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Abgeguckt 7 Dinge, die wir alle von Alleinerziehenden lernen können

Frau mit Kind
© Catherine Falls Commercial / Getty Images
Alleinerziehend sein ist kein Zuckerschlecken. Alles unter einen Hut zu bekommen und dabei auch noch für die Kinder da zu sein, erfordert schon den ein oder anderen Skill, der nicht nur Eltern hilft und die wir uns abschauen können. 

Alleinerziehende können viele Dinge sehr gut. Was wir aber nicht vergessen dürfen: All diese Dinge lernt man nicht von heute auf Morgen. Entwicklung braucht Zeit, also keinen Druck machen, wenn manches noch nicht so gut klappt. Sich aber selbst einmal zu hinterfragen, zu schauen, was gut tut und was uns unnötig Kraft raubt, ist immer eine gute Idee. Und voneinander lernen auch. Deshalb gucken wir uns heute Skills ab, die viele Alleinerziehende schon richtig gut drauf haben. 

1. Hilfe annehmen

Um Hilfe zu bitten, ist gar nicht so leicht. Doch für Alleinerziehende geht es oft gar nicht ohne. Ein funktionierendes Netzwerk ist unglaublich wichtig, um alles unter einen Hut zu bekommen. Wenn die Familie nicht einspringen kann, sind es Freunde, Kita-Eltern, die Leih-Oma oder Nachbarn. Dinge abzugeben und Hilfe anzunehmen, auch professionelle therapeutische Hilfe, wenn die Seele leidet, ist Lektion eins des How to be alleinerziehend-Handbuchs.

2. Scheiß auf Perfektion

Besuch kündigt sich an, in der Wohnung hat sich das Chaos breit gemacht, die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld, das Bad könnte auch dringend mal eine Reinigung gebrauchen und Kuchen haben wir jetzt auch nicht parat? Jetzt kann man sich stressen und versuchen innerhalb kürzester Zeit, Wunder zu wirken, oder man beschränkt sich auf das Nötigste. Alleinerziehende haben das meist schnell gelernt, einfach, weil es oft gar nicht anders geht oder sie sind so gut organisiert, dass es erst gar nicht zu einer solchen Unordnungs-Eskalation kommen kann. So oder so: Der Besuch stört sich meist nicht an Unordnung, Kekse oder Gummitiere oder ein aufgeschnittener Apfel tun es auch und an all den Dingen, die uns stressen, nörgelt unnötigerweise eigentlich nur unser innerer Perfektionist. Also lieber Fünfe gerade sein lassen, statt einen mentalen Nervenzusammenbruch heraufzubeschwören. Denn genau das ist Selbstfürsorge.

3. Nein sagen

Kannst du nicht noch das und das besorgen? Hier noch kurz helfen? Dich da noch eben kümmern? Ähhh….Nein! Oft laden wir uns den Tag noch voller, obwohl wir schon bis oben hin dicht mit Terminen und Aufgaben sind. Oder wir ertappen uns dabei, uns wieder zu Dingen überreden zu lassen, obwohl wir uns schon beim letzten Mal geschworen haben, das nicht nochmal zu machen. Alleinerziehende haben für solche Dinge keine Zeit und haben schnell gelernt, nur noch die Aufgaben zu schultern, die sie auch tragen können und wollen. Denn Nein sagen muss man eben auch erst lernen, aber dann fühlt es sich gut an.

4. Sich selbst kennen

Es ist kein Geheimnis, dass sich in der Regel niemand aussucht alleinerziehend zu sein. Der Weg dorthin beinhaltet meist eine große Krise, die man erst einmal bearbeiten und überwinden muss. Das Positive daran: Man lernt sehr viel über sich selbst. Alleinerziehende kennen sich und ihre Bedürfnisse meist sehr gut, wissen was sie wollen und was nicht, weil sie sich stark mit sich selbst auseinandersetzen müssen und mussten. Selbstreflektion und sich die Zeit nehmen, sich selbst kennenzulernen ist immer eine sinnstiftende Investition in uns selbst.

5. Grenzen setzen

Unsere Kräfte sind begrenzt und wo die Grenzen liegen, wissen alleinerziehende Eltern sehr genau. Oft müssen sie über sich hinauswachsen, gleichzeitig aber auch lernen, sich selbst zu schützen. Sei es in der Kommunikation mit Ex-Partnern – vor allem, wenn die Trennung nicht harmonisch ablief – aber auch in vielen anderen Bereichen. Wo wir ziemlich schnell auch wieder bei Punkt 1, 2 und 3 ankommen.

6. Niemand ist perfekt

Niemand muss perfekt sein! Danach zu streben raubt nur Energie und am Ende erreicht man doch nie das Ziel. Denn es gibt sie nicht, die Perfektion im Elternsein. Alleinerziehende Eltern vergleichen sich nicht mit anderen, sondern akzeptieren sich mit all ihren Stärken und Schwächen, weil sie gelernt haben, dass alles andere nur Kraft kostet, die sie für die wichtigen Dinge im Alltag brauchen: ihre Kinder.  

7. Selbstwirksam sein

Alleinerziehende haben gelernt, auf ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und selbstverantwortlich ihren Weg zu gehen. Dazu gehört vor allem das Loslassen von Vorstellungen, was zu einem glücklichen Leben dazu gehört und wie man als alleinerziehende Mutter zu sein hat. Überwindet man das, kann man unabhängig, frei und eigenverantwortlich genau den Weg gehen, den man gehen möchte.

Barbara

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