Drunk Yoga: Mit Wein ist alles nur halb so schlimm! Auch Yoga.

Vergesst Bier-Yoga, Hot Yoga und Nackt Yoga. Jetzt kommt das, was wir wirklich für unser seelisches Gleichgewicht brauchen: Drunk Yoga. Mit Wein!

von Julia Ballerstädt

Mit einem schönen Glas Wein lässt sich vieles leichter ertragen. Eigentlich alles, wenn ich genauer darüber nachdenke. Warum sollte das nicht auch für Sport gelten? Und da haben wir ihn auch schon, den springenden Punkt. Irgendwann entschied ich: "Mein Leben ist stressig, ich brauche jetzt auch mal Yoga": Gleichgewicht für Körper und Seele, Ruhe, innere Einkehr, Entspannung, Achtsamkeit und Selbstliebe, vor allem aber eines: 1,5 Stunden ohne Kindergeschrei. Definitiv das überzeugendste Argument. Also habe ich mich angemeldet: Yoga Basic Kurs Level 0,5. Schließlich bin ich so grazil wie ein Kochklops. Mit den Fingern die Zehen berühren? Theoretisch weiß ich, wie es geht und vor meinem inneren dritten Auge klappt es auch, praktisch muss ich noch ein wenig üben. Und das am besten mit Wein. Zumindest wenn man Eli Walker aus New York Glauben schenken möchte. Die hat nämlich meine neue, allerliebste Lieblingssportart Drunk Yoga in die Bars und Kneipen gebracht.

Drunk Yoga statt After Work Bier

Statt mit den Kollegen nach dem Job noch After Work zu machen, kommt hier die gesündere Variante. Happy Hour in der Bar in stylischen Sportklamotten.

Und so läuft Drunk Yoga ab:

  1. Warm-up: In den ersten 45 Minuten wird erstmal nett bei einem Gläschen Wein geplauscht.
  2. Im Anschluss folgen dann 45 Minuten Vinyasa-Yoga inkl. einem Becher voller Wein und mit Strohhalm versteht sich.
  3. Nachfüllen erlaubt!

Drunk Yoga ist doch kein Sport

Nö, natürlich verbrennt man jetzt nicht so viele Kalorien wie beim Spinning. Aber: Statt sich einen abzumühen, um bei Krieger, Kobra und Co. eine möglichst elegante Figur auf der Matte zu machen oder bei der Planke nicht einfach durchzubrechen, geht es beim Drunk Yoga vor allem um eines: Spaß. In lockerer Atmosphäre soll genau dieser Yoga-Perfektionismus Nebensache sein. Während auf Instagram die #yogini-Influencer die tollsten Verrenkungen ihrer perfekten Körper präsentieren, freut man sich beim Drunk Yoga einfach, dass man nach dem zweiten Glas Wein endlich die Zehen erreicht. Und danach macht man sich in der Happy Baby-Pose vollends zum Löffel. Aber hey, hier sieht es wenigstens bei allen bekloppt aus. 

Für wen ist Drunk Yoga gedacht?

Für alle, die sich selbst nicht so ernst nehmen, auch mal über sich lachen können und gerne neue Leute kennenlernen möchten. Also im Grunde für alle, die auf leichte, unkomplizierte Art und Weise einsteigen wollen. Wer das allerdings bierernst nimmt, der sollte vielleicht doch lieber seine perfekten Posen beim Nackidei-Yoga zeigen, da bekommt man dann vermutlich auch die nötige Anerkennung - aber eben keinen Wein. Wir stossen da lieber beim Drunk Yoga an: Auf unseren Körper und unsere Gemeinschaft. Namaste!

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