Inspiration und Ikone: 5 Dinge, die wir von RBG lernen können

RBG: ein Kürzel, das zunächst an ein mysteriöses Dateiformat denken lässt. Tatsächlich steht es für die Feministin Ruth Bader Ginsburg. Ihr Leben wird dieses Jahr zu Recht sogar gleich zwei Mal auf die Kinoleinwand geholt.

von Eva Manegold

Ruth Bader Ginsburg, die berühmt-berüchtigte 85-jährige Richterin am Obersten Gerichtshof der USA, hat mittlerweile weltweit Kultstatus erreicht. Welcher anderen Juristin wird sonst ein ganzer Fanshop mit Merchandising gewidmet? Bis heute kämpft sie für Gleichberechtigung und gegen Sexismus und gleichzeitig gehört sie zu den großen Stilikonen unserer Zeit. Was für eine Frau!

Die zwei Filme „Die Berufung“ (seit gestern im Kino) und „RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit“ (lief schon im Dezember an) geben uns einen faszinierenden Einblick in das Leben und Wirken von Ruth Bader Ginsburg. Vor allem heute, in Zeiten von #metoo ist es nicht übertrieben zu sagen, dass sie als lebende Legende das Zeug dazu hat, ein Vorbild für uns alle zu sein.

Was wir alle von Ruth Bader Ginsburg lernen können?

1.  Mach dich nicht kleiner als du eigentlich bist

Beginnend mit ihrem Studium in Harvard als eine von nur neun Frauen, hat RBG schon früh darum kämpfen müssen, ihre Rechte auch ausleben zu können. Es fehlte an fairen Dozenten und an Damen-Toiletten, trotzdem beanspruchte RBG selbstbewusst den Platz an der Eliteuniversität, von dem ihr regelmäßig vorgeworfen wurde, dass sie ihn als Frau ja quasi verschwende.

2. Du weißt, wo du hinwillst? Dann lass dich nicht aufhalten!

Es ist zweifellos eine Menge, was sich Ruth schon früh vornimmt. Die Gesetzgebung der USA Stück für Stück so zu ändern, dass niemand mehr aufgrund des Geschlechtes diskriminiert wird. Frauen in der Feuerwehr? Männer, die ihre kranken Eltern verpflegen? Im Amerika der 50er Jahre noch Dinge der Unmöglichkeit. Bis RBG sich traute, diesen eingefahrenen und veralteten Strukturen etwas entgegenzusetzen. Unmögliches wird manchmal eben doch möglich, wenn du es richtig anpackst.

3. Auch viele (ganz) kleine Schritte führen irgendwann zum Ziel

Nur durch ihren fortwährenden, hartnäckigen Einsatz hat RBG in mehr als 40 Jahren und in endlosen Debatten und Verfahren Amerika zu mehr Liberalität und Freiheit verholfen. Echte, nachhaltige Veränderung braucht eben manchmal einfach Zeit.

4. Bloß keine Angst vor Gegenwind haben

Im Laufe ihrer Arbeit als Richterin am Obersten Gerichtshof wich Ruth Bader Ginsburg mit ihrer Meinung mehrere Male vehement von der vorherrschenden Mehrheit ab, zum Beispiel beim Thema Schwangerschaftsabbruch oder der Todesstrafe. Offen zu widersprechen ist schwer und anstrengend. Trotzdem halten wir es lieber gleich wie Ruth und sagen :“We dissent!“

5. Lebe dein Leben nicht einfach nur so, wie andere es gerne hätten

Kaum überraschend: Bader Ginsburg muss sich zunehmend anhören, sie sei zu alt für ihre Arbeit als Richterin am Supreme Court und wie schon zu Beginn ihrer Karriere sind es vor allem Männer, die sich mit ihrer selbstbewussten und unabhängigen Einstellung absolut nicht anfreunden können. Aber um es mit ihren Worten zu sagen: „So lange ich den Job noch machen kann, werde ich ihn auch machen.“ Von diesem Selbstbewusstsein schneiden wir uns gerne eine Scheibe ab!

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