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We try before you buy Unsere Redaktion testet 5 Lifestyle-Produkte

Produkte
© Barbara
Da draußen wimmelt es von spannenden Neuheiten. Doch für welche lohnt es sich wirklich, Kohle auf den Kopf zu hauen? Unsere Redaktion checkt jeden Monat fünf Produkte auf Herz, Nieren und Spaßfaktor. Dieses Mal haben wir unter anderem Kopfhörer, Gläser, ein Dreirad für große Menschen und ein Musical getestet. Hier kommen unsere Ergebnisse.

Hip Hop meets History

Hamilton Julia
Redakteurin Julia hat einiges über amerikanische Geschichte gelernt und sich von Hamilton begeistern lassen. 
© Stage Entertainment / PR

Produkt: Hamilton (Musical)

Preis: je nach Preiskategorie ab 60 €

Event: In den USA ist es seit 2015 der Zuschauermagnet am Broadway. Zeitweise wurden sogar horrende Preise gezahlt, um überhaupt an ein Ticket für das preisgekrönte Musical zu kommen. Seit Oktober kann man sich "Hamilton" nun in Hamburg ansehen und Geschichte mal ganz anders erleben. Erzählt wird das Leben von Alexander Hamilton, der als einer der Gründerväter der USA gilt. Als Kind von Einwanderern kommt er aus der Karibik zum Studium nach New York und wird später der erste Finanzminister der USA. In den drei Stunden Aufführung geht es um wichtige Stationen der amerikanischen Geschichte – die Verfassung der USA wird formuliert, der erste Präsident wird gewählt und Washington wird die neue Hauptstadt der USA. Doch nicht nur das, auch die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle, um Freundschaft, Liebe, Eifersucht und Neid finden ihren Platz. 

Ergebnis: Dieses Musical ist etwas ganz Besonderes. Das fängt schon beim Ensemble an. Historisch weiße Personen werden von Darsteller:innen dunkler Hautfarbe gespielt. Besonders ist auch die Musik: Hier wird Historie in Hip Hop und Rap verpackt. Dementsprechend rasant nimmt die Geschichte ihren Lauf. Zum Durchatmen ist kaum Zeit. Die Protagonist:innen sind beinahe durchgängig auf der Bühne. Vor allem die Gedächtnisleistung der einzelnen Darsteller:innen, insbesondere Benet Monteiros alias Alexander Hamilton, sich die Masse an Text merken zu können, hat mich tief beeindruckt, genauso wie mich Chasity Crisp als Angelica Schuyler berührt hat. Lange wurde diskutiert, ob man Hamilton überhaupt auf Deutsch übersetzen könne. Man kann, eindeutig. Dennoch: Ich musste nach der Aufführung erstmal durchatmen und sacken lassen, so viel Geschichte und Emotionen sind auf mich eingeprasselt, dass ich das Gehörte und Gesehene erst verarbeiten musste. Mein Fazit: Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht – ganz klare Empfehlung, allerdings nicht unbedingt für Kinder.

Schwarzer Humor? Her damit!

Egal, ob als Moderatorin oder Ratende: Spaß hatten Redakteurin Lena und ihre Freundinnen auf jeden Fall.
Egal, ob als Moderatorin oder Ratende: Spaß hatten Redakteurin Lena und ihre Freundinnen auf jeden Fall.
© PR

Produkt: black stories Funny Death

Preis: 9,95 Euro

Anwendung: Eine der 50 Karten ziehen, Rätsel vorlesen und sich über die skurrilsten Gedankengänge der anderen beömmeln. Alles rund um die Frage: Wie ist diese Person gestorben...? Zulässige Antworten zum Herantasten dürfen nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden. Es kommen wirklich sehr unterhaltsame Ideen zustande.

Ergebnis: Ich war schon immer ein black stories-Fan und liebe diese Art von sehr dunklem Humor. Manche Tode, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sind eher makaber, manche doch eher tragisch, andere wirklich (für schwarzhumorige Menschen) witzig. Zusammen mit zwei Freundinnen war die Zugfahrt dank dieses Spiels jedenfalls superschnell vorbei – und gleichzeitig haben wir mit unserer Raterei auch noch die Leute neben uns mitunterhalten. Win-Win-Situation würde ich sagen. Ein kleiner Vorgeschmack, allerdings ohne Auflösung gefällig? "Rabiate Rasenpflege: Beim Kampf gegen ein kleines Ärgernis zog ein Hobbybastler den Kürzeren." Tja, wer da nun mehr erfahren will, der muss sich wohl das Spiel besorgen! Dabei wünsche ich auf jeden Fall viel Spaß.

Wieso ist das denn hier so leise?

Bose Mareike
Dank der Bose Quiet Comfort hat Redakteurin Mareike jetzt ihre Ruhe.
© Bose / PR

Produkt: Bose Quiet Comfort Earbuds II

Preis: 299 Euro

Anwendung: Die Bose Quiet Comfort Earbuds sind kabellose In-Ear-Kopfhörer, die mit sogenannter CustomTune-Klangkalibrierungstechnologie individuell Geräusche der Umgebung unterdrücken. Aufmachen, mit dem Smartphone über App oder Bluetooth verbinden, loslegen. In der dazugehörigen Bose-App findet man alle Erklärungen, die Touch-Funktion an den Kopfhörern selbst ist aber schnell gelernt: einmal berühren, um Musik zu pausieren/zu starten, zwei Mal um vorzuspielen, drei Mal um zurückzuspulen. Wenn man einen Kopfhörer herausnimmt, regelt der andere automatisch die Geräuschunterdrückung hinunter, damit man sich gut verständigen kann.

Ergebnis: Als ich die Kopfhörer das erste Mal trage, denke ich noch: naja, da passiert ja gar nichts. Das nächste Mal stecke ich sie in der Umkleide im Fitnessstudio in meine Ohren. Ich gehe raus, fühle mich irgendwie komisch. Schwebe ich, oder wieso sind meine Schritte so leise? Und generell: wieso ist es hier denn so ruhig? Sonst hallen die Schritte der Laufbandwütigen doch durch die ganze Halle. Bis ich merke: ach, krass. Das ist also diese Geräuschunterdrückung, von der alle sprechen. Ich trage schon länger In-Ear-Kopfhörer, diese individuelle Anpassung eröffnet mir aber eine völlig neue Welt. Die Kopfhörer geben zum Tragebeginn ein Signal ab, dessen Schallwellen die Form des Gehörgangs wiedergeben – daraufhin passen sie das Noise Cancelling und den Klang individuell an. Schon abgefahren. 

Design-Klassiker

In Hannahs Küche sind die neuen Gläser von Aarke eingezogen.
In Hannahs Küche sind die neuen Gläser von Aarke eingezogen.
© PR

Produkt:Nesting Glasses Set von Aarke

Preis: ca. 50 Euro

Optik: Die skandinavische Kultmarke Aarke ist bekannt für ihre cleanen Designs. Bereits mit ihren Wassersprudlern zeigten sie, wie man Funktionalität und Design verbindet. Nun hat die Brand ein Set aus vier Gläsern herausgebracht und auch hier überzeugt Aarke auf ganzer Linie. Die Gläser aus dünnem Kristallglas haben unterschiedliche Abmessungen, die durch ihr leicht abgerundetes Design dennoch perfekt zusammenpassen. Jedes Glas hat ein Volumen von 300 ML und hat somit die optimale Größe für den Alltag.

Ergebnis:Aarke hat sich auch hier wieder auf das spezialisiert, was sie am besten können: cleane Designs und alltäglicher Bedarf. Denn was mich am meisten an den minimalistischen Gläsern begeistert, ist die Tatsache, dass die Gläser problemlos ineinander gestapelt werden können und somit in meiner kleinen Küche direkt weniger Platz wegnehmen. Auch auf dem Tisch wirken die Gläser harmonisch, aber machen jede Mahlzeit durch ihre unterschiedlichen Durchmesser direkt etwas aufregender.

Sicher unterwegs

Das E-Dreirad von aktivelo eignet sich vor allem für ältere Menschen
Das E-Dreirad von aktivelo eignet sich vor allem für ältere Menschen
© PR

Produkt: aktivelo Elektro-Dreirad »Mobil«

Preis: ca. 2.499,00 Euro

Optik: Das wirft Blicke auf sich! Während Lastenräder immer häufiger auf den Straßen zu sehen sind, sind Dreiräder – vor allem die E-Variante – noch eine Seltenheit. Das Fahrrad ist mit acht Gängen (Nabenschaltung) und einem Akku bestückt, der dich ungefähr 75 km unterstützt, sieht optisch ziemlich schick aus und fährt sich trotz des relativ hohen Gewichts (zumindest mit Unterstützung) sehr entspannt. Vor allem für die Menschen, die durch Krankheit und/oder Alter keinen Gleichgewichtssinn mehr haben, auf den sie sich verlassen können, ist diese Anschaffung eine Überlegung wert.

Ergebnis: Grundsätzlich ist das E-Dreirad ziemlich wertig und erfüllt seinen Zweck, hat aber – besonders für größere Personen – so seine Nachteile. Zum einen ist der Sitz sehr schräg angebracht, was dazu führt, dass man über kurz oder lang die Sattelstütze austauschen muss, damit die Stange nicht beim Fahren durchbricht. Wer eher längere Beine hat, braucht ohnehin eine längere Sattelstütze und einen längeren Vorbau für den Lenker, sonst macht er:sie sich mit der Zeit die Knie kaputt. Man merkt: Das Dreirad ist wohl eher für kleinere und leichtere Personen gedacht. Ein absolutes Plus ist der Korb, der laut Anleitung zwar "nur" maximal 15 kg tragen darf – was aber für die meisten Einkäufe absolut ausreichend ist.

Barbara

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