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Fruchtbar oder unfruchtbar? Hormonfrei durch den Zyklus mit diesen neuen Methoden

Binde mit bunten Zuckerperlen auf rosa Grund
© Carol Yepes / Getty Images
Immer mehr Frauen möchten auf die Einnahme von Hormonen verzichten, dafür aber ihren Zyklus genauer kennenlernen. Gut, dass die FemTech Branche so innovativ ist und neue Methoden auf den Markt gespült hat. Unsere Autorin hat sie ausprobiert.

1. inne – Zyklustracking durch Speichel

Das Berliner FemTech Start-up inne verfolgt einen ganz neuen Ansatz zur Fruchtbarkeitsüberwachung und hilft Frauen dabei, ihren eigenen Zyklus zu entschlüsseln.

So funktioniert’s:

Die inne-Methode, die von Eirini Rapti und ihrem Expertenteam entwickelt wurde, fokussiert sich auf die Beobachtung des körpereigenen Hormons Progesteron, das für eine mögliche Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielt. Mit Hilfe eines Teststreifens wird täglich der Progesteronspiegel im Speichel gemessen. Um ihn auslesen zu können, steckt man den Teststreifen in den inne-reader, der wiederum mit der dazugehörigen App verknüpft ist. Hier kann man dann nach etwa 15 Minuten die Ergebnisse ablesen. Die Höhe des Progesteronspiegels gibt dabei Aufschluss, ob eine hohe Fruchtbarkeit wahrscheinlich ist oder eher nicht. Aber nicht nur das – auch Begleiterscheinungen durch hormonelle Veränderungen, wie Akne, Haarausfall oder unreine Haut, lassen sich dadurch besser nachvollziehen. Außerdem lassen sich auch die Periode und der Zervixschleim in der App tracken. Plus: Es gibt seeeeehr viel spannenden Lesestoff rund um Hormone und den weiblichen Körper.  

Wichtig zu wissen:

  • Diese Methode ist nur für Frauen geeignet, die einen regelmäßigen Zyklus haben. Direkt nach dem Absetzen der Pille empfiehlt sie sich eher nicht, da die Daten nicht aussagekräftig sind.
  • Gemessen werden sollte immer in dem gleichen Zeitfenster von vier Stunden, wobei dieser Zeitraum flexibel gewählt werden kann
  • Immer vor dem Essen messen, da sonst der Speichel verfälscht werden kann
  • Der inne-reader kostet 179 Euro, die Teststreifen ab 28 Euro im Monatsabo.
  • Aktuell gibt es die App leider nur für das iOS Betriebssystem
inne
© PR

2. breathe ilo – Zyklustracking durch Atem

breathe ilo ist eine innovative Form des Zyklus-Trackings, dass Paare mit unerfülltem Kinderwunsch unterstützen und gleichzeitig das Zyklustracking ganz unkompliziert in den Alltag integrieren.

So funktioniert's:

Während des Menstruationszyklus werden Hormone erzeugt, die für Veränderungen des CO2-Gehalts in der Atemluft sorgen. Genau diese Veränderungen misst breathe ilo. Auf Basis dieses Trackings des CO2-Gehalts und weiterer Symptome lernt breathe ilo den Zyklus und sagt ihn genau und zuverlässig voraus. Einfach eine Minute lang atmen und schon hat man das Ergebnis. Getrackt wird das Ganze in der dazugehörigen App, in der auch Störfaktoren, Zervixschleim-Beobachtungen und diverse weitere Symptome vermerkt werden. Wissenswertes gibt es in der App on Top.  

Wichtig zu wissen: 

  • breathe ilo misst die Fruchtbarkeit in Echtzeit. Ähnlich wie ein Ovulationstest, weiß man direkt nach der Messung: fruchtbar oder nicht.
  • Es gibt kein strenges Zeitfenster, in dem die Messung stattfinden muss. Empfohlen wird der Vormittag. Einzig auf Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke sollte mindestens 15 Minuten vorher verzichtet werden.
  • breathe Iio kann entweder für rund 25€ im Monat gemietet werden oder für rund 279€ gekauft.
  • Die App gibt es sowohl für Android als auch für iOS.
breath ilo
© PR

3. Daysy – Zyklustracking durch Temperatur

Das Unternehmen hinter Daysy – Valley Electronics – blickt bereits auf viele Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Zykluscomputern zurück. Das Unternehmen möchte Frauen mit dem nötigen Wissen und Mitteln ausstatten, damit sie fundierte und wichtige Entscheidungen über ihren Zyklus und ihren Körper treffen können. 

So funktioniert's: 

Daysy ist ein intelligenter Fertility Tracker mit dem der Zyklus mittels Temperaturmessung aufgezeichnet und ausgewertet wird. Jeden morgen misst du mit dem Computer deine Basaltemperatur unter der Zunge und gibst ein, ob du deine Periode hast. Daysy berechnet automatisch deine fruchtbaren und unfruchtbaren Tage.

Der Fruchtbarkeitsstatus wird entweder als rotes (Du bist fruchtbar / möglich fruchtbar) oder grünes (Du bist nicht fruchtbar) Licht angezeigt.

Wichtig zu wissen: 

  • Berechnungen beruhen auf dem Messen der Basaltemperatur, also der Körpertemperatur, die du direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen hast. Das dauert oft ein wenig bis man sich daran gewöhnt hat, direkt nach dem Aufwachen zu Daysy zu greifen. Aber einmal in die Morgenroutine integriert, klappt es super.
  • In Kombinationen mit dem lernenden Algorhythmus trifft Daysy die Aussagen über die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage
  • Wissenswert ist auch, dass die Basaltemperatur störanfällig ist. Unregelmäßiger Schlaf, Alkohol und Stress können beispielsweise Einfluss auf die Temperatur nehmen.
  • Der Fertility-Tracker Daysy kostet 290 €.
daysy
© PR

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