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Umweltbewusst leben Nachhaltiger Alltag ohne Verzicht

Umweltbewusst leben: Frau im Unverpackt-Laden mit einer nachhaltigen Netztasche
Habt ihr schon mal geguckt, wo es in eurer Nähe Unverpackt-Läden gibt? 
© Natalia Deriabina / Shutterstock
Täglich umweltbewusst zu leben ist leichter, als die meisten von uns annehmen. Wir zeigen dir einfache Wege, wie etwa beim Einkaufen, Einrichten und Recyceln, um Ressourcen zu schonen und nachhaltig zu leben. 

Prinzipiell sind es nur kleine alltägliche Gewohnheiten, die du verändern kannst und schon verringerst du nicht nur deinen persönlichen Co2-Fußabdruck, sondern tust auch etwas gegen dein schlechtes Gewissen, nichts ausrichten zu können. Umweltbewusst leben ist nicht schwer! Um dir das zu beweisen, haben wir eine Auswahl an Ideen gesammelt, wie du deinen Alltag mühelos bewusster gestalten kannst. 

1. Einkaufen:

… mit dem Jutebeutel

Weder Plastik- noch Papiertüte sind ideal, um nachhaltig einzukaufen. Wir empfehlen, eine eigene Stofftasche oder einen Einkaufskorb. Und wenn's dann doch mal passiert und ihr eine Tüte kaufen müsst, ist es halb so schlimm. Je weniger Tüten gekauft werden, desto besser. Und dann kann man sie auch noch ein paar mal verwenden. 

Fest statt flüssig 

Das gute Stück Seife feiert sein Comeback! Ob für die Haare, den Körper oder die Hände – in Pappe verpackt ist noch besser als in Plastik und somit eine super nachhaltige Alternative zu Flüssigseife, flüssigem Shampoo und Duschgel.

Außen Pfui, innen hui 

Komplett auf Verpackungen zu verzichten ist natürlich noch besser! Habt ihr euch schon mal erkundigt, wo es in eurer Nähe Unverpackt-Läden gibt? Verpackungsfreie Lebensmittelgeschäfte gibt es viel mehr als ihr glaubt. Besonders in großen Städten boomt das Business. Kein Wunder, immer mehr Menschen kommen auf den Geschmack ihre mitgebrachten Behälter auffüllen zu lassen und so Verpackungsmüll zu reduzieren. Und mal ehrlich: Es muss nicht der gesamte Wocheneinkauf sein, kleine Schritte reichen.

Doppelte Sparsamkeit

Wie die britische "Huffington Post" schreibt, hat 2015 eine Studie ergeben, dass eine Frau in ihrem Leben im Durchschnitt etwa 20.000 Euro für Periodenartikel ausgibt. Tampons und Binden sind teuer, aber zum Glück gibt es Menstruationstassen, sogenannte "Menscup" dank denen wir nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Müll einsparen können. Einfach mal ausprobieren, Ladies! 

2. Recyceln

Recycling und Upcycling bedeutet Abfall zu reduzieren, bewusst zu entsorgen und Produkte wiederzuverwenden, welche die meisten von uns wohlmöglich wegwerfen würden. Hinterfragt was ihr entsorgt: Ist das jeweilige Teil doch noch gebrauchstüchtig oder könnte es einen anderen Zweck erfüllen? Fragt euch, wie ihr entsorgt. Zum Beispiel nehmen viele Mode- und Kosmetikfirmen Plastikverpackungen zurück und machen es den Käufer:innen nicht nur leicht, sondern belohnen sie sogar dafür mit günstigen Nachfüllpreisen. Generell gilt beim nachhaltigen Einkaufen auf Qualität zu setzen und langjährige bewusste Anschaffungen zu tätigen.

Abschminken mal anders … 

Mit wiederverwendbaren Abschminkpads aus Baumwolle oder Wattestäbchen aus Silikon lässt sich auch jede Menge Abfall sparen. Im ersten Moment ungewohnt, aber unsere Zahnbürste benutzen wir ja auch mehrmals. Wem das nicht gefällt, der sollte herkömmliche Wattepads richtig entsorgen. Denn: Watte wird im Restmüll entsorgt und kann somit nicht recycelt werden! 

3. Ernähren: 

Weniger ist mehr 

Bei vielen landet morgens die Salami-Scheibe auf dem Brot, mittags die Putenbrust im Salat und abends Rindfleisch auf dem Burger. Wie wäre es, der Umwelt zuliebe, nur ein- bis zweimal pro Woche Fleisch zu essen, anstatt mehrmals täglich? Das bedeutet nicht, dass wir von heute auf morgen vegan leben müssen! Trotzdem schadet es nicht zu wissen, dass die Produktion von Fleisch bis zu 28-mal mehr Fläche benötigt als für die Produktion von Getreide. Hinzu kommt, dass die Produktion von einem Kilogramm Fleisch für die Umwelt genauso schädlich, wie eine Autofahrt von 250 Kilometern ist, weil durch Tierhaltung und Futtermittelbereitstellung große Mengen an Luftschadstoffen entstehen. 

Reste-Kochen

Schon mal was von der No-Waste-Küche gehört? So viele Lebensmittel landen jährlich im Müll. Ihr könnt sparsam mit wertvollen Ressourcen umgehen, indem ihr spontanes Einkaufen vermeidet und nur im Einkaufswagen landet, was wirklich verbraucht werden soll. Wem das schwer fällt, dem empfehlen wir einmal in der Woche einen kreativen Kochtag einzuplanen. Hier werden Reste in der eigenen Küche gesucht und spontan überlegt was für ein Gericht aus den übergebliebenen Zutaten gezaubert werden kann. 

4. Einrichten:

Umweltbewusst Leben, im Alltag und in den eigenen vier Wänden? Kein Problem! Ob Möbel, Deko, Beleuchtung, Wandfarben oder Pflanzen – den eigenen ökologischen Fußabdruck können wir auch ganz leicht mit nachhaltiger Einrichtung minimieren. Erstens, setzt nicht auf jeden Living-Trend. Die Mode- als auch die Interiorbranchen sind schnelllebig. Bedeutet, dass nicht jede Blumenvase, die gerade gehypt wird, gekauft werden muss. Findet euren eigenen Geschmack, dann habt ihr lange etwas von der Einrichtung. Zweitens: Kauft Second-Hand Möbel. Drittens, achtet auf die Qualität, die Materialien und vermeidet Möbel aus Tropenhölzern.

Verwendete Quellen: umweltberatung.at, utopia.de

Barbara

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