Feeder-Fetisch: Der Mann, der nur fette Frauen liebt

von Björn Krause (Interview)

Barbara.de: Was lieben Sie an einer Frau?

Rubens_Feeder: Ich finde Fett erotisch, sinnlich. Alle Kurven, die eine Frau ausmachen, gäbe es nicht ohne Fett. Brüste etwa bestehen hauptsächlich daraus. Da redet übrigens keiner schlecht drüber. Beim Bauch ist es aber ein Tabu. Ich habe eine Faszination für dicke Bäuche. Ich mag es, wenn sie hängen. Wenn das Fett ganz weich ist. Das finde ich wahnsinnig aufregend.

Sie sind ein sogenannter Feeder, Sie füttern Ihre Partnerinnen immer dicker. Wieso machen Sie das?

Ich stehe drauf, wenn ich an dem Prozess des Dickwerdens maßgeblich beteiligt bin. Eine Frau zu füttern, ihr beim Essen zuzuschauen, das ist für mich sehr intim und kann so erregend sein, als würde ich sie beim Masturbieren beobachten.

Und was empfindet die Frau dabei?

Alles geschieht im gegenseitigen Einvernehmen. Manche Frauen mögen es, sich zu überfressen. Grundsätzlich ist das Füttern und Essen ein Vorspiel, das über mehrere Stunden dauern kann. Bis man dann schließlich Sex hat.

Mit vollem Bauch?

Ich kenne einige Frauen, für die ist das Völlegefühl erregend. Die mögen den Druck, der auf die inneren Organe ausgeübt wird. Dass sie sich nicht mehr bewegen können, kann auch ein erotisches Element sein.

Wissen Freunde und Bekannte, dass Sie ein Feeder sind?

Meine Freunde haben kurz mit den Schultern gezuckt, und das war es dann. Einige übergewichtige Frauen aus meinem Bekanntenkreis sind ausgeflippt. Die finden das schlimm und halten mich für ein Monster.

Wieso reagieren ausgerechnet die Übergewichtigen abweisend?

Für diese Frauen ist Fettsein etwas Schlimmes. Sie kämpfen jeden Tag damit. Es gibt Leute, die all ihre Probleme auf das Dicksein zurückführen: den Job, den sie nicht kriegen. Den Partner, der abgehauen ist.

Leben Sie gerade in einer Beziehung?

Leider nicht. Generell ist es schwierig, eine passende Partnerin zu finden. Entweder teile ich mit den Frauen diese Neigung, dann stimmt aber oft das Zwischenmenschliche nicht. Oder es ist andersherum.

Haben Sie schon viele dick gefüttert?

Das waren etwa 15 Frauen.

Warum sind diese Beziehungen dann letztlich gescheitert?

Nur mit drei dieser Frauen hatte ich eine feste Beziehung. Vermutlich hat es nicht geklappt, weil es dabei in der Hauptsache ums Feeden ging.

Wo suchen Sie nach einer Partnerin, die Ihre Neigung teilt?

Meist im Internet. Ich bewege mich in zwei Welten. Auf virtueller Ebene ist vieles möglich. Im echten Leben ist es dagegen riskant, einer dicken Frau ein Kompliment zu machen.

Wie meinen Sie das?

Wenn ich einer dicken Frau sage, dass sie schön aussieht und wie gut ihr die Pfunde stehen, besteht die Gefahr, dass sie sich verarscht fühlt. Ist mir schon ein paar Mal passiert.

Sagen Sie einer neuen Bekanntschaft ganz direkt, dass Sie sie gern rund füttern möchten?

Das würde ich nie sagen, wenn ich nicht sicher wäre, dass sie das auch möchte. Das Risiko, dass sie durchdreht, wäre zu groß. Vor einem Treffen haben wir uns im Internet kennengelernt und ausgetauscht.

Und der perfekte Ort für das erste Date ist ein Fast-Food-Restaurant?

Ich bin ein Gourmet und achte bei meiner Ernährung auf qualitativ hochwertiges Essen. Fast Food kann ich nicht ausstehen. Als Feeder vermeide ich es aber generell, beim ersten Treffen essen zu gehen.

Warum das denn?

Weil ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe. In einem Restaurant werden die Erwartungen zu groß. Der Druck würde beiden nur auf den Magen schlagen. Und das wäre eher kontraproduktiv.

Sind Sie selbst auch übergewichtig?

Ich arbeite daran, habe aber leider keinen Körperbau, der zu Fettleibigkeit tendiert. Ich wiege im Moment zwar 120 Kilo, bin aber auch 1,93 groß, da verteilt sich das Gewicht relativ gut und fällt kaum auf.

Wie dick wird eine Frau, wenn sie sich auf Sie einlässt?

Das ist unterschiedlich. Ich denke, 150 bis 180 Kilo sind realistisch. Ab 200 Kilo wird es extrem – das in der Realität auszuleben ist eher unwahrscheinlich, aber in meiner Fantasie stelle ich mir schon vor, Frauen auch darüber hinaus zu mästen.

Das Wort „mästen“ klingt aber nicht besonders erotisch.

Für einen Feeder schon. Wenn du das Füttern auf die Spitze treibst, geht es ja genau darum. Die Idee dahinter ist, dass jemand richtig viel zulegt. Was dabei herauskommen soll, ist nicht pummelig oder vollschlank – sondern fett. Da rede ich nicht um den heißen Brei herum.

RUBENS_FEEDER nennt er sich im Internet. Dort sucht er auch nach Frauen, die ihn dick füttern wollen.