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Zehn Dinge rund ums Ab- und Zunehmen, die du noch nicht wusstest!

Zehn Dinge rund ums Ab- und Zunehmen, die du noch nicht wusstest!
© Getty Images
Die meisten Leute glauben, dass Fett bloß vom Zu-viel-Futtern kommt. Dabei können selbst Dünne es ansetzen. Und Dicke länger leben... Zehn Häppchen aus der Forschung
von Miriam Collée

1 PAPA IST SCHULD

Dänische Forscher fanden im Sperma dicker Männer andere DNA-Markierungen als bei dünnen. So wird, vermuten sie, Übergewicht auf die nächste Generation übertragen. Stellt Papa vor der Zeugung seine Ernährung um, kann das helfen ...

2 AUCH DIE DÜNNEN SIND FETT

Unter schlanken Menschen verstecken sich einige TOFIs (heißt: thin outside, fat inside). Man sieht es ihnen nicht an, aber sie haben viszerales Fett eingelagert. Es liegt versteckt im Körperinneren, umlagert Herz, Bauchspeicheldrüse oder Muskeln und gilt als viel gefährlicher als die sichtbaren Röllchen.

3 DAS ENDE ZÄHLT

Ob Sie zu denen gehören, die das Essen auf den Hüften lagern oder einfach verbrennen, hängt am Stoffwechsel. Je mehr unterschiedliche Bakterien sich im Darm tummeln, umso besser die Futterverbrennung. Aber in Industrienationen ist bei jedem Vierten die Darmflora verarmt. Kopenhagener Forscher arbeiten aber an einem Joghurt mit individuellen Bakterienkulturen, die Übergewicht verhindern sollen. Wollen wir haben! Sofort!

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4 FUTTERFREUNDE

Zu zweit verdrücken wir bei Tisch ein Drittel mehr als allein, zu viert sogar die Hälfte mehr. Studenten, die in Gesellschaft leben, verputzten in einer Studie 400 Kalorien pro Tag mehr als allein wohnende. Wir sagen: Lieber in Gesellschaft rund als dünn und einsam.

5 HELLO AGAIN!

Unser Körper ist ein Wunderwerk, aber leider ein ziemlich bockiges. Laden wir ihm über längere Zeit zu viel Gewicht auf, speichert er das und passt seinen Organismus an. Abnehmen ist dann fast aussichtslos. Denn je mehr Kilos verloren gehen, umso härter versucht der Körper, sie zurückzuholen. Schafft er meistens auch ...

6 HUNGER IM KOPF

Es gibt da jemanden, der nicht will, dass wir abnehmen: unser Hirn. Drosseln wir die Nahrungszufuhr, sorgen Botenstoffe (Neuropeptide) dafür, dass ein Hungergefühl entsteht. Logisch. Füllen wir dann kein Futter rein, sorgen dieselben Botenstoffe unverschämterweise dafür, dass weniger Kalorien verbrannt werden. Das soll Energie sparen. Tja. Schönen Dank auch.

7 KIMS KISTE

Ein gut gepolsterter Hintern hat Vorteile: Man sitzt weicher, kann damit reich werden (wie Kim Kardashian) – und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes vor. Tübinger Forscher haben entdeckt, dass Vorratsspeck hüftabwärts wie ein Schwamm funktioniert, der verhindert, dass Fett in innere Organe wandert und dort größere Schäden anrichtet. Schlürf

8 EINMAL ULKNUDELN MIT SOSSE, BITTE

Und Pasta macht doch glücklich! In einer australischen Studie wurden Übergewichtige ein Jahr lang auf Diät gesetzt – eine Gruppe mit kohlenhydratarmer Kost, die andere mit fettreduzierter. Das Ergebnis: Beide nahmen gleich viel ab, nur die brot- und nudellosen hatten deutlich stärker mit Depressionen und Ängsten zu kämpfen.

9 EIN BLICK GENÜGT

Wie sehr die Medien unsere Idealvorstellung von einem schönen Körper prägen, haben Anthropologen von der Uni Neuchâtel bewiesen. Sie baten 80 Männer und Frauen in einem Dorf in Nicaragua, die ohne TV und Internet leben, am Computer Grafiken von Frauenkörpern zu entwerfen, die ihrem Schönheitsideal entsprechen. Eine Gruppe erhielt danach 15 Minuten lang Katalogbilder mit sehr dünnen Frauenmodels, die andere mit Models in Übergrößen. Bei der Wiederholung der Aufgabe glichen die jeweiligen Gruppen ihr Schönheitsideal den gesehenen Bildern an.

10 DIE DEFINITION VON FETT

Dick = krank? Stimmt längst nicht mehr. Fachärzte aus Kalifornien erkannten bereits, dass Menschen mit Fettpolstern sich besser von Hirnschlägen, Herzinfarkten, Krebs oder Nierenleiden erholen als Bohnenstangen. Dänische Wissenschaftler legen noch einen drauf: Menschen mit einem Body-Mass-Index von 27 haben die höchste Lebenserwartung. Laut WHO gilt man ab einem BMI von 25 bereits als übergewichtig, ab 30 als fettleibig. Die Kopenhagener Autoren fordern die WHO nun auf, die Definition von Übergewicht zu überdenken.


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