieder von meinem Speiseplan verbannt. Bis ich eines schönen Tages Erdnussbutter mit Schoko kombiniert hab. Seitdem ist es um mich geschehen. Doch auch wenn ich davon ausging, dass es sich bei Erdnussbutter um etwas ähnlich Ungesundes handelt wie Schokoaufstrich, hatte ich doch die leise Hoffnung, dass Erdnussbutter vielleicht minimal gesund sein, ich alle bösen Aspekte einfach ausblenden und mir das geile Zeug schmecken lassen könnte, wann immer ich will. Und siehe da, Google hat mich nicht enttäuscht: Erdnussbutter ist gesund!

Weg mit der Möhre, jetzt wird gelöffelt Ladies!

Deshalb lassen wir uns Erdnussbutter jetzt schmecken

1. Fitmacher: Proteine, Kalium, Ballaststoffe und Co.

Eiweiß, Ballaststoffe, Zink, Kalium, Antioxidantien, Magnesium: All das findet sich in Erdnussbutter. Inhaltsstoffe, die deine Knochen kräftigen, deinen Muskeln gut tun und deine Abwehrkräfte stärken. Eine Portion Erdnussbutter liefert dir mindestens drei Milligramm des antioxidantischen Vitamin E. Des Weiteren enthält sie Magnesium (ungefähr 49g), was für den Knochenaufbau und die Muskelerholung sehr wichtig ist.

Zwei Löffel Erdnussbutter kannst du dir beruhigt jeden Morgen auf dein Brot streichen oder einfach pur naschen. Die enthalten dann in etwa sieben Gramm Proteine, die wiederum deinem Astralkörper zu Gute kommen. Auch als Zwischendurch-Snack ist das Zeug bestens geeignet und natürlich wesentlich besser für dich, als böse Schokolade. Die Kombi ist allerdings auch sehr zu empfehlen...hmmm!

2. Fett macht nicht gleich fett

ErdnussBUTTER klingt schon so fies nach Hüftgold. ABER: Erdnussbutter enthält vor allem gaaaaannnnzzz viele gesunde, ungesättigte Fettsäuren, viel mehr als gesättigte. Neben Olivenöl oder Avocado, zählt Erdnussbutter damit zu den fetthaltigen Lebensmitteln, die man sich gönnen sollte. Denn die diese Fette sind gut für dein Gehirn und sorgen dafür, dass du dich gut fühlst! So schließt sich der Kreis und wir öffnen schon mal das Glas.

3. Gut für dein Herz und gegen Herzschmerz 

Die vielen ungesättigten Fettsäuren, sind nicht nur gut für deinen Kopf, sondern auch für dein Herz. In gesunden Mengen steigert Erdnussbutter nämlich deine Herzgesundheit, besonders im Vergleich zu jenen, die auf Nüsse verzichten oder sie nur sehr selten knabbern.

Bei Herzschmerz hilft Erdnussbutter übrigens auch. In Form von Pralinen, Eis, Schoki... Manchmal verschieben sich eben die Prioritäten.

4. mit Erdnussbutter gesund abnehmen

Klingt doch wohl nach der allerbesten Diät der Welt oder? Erdnussbutter ist nämlich vor allem deshalb der beste Abnehm-Snack, weil es wegen der Proteine und Ballaststoffe lange satt macht. Also her mit dem guten Zeug, weg mit Junk Food!

5. Erdnussbutter gesund? Volle Nuss-Power voraus!

Proteine und Fett sind beste Energielieferanten und helfen dir schon mal aus einem Tief. Also immer ein Gläschen Erdnussbutter in der Schublade haben. 

Erdnussbutter ist nicht gleich Erdnussbutter

Leider treffen nicht all diese tollen Eigenschaften auf jede handelsübliche Erdnussbutter zu. Darauf solltest du beim Einkauf achten: 

  • Erdnussbutter sollte naturbelassen sein. Andernfalls sind oft übermäßig ungesunde Fette und andere künstliche Zusätze enthalten.
  • Achte beim Kauf der Erdnussbutter auf die verwendeten Inhaltsstoffe. Der Anteil der Erdnüsse sollte mindestens 70 Prozent betragen, Transfettsäuren, Konservierungsstoffe und Zucker sollten am besten gar nicht auf der Zutatenliste stehen. 
  • Noch besser ist Erdnussmus bzw. die Erdnusscreme. Im Gegensatz zur Erdnussbutter wird Erdnusscreme immer zu einhundert Prozent aus den aromatischen Hülsenfrüchten hergestellt.
  • Wenn du magst, kannst du Erdnussbutter bzw. Erdnusscreme auch selbst herstellen. Einfach Erdnüsse mit etwas Erdnussöl und ein wenig Salz in den Mixe geben und kräftig mixen. Fertig und ganz natürlich.

Auch wenn die heißbegehrte Butter viele Benefits hat, eine Kalorienbombe bleibt sie leider trotzdem. Also ein Glas pro Tag ist nicht drin, aber bei den 2-3 Löffeln kann es ruhig auch mal die mit Zucker sein. Willst du das nicht, gibt es Erdnussbutter auch pur und lecker im Reformhaus oder dem Bioladen.

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