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"Nein" sagen 4 Situationen, in denen du im Job "Nein" sagen solltest

"Nein" sagen: 4 Situationen, in denen du im Job "Nein" sagen solltest
© Tom Werner / Shutterstock
"Nein" – ein Wort, das wir meist nur ungern verwenden, da es häufig mit Überheblichkeit verbunden ist oder man als unkollegial abgestempelt wird. Eigentlich bewirkt es aber genau das Gegenteil. Sich und anderen Grenzen zu setzen, ist wichtig für die eigene Gesundheit, Zufriedenheit und um im Job ernstgenommen zu werden.

Das Wörtchen "Ja" kommt den meisten Menschen deutlich einfacher über die Lippen. Mit "Nein" wird meist etwas Negatives verbunden. Häufig steckt auch Angst dahinter. Viele Arbeitnehmer:innen haben Angst ihren Job zu verlieren, sozial ausgegrenzt zu werden oder selbst keine Hilfe mehr zu bekommen, wenn man danach fragt. Durch das Ja-Sagen erhoffen sich Menschen Anerkennung und Dankbarkeit.

"Nein" sagen – gesund bleiben

Gesunder Egoismus ist gut für uns und deswegen ist ein "Nein" absolut drin. Genau wie das Wort "Nein" wird auch mit Egoismus nichts Positives verbunden. Wichtig ist: Es handelt sich dabei nicht um einen übertriebenen Egoismus in Verbindung mit Gefühlskälte, der fast schon in Narzissmus übergeht, sondern um ein ausgeglichenes Maß.

Es geht darum, sich selbst nicht mit Haut und Haaren dem Allgemeinwohl zu opfern und still und leise zu leiden, sondern klare Grenzen aufzustellen. Diese können vor Depressionen und Burn-out schützen. In den folgenden Arbeitssituationen ist ein "Nein" durchaus angebracht.

Wann soll ich das denn noch machen?

Der Arbeitsalltag ist in vielen Fällen bereits stressig genug. Kommt dann noch ein/eine Kolleg:in oder gar der/die Chef:in mit einem Stapel Arbeit um die Ecke, kann es schnell zu viel werden. Wenn die eigene Arbeit unter zusätzlichen Aufgaben leidet, dann ist es wichtig "Nein" zu sagen.

Mach deinen Sch*** doch alleine 

Hat man häufig genug "Ja" zu zusätzlichen Aufgaben gesagt, dann prägt sich das bei Kolleg:innen und Chef:innen ein. Dabei sollte unbedingt auf subtile Schmeicheleien geachtet werden: "Du kannst das doch immer besonders gut" oder "keiner kann das besser als du". Hier gilt: Vorsicht! Die Kolleg:innen oder Chef:innen wollen höchstwahrscheinlich Aufgaben abladen, auf die sie selbst keine Lust haben.

Wenn Grenzen überschritten werden

Während die einen versuchen, ihre Aufgabe mit Schmeicheleien an die Kolleg:innen zu schieben setzten andere dabei auf Druck und verbale Angriffe. Sollte das der Fall sein, gibt es keinen Weg außer ein klares "Nein", um den Gegenüber in seine Schranken zu weisen.

Wenn Work-Life-Balance eine Wunschvorstellung bleibt

Jeder weiß: Zum stressigen Berufsalltag brauchen Menschen einen Ausgleich. Für die einen ist es der Ausdauersport, um sich einmal so richtig auszupowern, für die anderen ist es ein gutes Buch auf der Couch oder zu lauter Musik durch die Wohnung zu tanzen. Egal was es ist, es ist wichtig. Denn nur so können die Batterien wieder aufgeladen werden. Läuft man Gefahr, dass die Auszeiten durch Mehrarbeit wegfallen, ist auch das ein Grund für ein klares "Nein".

Wer sich nicht sicher ist, ob ein "Nein" jetzt gerade angebracht ist, kann sich folgende Fragen stellen:

  1. Schaffe ich meine Arbeit, wenn ich die zusätzliche Aufgabe annehme?
  2. Was würde das Ja-Sagen jetzt für mich bedeuten? Welche Folgen würde es mit sich ziehen?
  3. Muss ich etwas anderes, zum Beispiel eine Verabredung mit Freunden, dadurch verschieben?
  4. Könnte ich meinem Gegenüber vielleicht Alternativen anbieten?
  5. Wer leidet am meisten darunter, wenn ich die Bitte jetzt ablehne?
  6. Möchte ich die zusätzliche Aufgabe überhaupt machen oder würde ich es nur aus Nettigkeit tun?
  7. Braucht mein/meine Kolleg:in wirklich Hilfe?

Menschen sind grundsätzlich nicht dazu in der Lage, psychisch und physisch zu jeder Zeit für andere da zu sein – auch wenn viele das gerne wären. Darum gilt: Bei jeder neuen Bitte sollte gründlich abgewogen werden, welche Konsequenzen ein "Ja" oder ein "Nein" nach sich ziehen.

Verwendete Quellen: Xing.de

Barbara

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