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Weisheit 3 goldene Regeln, die ich von Oma über das Mamasein gelernt habe

Oma-Mamasein
© luckybusiness / Adobe Stock
Wer Kinder hat, weiß: Oma hat öfter einen gut gemeinten Rat parat, als uns manchmal lieb ist – nicht alle sind hilfreich oder überhaupt noch zeitgemäß. Aber es sind auch ein paar Perlen dabei, weil Oma eben doch weise ist.

1. Lass die Kinder einfach machen

Kind: "Mir ist soooo langweilig!", ich: "Ok, worauf hast du denn Lust? Puzzeln, lesen, malen, rausgehen, reingehen, Ball spielen, irgendwas anderes spielen, essen, trinken...?", Kind: "Nein". Es gibt wenig, was mich mehr stresst als die Langeweile meiner Kinder. Dabei soll die nachweislich sehr gesund sein, denn sie fördert Kreativität und Selbstständigkeit.

Was die Forschung heute also wissenschaftlich untersucht, wusste meine Oma Liesel schon viel früher. Denn während ich ständig um mein Kind kreiste, um die passende Beschäftigung für den jeweiligen Langeweile-Modus zu finden, sagte sie: "Kind, jetzt lass doch die Kinder einfach mal machen, denen wird schon was einfallen, wenn sie sich lange genug gelangweilt haben." Gleiches gilt auch für Beschäftigungen, die wir in irgendeiner Form unangebracht oder sinnfrei finden, beispielsweise Kreidereste zu Pulver zermahlen oder mit den Spänen im Anspitzer basteln. Weniger eingreifen, mehr einfach machen lassen sorgt für sehr viel Entspannung auf der Elternseite.

2. Die Zeit rennt, nimm sie dir!

Aufräumen, Putzen, Einkaufen, irgendwas erledigen, schnell noch was nachgucken, eben noch telefonieren, kurz noch dahin fahren: Irgendwas ist doch immer zu tun. Seltsamerweise kommen diese Dinge oft vor unseren Kindern. Klar, wir wollen uns zu Hause wohlfühlen und nicht im Chaos versinken, und manche Dinge müssen erledigt werden, vieles aber auch nicht oder zumindest nicht sofort. ABER: Wenn Oma sagt: "Die Zeit mit deinen Kinder bekommst du nie wieder zurück, wenn du sie dir nicht nimmst", hat sie einfach recht. Und mal ehrlich, woran erinnern wir uns später: daran, dass das Haus aber immer so schön ordentlich war, oder lieber daran, wie viele tolle Momente wir mit unseren Kids hatte? Danke, Oma!

3. Laut werden bringt gar nichts

Oma ist einfach weise und hat schon immer gewusst: Rumschreien bringt nichts außer Frust auf allen Seiten. Willst du, dass man dir zuhört, bleib ruhig. Kannst du das grad nicht, geh lieber kurz in die Küche und atme durch. Muss natürlich nicht die Küche sein, aber einfach raus aus der Situation.

Habe ich getestet, und Oma hatte wieder recht. Alles andere nehmen Kinder irgendwann nicht mehr ernst, und ehrlicherweise erleichtert mich das Gebrüll auch überhaupt nicht, im Gegenteil: Nach einem Wutausbruch plagt mich noch das schlechte Gewissen, und das wiederum macht weiterhin richtig schlechte Laune. Schließlich fühlt es sich auch nicht besonders gut an, die Fassung zu verlieren und laut zu werden. Also durchatmen und dann einmal auf Augenhöhe erklären, was einen gerade auf die Palme bringt. Übrigens: Wer wirklich will, dass Kinder einem zuhören, setzt ein geheimnisvolles Gesicht auf und flüstert – der Tipp ist allerdings von mir und nicht von meiner Oma. Wirkt aber auch. Meistens.

jba Barbara

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