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Let the fucking magic happen, Baby! 5 Tipps, wie Du magische Momente erlebst

Frau auf Feld
© Marko Gerber / Getty Images
Wer bei magischen Momenten an Sonnenuntergänge am Strand, frisch verliebten Sex und Dinner im Luxus-Restaurant denkt, hat 100 Punkte zur Vor-Corona-Zeit. Wir haben mittlerweile geübt, uns alles selber zu machen. Wirklich alles. Sogar magische Momente sagt unsere Autorin.
Kathrin Kleindorfer

„Let the fucking magic happen!“ sagt Kathrin Kleindorfer (seit 22 Jahren Körperarbeit-Trainerin) und bezieht sich dabei weniger auf Sex, als auf das eigene Charisma. „Wir sind gar nicht so sehr auf Außenbeleuchtung angewiesen, die meisten von uns finden leicht den Schalter, die eigenen Augen wieder zum Leuchten zu bringen.“ meint Kathrin und liefert gleich ein paar Möglichkeiten, wie du magische Momente erlebst:

1. Schräge Überzeugungen umwandeln

Schräge Überzeugungen schränken dich ein.  „Das macht man nicht!“,  „Das werde ich nie können!“ sind dabei die üblichen Verdächtigen! Du bist hier, weil du bisher ziemlich erfolgreich durch dein Leben gekommen bist. Das ist gut! Überraschend ist allerdings, das fast jede:r von uns eine soziale Prägung mit sich trägt, von etwas, „das ganz sicher so ist“. Ob es nun eine Überzeugung über andere Menschen, das Leben an sich oder dich selbst ist – es wirkt sich aus, und zwar vor allem auf dich selbst! Dabei gibt es persönliche Überzeugungen, sowie auch kollektive Überzeugungen. Stell dir deshalb folgende Frage: Schränkt mich diese Überzeugung ein? Dann stimmt etwas nicht, mit dieser Überzeugung! Dann gilt zu überprüfen: Ist das wirklich so? – Und hier kommt ein Trick, ein heißes Ass aus deinem eigenen Ärmel, sozusagen: Denn ob eine Überzeugung tatsächlich für dich relevant ist, oder nur von deinen Eltern und deiner Umwelt vorgegaukelt wird, das kannst du deinen Körper fragen.

2. Dein Körper, dein Kompass

Der Körper ist ein fein abgestimmter, hocheffektiver Kompass für Entscheidungen jeder Art. Es benutzt ihn aber fast niemand. Funktionieren kann der Kompass nur, wenn du ihn benutzt! Dazu gibt es spezielle Übungen, die erlernbar sind.  Oder du probierst es gleich aus: Nimm dir ein Beispiel bei dem du zwischen dem Für- und Wider hin- und hergerissen bist. Bring diese Idee in deinen Körper – wie fühlt sich das an? Voilà – da hast du die Antwort!

3. Lass dich von deiner Intuition führen

Deine Intuition schafft ideale Ausgangspositionen. Pro-und-Kontra-Listen sind eine tolle Sache. Aber es geht genauer: Würdest du tatsächlich deine gesammelten Erfahrungen und dein gesammeltes Wissen aus deinem Unbewussten außer Acht lassen? Die Bezeichnung der Wissenschaft für diese innere Weisheit heißt „verkörpertes Wissen“. Auch du kannst aus diesem Wissen schöpfen. Das braucht nur etwas Übung. Grundsätzlich gilt: Wenn etwas intuitiv stimmig ist, reagiert dein Körper mit einem angenehmen Gefühl. Als Einsteiger-Übung kannst du dich einmal ausgiebig strecken. Ja, jetzt. Dieses Wohlgefühl entspricht ziemlich genau dem, wie der Körper antwortet, wenn etwas stimmig ist. Anders gesagt: Du kannst mit deinem Körper sprechen, du brauchst nur zuhören. Je besser du in Kontakt mit deinem verkörperten Wissen, deiner inneren Weisheit stehst, desto häufiger verhälst du dich genau so, wie es deinem unermesslichen (und nicht eingeengten) Selbst entspricht. Das wirkt sich auch auf deine Umwelt aus. Das was du erlebst, entspricht dir immer mehr. Ereignisse stellen sich ein, die sich tatsächlich magisch anfühlen. 

4. Erkenne dein kreatives Potential

Nutze dein kreatives Potential. Kreative Menschen brauchen Inspiration, oder anders gesagt, um kreativ zu sein, braucht der Mensch Inspiration. Befassen wir uns näher mit Inspiration. Inspiration geht über den Input von außen, dem reinen Betrachten eines faszinierenden Gemäldes, dem Hören von berührender Musik, hinaus: es handelt sich um einen Prozess, der im Körper stattfindet. Inspiration in Aktion ist eine energetische Bewegung im Körper. Hier kommt das Neue in die Welt und kann mit etwas Übung in Worte gefasst werden! Die Übung ist, das, was da kommt immer klarer in Worte fassen zu können und mit dem Körper abzustimmen, zu überprüfen ob es schon stimmig passt oder „noch mehr Info kommt“.

Ein gutes Beispiel für intuitive Wissenschaftler und Erfinder ist neben Albert Einstein auch Hedy Lamarr, alias Hedwig Eva Maria Kiesler aus Wien, später Erfinderin und Hollywood Star. Auch in Bezug auf unseren Punkt Nr.1 war Hedy recht fit: Sie hat für sich entschieden, eine der ersten Nacktszenen der Filmgeschichte zu spielen, weshalb der Film von den Nazis verboten wurde. Im „Rest der Welt“ konnte man den Film im Kino sehen. Ein Stern am Hollywood Walk of Fame, ein Asteroid und eine Straße in Wien wurden nach ihr benannt.

5. Versöhnung mit unseren unbewussten Anteilen

Im Grunde geht es um die gute, alte Selbstliebe. Bist du noch da? Keine Sorge: Nix mit vor dem Spiegel stehen und 10x  „Ich liebe mich“ aufsagen. Das Rezept ist revolutionär einfach. Wir sind nicht entweder gut oder böse, wir sind alles! Wenn du abenteuerlustig bist, fang doch gleich damit an, dich selbst samt der eigenen Gefühle nicht mehr zu bewerten.

So geht’s: Bei jedem „nervigen“ Gefühl einfach nur denken „ah, hat bestimmt seine Berechtigung“ und nicht weiter bewerten. Du brauchst nichts weiter damit zu tun. Hemmungslose Selbstliebe, sich auch mit den nervigen Eigenschaften und Gefühlen einfach toll zu finden macht Spaß und unglaublich stark. Denn alles hat seine Berechtigung: Ungeliebte oder auch anstrengende Gefühle verbannt jeder gerne ins Unbewusste, doch dort bleiben sie dann auch. Der Psychologe Carl Gustav Jung  hat es klar erkannt: „Bis du dem Unbewussten bewusst wirst, wird es dein Leben steuern und du wirst es Schicksal nennen.“ Der Fachbegriff dazu heißt Synchronizität und bedeutet, dass ich im Außen etwas erlebe, was mit meinen tieferen Gefühlen oder Überzeugungen in Resonanz steht. Das bedeutet im Klartext: Bessere und schönere Ereignisse lassen sich bis zu einem gewissen Grad steuern. Das ist Magie! Mit etwas Übung wird Dein Leben zunehmend magisch!

Kathrin Kleindorfer
© Privat

Kathrin Kleindorfer ist seit 22 Jahren Craniosacral-Trainerin in Österreich und Deutschland. Seit Jahren forscht sie an der Möglichkeit, die positiven Effekte des Cranio-Lernens auch für Menschen nutzbar zu machen, die gar keine Körperarbeit erlernen wollen. Mit ihrem Projekt: "The Key" schafft sie Hilfe zur Selbsthilfe, um jederzeit im Körper Wohlbefinden zu spüren, die Weisheit des Körpers als Entscheidungshilfe zu nutzen sowie aufzublühen, indem wir rein gar nichts mehr an uns selbst kritisch bewerten.

Barbara

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