Blabla – Warum Frauen so viel reden

Man(n) sagt dir, du quatschst von morgens bis abends? Wir haben die perfekte Antwort! Und die ist sogar wissenschaftlich bewiesen!

von Marie Stadler

Ja, wir reden mehr. Auch wenn es Wissenschaftler gibt, die das in Frage stellen, sind wir uns sicher: Wir brauchen im Durchschnitt einfach ein paar mehr Worte als der Otto-Normalverbraucher-Mann (Ausnahmen bestätigen die Regel). Womöglich brauchen wir auch ein paar mehr Gesprächspartner am Tag als Männer. Und peinliche Stille können wir halt auch nicht so gut ab. Lange Rede (wie immer), kurzer Sinn (wie manchmal): Wir haben schon wesentlich öfter schweigende Männer gesehen als schweigende Frauen. Warum das etwas Schlechtes sein soll, will uns allerdings nicht so recht einleuchten. Unsere Antwort auf Männer, die unseren Redefluss kritisieren: WIR REDEN, WEIL WIR ES SO GUT KÖNNEN!

Reden ist wichtige Arbeit

Soziologen glauben, dass wir unter anderem deshalb so viel sprechen, weil Frauen in der Erziehung darauf ausgerichtet wurden, dafür zu sorgen, dass andere sich wohlfühlen. Das lässt uns peinliche Stille oder eine fehlende gemeinsame Ebene schlechter ertragen. Ist doch nett von uns, oder? Außerdem übernehmen wir gerade innerhalb der Familie wichtige kommunikative Aufgaben: Wir rufen Verwandte an, planen Treffen, wissen meist besser Bescheid über die Termine unserer Kinder... das ist ein wichtiger Job! Und Hand aufs Herz: Wir machen ihn verdammt gut!

Männer, sprecht weiblicher!

Sogar in Management-Magazinen wird Männern geraten, "weiblicher" zu kommunizieren. Wie weibliche Kommunikation geht? 

1. Mehr Fragen stellen

2. Mehr Hörersignale geben

3. Weniger Zwischenkommentare

4. Ausreden lassen

5. Gemeinsamkeiten thematisieren

Wir wollen euch ja gar nicht kritisieren

Wer sich nun furchtbar in seiner männlichen Kommunikation gekränkt fühlt, dem sei gesagt: Das wollten wir nicht. Wir finden es ehrlich gesagt ganz angenehm, dass ihr nicht ganz so viel sabbelt wie wir. Und wir würden auch gar nichts sagen, wenn ihr uns nicht vorwerfen würdet, zu monologisieren und jeden an die Wand zu labern. Also lasst es uns in Zukunft doch einfach so halten: Wir sabbeln, ihr schweigt, und wir feiern uns gegenseitig dafür.

Was die Management-Magazine angeht: Wie wäre es einfach mit ein paar mehr weiblichen Managern, anstatt Männern zu sagen, wie sie weiblicher werden? Mh? Nur mal so als verrückte Idee... 

P.S. An alle schweigenden Frauen und Labertaschen-Männer: Toll, dass es euch gibt! Wir wollen euch natürlich nicht unterschlagen!

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