Geschenke-Wahnsinn für Kinder: Immer von allem zu viel!

Geschenketürme vor dem Weihnachtsbaum, schweißgebadete Eltern, die nicht wissen, wo sie den ganzen Kram noch unterbringen sollen und Kinder, die nach zwei Geschenken keinen Bock mehr auf Auspacken haben. Merry Christmas! Die Gute Nachricht: Man kann dagegen etwas tun.

"Womit kann man denn deinen Kindern noch eine Freude machen? Wir würden so gerne eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenken. Du hast doch bestimmt noch eine Idee!". - Äh, nein. Die Kleinigkeiten-Geschenkideen sind alle schon aufgebraucht. Für die anderen nahen und ganz weit entfernten Verwandten nämlich, die alle gerne "nur was Kleines" schenken wollen. Und ganz ehrlich, hier stapeln sich noch Rennautos vom letzten Jahr und zwischen den hundert Kuscheltieren passt das Kind kaum noch ins Bett. Wir brauchen nicht noch mehr von dem Kram!

Statt das Geld für unnötigen Schnickschnack aus dem Fenster zu schmeißen, kann man den weihnachtlichen Überfluss auch mit ganz einfachen Tricks im Zaum halten. Hier kommen unsere 5 besten.

Kleckern statt klotzen unter dem Weihnachtsbaum - Geschenke begrenzen

Ja, es klingt undankbar, schließlich wollen alle den Kids eine Freude machen. Nur kommt so ein Kinderzimmer auch irgendwann an seine Spielzeug-Aufnahme-Kapazitäten. Also weise ich freundlich daraufhin, dass wir es dieses Jahr klein halten wollen. Pro Kind nur 5 Geschenke. Das reicht vollkommen aus. Die Kinder glauben sowieso, sie kommen vom Weihnachtsmann - Bedeutet: Es gibt nicht mal Sympathiepunkte für das schönste Geschenk.

Geschenke, die nicht rumstehen - Events verschenken

Tolle Events für die ganze Familie zu verschenken, wie beispielsweise die Musicals Mary Poppins oder König der Löwen in Hamburg, ein Besuch im Legoland, Kindertheater oder Kino mit einer großen Portion Popcorn, ist immer eine klasse Idee. Nichts liegt rum, nichts staubt ein, nichts, über dessen pädagogisch wertvolle Funktion man streiten könnte, müllt das Kinderzimmer voll. Der Weihnachtstraum vieler Eltern, die sich arg zusammenreißen müssen, wenn Tante Gabi wieder mit dem singenden, klingenden Plastikhorror um die Ecke kommt. Und das Wichtigste: Die Kids freuen sich auch über einen Tag, an dem einmal nur Familienzeit auf dem Plan steht. 

Sammelbüchse - Gemeinsam Großes schenken

Ein Fahrrad, das extragroße Playmobil Prinzessinnenschloss, eine Playstation oder der handgeschnitzte Kaufmannsladen: Manche Geschenke stehen zwar ganz oben auf dem Wunschzettel an den Weihnachtsmann, sind aber für einen Schenkenden alleine einfach zu teuer. Warum sich dann nicht einfach zusammentun und gemeinsam ein großes Geschenk statt vieler kleiner machen?

Wer mag, kann auch einfach das Sparschwein der Kinder füttern - eine Investition für die Zukunft quasi.

Wichteln, Julklapp, Engerl und Bengerl - Jeder nur eins

Eigentlich ein Brauch, der vor allem unter Arbeitskollegen, in Vereinen, Schulklassen und Jugendgruppen praktiziert wird. Dabei wird durch zufällige Auswahl für jedes Gruppenmitglied ein anderes Gruppenmitglied bestimmt, von dem es dann beschenkt wird. In Zeiten von Konsummüdigkeit, dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Geschenkeüberfluss für viele Familien eine tolle Alternative, vor allem mit größeren oder auch ganz großen Kindern. Und es spart so viel Stress - Schließlich muss man dann nur noch ein Geschenk besorgen! Traumhaft, oder?

Bestes Geschenk? Zeit!

Ein Ausflug mit der Patentante oder Oma und Opa in den Zoo, das Kindertheater oder zum Schlittschuhlaufen. Gemeinsam besondere Momente erleben, Erinnerungen schaffen und vor allem: ohne Stress und Zeitdruck beieinander sein. Kinder mögen das, Eltern auch. Denn die freuen sich ganz sicher, mal wieder etwas Zeit für sich zu haben. Zwei Fliegen mit einer Klappe also. 

Wer trotzdem hartnäckig bleibt und unbedingt sein Geld loswerden will, kann, statt unnötig Geld auszugeben, an das Kinderhilfswerk, Unicef und Co spenden oder sich anderweitig für Kinder engagieren, bei denen Weihnachten nicht üppig ausfällt. Unsere jedenfalls können sich über das 10. Geschenk schon gar nicht mehr freuen - wir Eltern leider auch nicht. 

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Geschenke-Wahnsinn für Kinder: Immer von allem zu viel! Viele Geschenke unter dem Weihnachtsbaum
Geschenke-Wahnsinn für Kinder: Immer von allem zu viel!

Geschenketürme vor dem Weihnachtsbaum, schweißgebadete Eltern, die nicht wissen, wo sie den ganzen Kram noch unterbringen sollen und Kinder, die nach zwei Geschenken keinen Bock mehr auf Auspacken haben. Merry Christmas! Die Gute Nachricht: Man kann dagegen etwas tun.

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