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"Harry, warum nicht ich?" Heute weint die kleine Prinzessin in uns

Harry, warum nicht ich? Heute weint die kleine Prinzessin in uns
© Getty Images
Die kleine Prinzessin – steckt sie nicht irgendwie in jedem von uns? Die innere Prinzessin unserer Autorin wollte immer Harry heiraten. Ihr gehts heute also nicht so gut.
von Marie Stadler

Heute wirst du es tun, Harry. Du wirst eine andere heiraten. Das bricht so ziemlich jeder Frau dieser Welt das Herz. Denn entweder, du warst schon immer die Number One unserer inneren Prinzessin oder du warst zumindest das Pflaster auf unseren Seelen, das über die Sache mit Kate hinweggetröstet hat. Na und, dann war er halt vom Markt, der William. Dafür warst ja du noch da. Und am Ende haben es sowieso alle eingesehen: Ein bisschen Bad Boy steht Prinzen einfach ungemein gut. Ich für meinen Teil habe das schon immer gewusst. Ich war schon immer Team Harry. 

Heute müssen wir sehr stark sein

Ganz ehrlich? Ich mag sie ja, deine Meghan. Hab sogar immer Suits geguckt und fand sie auch immer schön. Sympathisch scheint sie auch zu sein und was ihre Familie angeht: Meine ist jetzt nicht viel unpeinlicher. Ich habe also nicht mal Gegenargumente gegen deine Hochzeit mit Meghan, verdammt. Gut, dass meine innere Prinzessin nie über das Vorschulalter hinausgekommen ist. Die braucht gar keine Argumente. Die stampft mit zwanzig Ketten um den Hals und einer selbstgebastelten Krone auf dem Kopf ihre speckigen Füße auf den Boden. Ja, nur dass du es weißt: Du darfst nicht einfach heiraten! ... sagt jedenfalls die kleine Prinzessin.

Liebe heißt loslassen

Nun bin ich ja jetzt tatsächlich schon ein paar Tage älter als mein möchte-gern-royales Inneres.  Ich weiß, dass du verdammt glücklich aussiehst mit deinem Mädchen. Ich weiß sogar, dass sie heute keine echte Prinzessin wird. Nicht mal Kate ist das. Am Ende ist sie einfach nur irgendeine Herzogin oder was weiß ich. Ich für meinen Teil gönne dir also dein Glück von ganzem Herzen.

Aber trotzdem werde ich heute auf dem Sofa sitzen und sehr viele Chips brauchen, um die kleine Prinzessin zu trösten. Ich werd sie fest in den Arm nehmen und ihr sagen, dass sie trotzdem ein Teil von mir bleiben muss. Ich würde sie nämlich sehr vermissen! Vielleicht stell ich neben uns eine Pappfigur von Prinz Philippos. Einfach schon mal zum Gewöhnen. Der ist nämlich auch nicht von schlechten Eltern... um genau zu sein, von königlichen! Und mit Trostprinzen kennen sich Prinzessinnen ja nun mal aus seit Williams Hochzeit.


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