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Wer ist eigentlich dieser "Kale"? Warum die Amis unseren Grünkohl so hip finden

Wer ist eigentlich dieser "Kale"? Warum die Amis unseren Grünkohl so hip finden
© GettyImages
Wir wissen es ja alle: Aus Langweile entsteht Kreativität. Es gibt Trends, bei denen man sich fragt, welchen überirdisch aktionslosen Sonntagnachmittag die Menschheit damit überbrücken wollte. Dass Grünkohl in den letzten Jahren die steilste aller Food-Trend-Karrieren hinter sich legen würde, hat nun wirklich keiner kommen sehen ...
von Eva Lindemann

Kohlfahrt, Pinkel und durchgekochtes Gemüse in dem Eiche-rustikalen Wohnzimmer bei Oma ums Eck – was wir Deutsche bis Dato mit bitterem Grünzeug verbunden haben, surft seit gut einem Jahr auf einer meterhohen Food-Trend-Welle. Kohl heißt jetzt „Kale“ und erfährt aktuell einen Aufwind, den die Food Szene so noch nicht gesehen hat. Kohl, Magen, Aufwind, ja da war doch was… Warum genau musste gerade dieses unsexy Gemüse zum neuen Renner werden?

Klar, Grünkohl kann was. Er strotzt vor Vitaminen, Mineralstoffen und Carotinoiden. Super gesund, DAS Streber-Gemüse quasi. Aber ist das wirklich Grund genug, dass wir den Kohl nun flüssig im Smoothie, roh und getrocknet statt Chips oder als süßen Nachtisch sogar im Brownie zu jeder möglichen Tages- und Nachtzeit zu uns nehmen müssen? Ist es nötig, dass das Wort Kale nun plakativ auf T-Shirts gedruckt wird (Beyonce macht es vor), wie der Aufruf zu der nächst-größeren sozialen Bewegung?

Für uns lautet hier die Antwort ganz klar: NEIN. Unterhaltsam ist der Aufstieg vom Grünkohl zum Glamour-Gemüse und der internationale Hype darum aber allemal. Mal sehen, welche Vitaminbombe als nächstes zum überhypten Superfood gekrönt wird… Uns kommen da schon ein paar Ideen…


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