Achtung, Energievampire! 3 Menschentypen, die uns nicht guttun

Angst vor Vampiren? Wenn nicht, solltest du das vielleicht mal überdenken... denn kaum etwas kostet so viele Nerven wie Energievampire. Diese drei Menschentypen machen uns besonders schwach.

von Marie Stadler

1. Der Manipulator

Selbstlos, empathisch und ein bisschen zu gut für diese Welt – Wenn sich der Manipulator selbst beschreiben müsste, dann würde er es mit diesen drei Attributen tun. Doch hinter der Mutter-Teresa-Maskerade sitzt ein Marionettenspieler, der seine Mitmenschen fest im Griff hat. Mit geschickten Hieben und kleinen Kommentaren über dich oder Dritte schafft der Manipulator oder die Manipulatorin es, dass du ganz genau weißt, was erwartet wird, um nicht in Ungnade zu fallen. Hier und da eine Mini-Gefälligkeit bringt dich außerdem in eine unbequeme Lage, wenn der Manipulator deine Strippen zieht.

Warum lassen wir das mit uns machen?

Dass wir immer wieder auf diese Masche reinfallen, ist tatsächlich biologisch erklärbar: Menschen sind Herdentiere, um unser Überleben zu sichern, fallen wir unseren Herdenmitgliedern ungern auf die Nerven und helfen gerne anderen.

Wie wird man solche Menschen los?

Du hast nur zwei Chancen: Den Manipulator aus der Herde schmeißen oder (falls das nicht geht, weil man zum Beispiel in einem Büro sitzt) klar kriegen, dass Biologie nicht immer Recht hat. Heutzutage gilt nämlich: Überleben ist ohne Manipulator definitiv schöner.

2. Der chronisch Verzweifelte

Der chronisch verzweifelte Mitmensch hat keine temporären Probleme. Er besteht sozusagen aus ihnen. In seiner traurigen Bedürftigkeit will er andauernd Rat, Zuflucht und Mitleid von dir. Das Tückische an ihnen ist, dass sie ihre Opfer mit in den Verzweiflungssog ziehen. Ehe wir uns versehen, mosern wir selbst andauernd rum und fühlen uns andauernd  gestresst.

Warum lassen wir das mit uns machen?

Weil das so schleichend beginnt und wir ja eigentlich gerne helfen. Bis wir merken, dass der Verzweifelte IMMER verzweifelt ist, stecken wir schon mittendrin in seinen Problemen. 

Wie wird man solche Menschen los?

Immer wieder Lösungen anbieten, anstatt auf Mitleid zu setzen. Auf Dauer wirst du uninteressant, denn der chronisch Verzweifelte sucht keine Lösungen.

3. Der Forderer

Forderer wissen genau, was sie wollen. Eine gute Freundin hat so oder so zu sein, dass eine Kollegin sich für sie aufopfert, ist selbstverständlich (so wie eigentlich fast alles, was Forderer erwarten) und xy hätte ja wohl mal dieses und jenes anbieten können. Ehrensache. Ob Forderer ihren eigenen Ansprüchen überhaupt genügen, ist völlig gleichgültig, denn selbst wenn sie es tun, macht es die Ansprüche ja nicht besser. Sie gehören sich nicht, denn Freundschaft. Liebe und Gefälligkeiten sind Geschenke, die man nicht erwarten darf. Was nach dem Treffen mit einem solchen Menschen bleibt, ist das fade Gefühl, nicht gut genug zu sein und alles falsch zu machen. 

Warum lassen wir das mit uns machen?

Besonders anfällig sind sehr liebesbedürftige Menschen. Wer als Kind viel Kritik eingesteckt hat, versucht ihr als Erwachsener zu entkommen. Deshalb scheut man die Konfrontation. 

Wie wird man solche Menschen los?

Nur mit einem großen Knall, denn Ansprüche und Forderungen an die Umwelt sind eine Charakterfrage. Mach dir klar, dass (gerade wenn du Konflikte scheust) dein Leben sofort einfacher wird ohne diesen Energiefresser. Du wirst Forderer NIE zufrieden stellen. Je mehr Forderungen du erfüllst, desto höher wird dein Status. Das ist keine gute Nachricht, denn je wichtiger du für einen Forderer bist, desto mehr erwartet er von dir. Schließlich könntest du als beste Freundin der Welt ja wohl mal... Es bleibt dir also nur eins: Nimm die Beine in die Hand und renn. Je unbeliebter du dich dabei machst, desto besser.