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Kaputt und ausgelaugt? Anzeichen, dass du emotional erschöpft bist

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© Rafa Elias / Getty Images
Nicht nur unser Körper kommt ab und an an seine Belastungsgrenzen. Wenn wir uns mental erschöpft fühlen, ist es Zeit für eine Auszeit. Welche Anzeichen darauf hindeuten, dass es höchste Eisenbahn ist, erklärt unsere Autorin.

"Weißt du, es ist gar nicht so, dass ich mich körperlich so schlapp fühle, sondern eher total erschöpft. So ausgebrannt. Und das obwohl ich eigentlich außer Home Office gerade gar nicht so viel zu tun habe."

Sätze, die ich derzeit sehr oft gehört habe, von Freund:innen, Kolleg:innen, Menschen an der Supermarktkasse und beim Belauschen fremder Telefonate in der U-Bahn. Corona-Nachwirkungen nennen ich das insgeheim. Und ich kenne es auch, diese komische Mischung aus Müdigkeit und innerer Leere. Wenn man abends am Küchentisch sitzt und eine halbe Stunde auf den Abwasch starrt, weil man sich einfach viel zu erschöpft fühlt, um den jetzt auch noch zu erledigen. Das letzte Jahr hielt viel für uns bereit, aber wenig zum Auftanken und Kraftschöpfen.

Höchste Zeit für eine Pause

In unserem Alltag funktionieren wir. Unser Leben hat Abläufe, die sich jeden Tag wiederholen, To Do-Listen, die erledigt werden wollen, Jobs, die wir machen und Familien und Freundschaften, um die wir uns kümmern möchten. Dabei kann es leicht passieren, dass wir manchmal schlicht gar nicht bemerken, wie kaputt wir eigentlich sind und dringend mal den Pausenknopf drücken sollten. Umso wichtiger ist es, die Anzeichen im Blick zu haben.

Emotionale Erschöpfung, was ist das?

Dass man sich nach einem anstrengenden Tag müde fühlt, ist ganz normal. Doch was, wenn man dauernd müde und erschöpft ist? Spätestens dann sollte man seine emotionalen Ressourcen checken, denn emotionale Erschöpfung ist ein Merkmal von Burnout. 

Anzeichen emotionaler Erschöpfung

  • Du hast Schwierigkeiten ein- und/oder durchzuschlafen
  • unvorhergesehene Vorkommnisse bringen dich schnell aus der Fassung und geben die das Gefühl die Kontrolle zu verlieren
  • du lenkst dich ständig ab, damit du dich nicht mit deinen Problemen auseinandersetzen musst
  • du fühlst dich müde und ausgelaugt, kommst aber trotzdem nicht zur Ruhe, wenn du Abends im Bett liegst
  • du kannst dich nicht mehr an Dingen erfreuen, die dir sonst Spaß gemacht haben
  • du trinkst übermäßig viel Alkohol, treibst exzessiv Sport oder hast Essattacken, um runter zu kommen
  • du bist sehr viel negativer als sonst
  • Kritik wirft dich aus der Bahn
  • du entwickelst Ängste oder hast Panikattacken
  • du bist angespannt, gereizt und fährst schnell aus der Haut
  • du kannst dich schlecht konzentrieren, weil dein Kopf die ganze Zeit in Gedankenspiralen festhängt
  • du fühlst dich hilflos in deiner Situation und hast das Gefühl, keinen Ausweg zu finden

Keine Panik, aber Obacht

Diese Symptome sind natürlich recht unspezifisch. Wenn du mal einen schlechten Tag hast und dir abends ein Glas Wein mit Chips und Schokolade gönnst, heißt das noch nicht, dass du Burnout gefährdet bist. Dennoch weisen diese Symptome durchaus auch auf schwerere psychische Erkrankungen hin, denen wir unbedingt vorbeugen wollen. Geht es dir häufiger nicht gut, ist es höchste Zeit für die Reißleine. Pass auf dich auf und suche dir gegebenenfalls Hilfe bei Freud:innen, Familie oder bei Profis. 

Quellen: Instagram/schnupfen.im.kopf, ratgeber-energie.de

Barbara

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