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Mehr als wisch und weg 10 Fakten über Toilettenpapier, die du garantiert noch nicht kanntest

10 Fakten über Toilettenpapier: Eine Rolle Toilettenpapier auf einem schwarzen Tisch.
© Room 76 / Shutterstock
Wisch und weg: Über Toilettenpapier redet man nicht. Dabei ist es eigentlich unentbehrlich. Hier kommen zehn Fakten über Klopapier, die du garantiert noch nicht kanntest.

Einer Legende nach, gaben sich die Römer mit rechts die Hand zur Begrüßung, weil die linke Hand zum Abwischen des Pos genutzt wurde und damit „schmutzig“ war. Ob diese Geschichte wahr ist oder ob es sich hier um einen Mythos handelt, wird sich wohl niemals ganz klären lassen, die Begrüßung hat sich aber bis heute gehalten. Was garantiert feststeht: Die erste Erwähnung von Toilettenpapier findet sich im China des 6. Jahrhunderts.

Allerdings nutzte man damals eher alte Lappen und Stoffreste. Erst 1857 entstand das erste kommerzielle Toilettenpapier, wie wir es heute kennen. Zu diesem Zeitpunkt noch als Einzelblätter in einer Schachtel. Das gerollte Toilettenpapier trat dann 1888 den Siegeszug von Deutschland aus um die Welt an. Weitere lustige und interessante Fakten über das wohl wichtigste Papier für unsere kleinen und großen Geschäfte folgen jetzt.

10 lustige und interessante Fakten über Klopapier

Es gibt Einiges über das wohl wichtigste nebensächliche Papier zu erfahren. Hier zehn witzige und kuriose Fakten über Toilettenpapier:

  1. Rund drei Milliarden Rollen Toilettenpapier verbrauchen die Deutschen jährlich. Das entspricht etwa 750.000 Tonnen Papier oder knapp 38 Rollen pro Person im Jahr. Männer verbrauchen so circa 2.960 Rollen Klopapier in ihrem Leben, bei Frauen sind es sogar über 3.100 Rollen. Das ist eine Menge Klopapier!
  2. Rund 66 Prozent der Deutschen falten ihr Toilettenpapier lieber. Nur etwa sieben Prozent knüllen es. Anders sieht es im angloamerikanischen Raum aus. Hier knüllt die Mehrheit der Menschen das Klopapier.
  3. Roman-Autor Karl-Heinz Jäger schrieb im Gefängnis sein Buch „Die Festung“ heimlich auf Toilettenpapier. 1962 wurde der Roman – dann natürlich auf richtigem Papier – veröffentlicht.
  4. Es gibt einen Toilettenpapier-Rechner, mit dem Unternehmen ihren Bedarf an Toilettenpapier berechnen können. Auf www.blitzrechner.de/toilettenpapier können die Anzahl der verfügbaren Rollen und die Toilettengänge pro Tag eingegeben werden. Der Rechner berechnet dann den Papierverbrauch pro Person im Unternehmen am Tag.
  5. Toilettenpapier wird auf öffentlichen Toiletten häufig als Schutzschicht vor Berührungen mit der Klobrille genutzt. Ein wenig hysterisch, wie eine Studie herausfand. Auf unserem Küchenschwamm finden sich 200.000-mal mehr Bakterien als auf einem WC-Sitz.
  6. In den meisten Ländern wird zweilagiges Toilettenpapier genutzt. Deutschland ist in diesem Fall verwöhnter. Hier wird dreilagiges Toilettenpapier bevorzugt. Diese Dicke ermöglicht übrigens auch das Bedrucken des Papiers. Im Ausland ist das Toilettenpapier meist unbedruckt.
  7. Apropos bedruckt: Vor ein paar Jahren hatte Edeka für kurze Zeit Einhorn-Toilettenpapier mit Zuckerwatte-Duft im Programm. Mit vollem Erfolg, das zauberhafte Klopapier war direkt ausverkauft.
  8. Toilettenpapier gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Nuancen, nur ein Farbton konnte sich bisher nicht durchsetzen, obwohl es das ein oder andere Unternehmen damit versucht hat: Braun. Die Gründe für den Misserfolg konnte bisher nicht geklärt werden.
  9. Ob eine Klopapierrolle nach vorne abrollend aufgehangen wird oder nach hinten abrollend, ist Geschmackssache. In Hotels wird aber die nach vorne abrollende Ausrichtung genutzt. Grund dafür: Durch Falten des ersten Blatts kann das Reinigungspersonal dem Gast anzeigen, dass das Bad gereinigt wurde.
  10. 80 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen recyceltes Toilettenpapier, aber nur knapp 25 Prozent aller privaten Haushalte. Auf der Toilette ist Nachhaltigkeit also nicht gerade die Stärke der Deutschen. Da geht doch noch was! Vielleicht ja mit dem richtigen Klopapier? Wir haben mit Manou Otolski von Goldeimer über Trockenklos, Humusdünger und sozialem Klopapier geredet.

Hier geht es zum Interview mit Goldeimer.  


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