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LGBTQ+ 10 Sätze, die queere Menschen nicht mehr hören können

LGBTQ+: 10 No-go-Sätze
© Carles Navarro Parcerisas / Getty Images
Von nett gemeint, bis voll daneben – diese Aussagen und Fragen können schnell nach hinten losgehen. Also besser verkneifen!

Eins vorweg: Bist du queer oder gehörst der LGBTQ+-Community an und liest die kommenden Aussagen, warnen wir dich schon mal vor: Folgende Sätze können heftiges Augenrollen verursachen.

Für alle anderen: Vielleicht fühlt ihr euch beim Lesen ertappt, da ihr den ein oder anderen Satz selbst schon mal gesagt habt und euch jetzt denkt: "Hey, das habe ich doch nicht böse gemeint!". Das schützt aber trotzdem nicht davor, dass die Aussage in den meisten Fällen verletzt. Umso wichtiger, dass ihr jetzt hier seid, denn höchstwahrscheinlich habt ihr auf den Artikel geklickt, damit euch genau das nicht mehr passiert. Also los geht´s: 

1.  Das ist doch nur eine Phase

Achtung: Hetero zu sein, ist auch eine Phase und nächste Woche ist man vielleicht schwul. (*Ironie aus*)

2. Wer von euch ist eigentlich die Frau/ der Mann in der Beziehung?

Gegenfrage: Welches Stäbchen im Asia-Imbiss ist das Messer und welches die Gabel? Spaß bei Seite: Komischerweise analysieren Menschen oft die Beziehung queerer Pärchen und vergleichen diese mit dem "klassischen" heteronormativen Beziehungsmodell (zwischen Mann und Frau). Das kann nur schief gehen! Denn wie auch unter hetero Pärchen – jede Partnerschaft ist anders. 

3. Aber nicht, dass du dich jetzt in mich verliebst

Manchmal schadet es nicht, sein eigenes Liebesleben und die damit verbundenen Verhaltensweisen unter die Lupe zu nehmen. Sprich: Man verliebt sich ja auch nicht gleich in jeden, den man neu kennenlernt. Und zugeben klingt der Satz auch ein bisschen narzisstisch, oder?

4. Ich habe ja nichts gegen schwule Männer, aber ...

... lass doch einfach stecken.

5. Das sieht man dir ja gar nicht an! 

Oder anders gesagt: Schubladendenken vom Feinsten. Ja, der Kopf arbeitet gerne mit Klischees. So kann man andere Menschen beim Kennenlernen besser einordnen und einschätzen. Doch dieser Macht der Gewohnheit muss man bewusst entgegenwirken. Nicht jeder Mensch – queer oder hetero – entspricht dem einen Muster und keinem ist die sexuelle Orientierung auf die Stirn geschrieben. 

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6. Willst du später keine Kinder haben?

Ein Satz, der allgemein bei Frauen oft Frustration auslöst, weil der Kinderwunsch ein sehr intimes Thema ist. Außerdem darf man dabei nicht vergessen, dass es Alternativen (Adoption, künstliche Befruchtung etc.) gibt. 

7. Ach, so eine Verschwendung für die Hetero-Welt!

Diese Aussagen fällt unter die Kategorie: Gut gemeint, aber schlecht umgesetzt.

Damit werden oft trans Personen konfrontiert

8. Bist du im falschen Körper geboren?

Einen "falschen Körper" gibt es per se nicht. Denn bestimmte optische Merkmale bestimmen nicht die Identität eines Menschen.

9. Hattest du schon die OP?

Es gibt meist nicht die eine Operation. Zudem: Die Frage ist sehr intim und könnte für die Person eventuell eine Grenze überschreiten.

10. Als du noch (Name) warst, ...

Viele trans Personen, die sich outen, empfinden den abgelegten Namen als sehr unangenehm. Übrigens: Für das Verhalten, jemanden beim alten Namen zu nennen, gibt es sogar einen Begriff – Deadnaming.

Barbara

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