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Easy going Slow-Jogging – Entspannt fit werden mit Wellnesslaufen

Frau Joggt in Wald, herbstlich
© Jozef Polc / Getty Images
Joggen ist furchtbar anstrengend. Wie man dabei noch lächeln soll, ist unserer Autorin ein großes Rätsel. Möglicherweise ist sie es bisher aber auch falsch angegangen – und probiert jetzt Slow-Jogging.
von Linda Berger

Beim Joggen ist es so: Entweder man hasst es oder man liebt es. Slow-Jogging lieben wir! Das klingt schon so gemütlich nach Spazierengehen mit Fitness-Effekt, oder?  Aber was genau verbirgt sich eigentlich dahinter?

Slow-Jogging bedeutet lächelnd Laufen

Beim Slow-Jogging geht es natürlich nicht um sportliche Höchstleistungen. Es geht um Genusslaufen. Und Genuss haben wir voll drauf. Entwickelt hat den Laufstil der inzwischen verstorbene Laufguru und Sportphysiologe Prof. Dr. Hiroaki Tanaka aus Japan. Laufen im „Nikoniko"-Tempo – das bedeutet im Japanischen „lächelnd“. Und wie der Name schon erahnen lässt, ist nicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 KmH das Ziel, sondern beim Joggen in dem Tempo zu laufen, dass du dabei noch lächeln kannst. Wohlfühlsport eben!

Und so geht Genusslaufen: 

  1. Du achtest auf eine hohe Schrittfrequenz – etwa 180 bis 190 Schritte pro Minute. Das bedeutet, du trippelst damit sehr langsam, mit kleinen Schritten und landest auf deinem Fussballen, beziehungsweise auf dem Mittelfuss. Die Ferse erhält noch kurz Bodenkontakt. Je kürzer die Schritte, desto einfacher ist das Slow-Jogging.
  2. Es gibt keine Abstoss-Phase wie zum Beispiel beim schnellen Laufen und auch die Phasen ohne jeglichen Bodenkontakt sind durch die schnellen, kleinen Schritte sehr kurz.
  3. Halte deinen Körper aufrecht, Schultern locker und Blick gerade aus. Da dein Körper sich bei dieser Lauftechnik nicht soviel auf und ab bewegt, ist dies besonders schonend für die Gelenke. 
  4. Auch mit dem Slow-Jogging solltest du langsam starten und die Trainingsdauer nach und nach steigern. Der Mittelfußlauf kann ganz schön in die Waden gehen und belastet die Achillessehne. 
  5. Für Laufanfänger empfiehlt es sich in Intervallen zu laufen und zu gehen. Also zwei Minuten Slow-Jogging, dann zwei Minuten gehen und so weiter.
  6. Slow-Jogging kannst du jeden Tag machen, aber starte langsam und vergiss das Lächeln nicht!

Für wen ist Slow-Jogging geeignet?

  • erfahrene Läuferinnen und Läufer als Regeneration
  • Laufanfängerinnen und -anfänger
  • leicht Übergewichtige
  • alte und junge Menschen

Slow-Jogging – gar nicht so einfach wie es klingt?

Das ist meist auch nicht die Schwierigkeit. Das langsame Laufen auch nicht, aber die richtige Frequenz dabei zu erreichen ist nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Unterstützend kannst du dir Musik mit dem passenden Beat anmachen, beispielsweise Danke  von den Fantastischen Vier oder Let’s start a Band von Amy MacDonald geben genau den richtigen Rhythmus vor. Und jetzt immer schön Lächeln!


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