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Zum Klugscheißen: 5 Wahrheiten über die Periode, die nicht jeder weiß

Periode: Tampons liegen nebeneinander
© Kokulina / Shutterstock
Manche Dinge im Leben muss man nicht verstehen (das deutsche Steuersystem). Über andere sollte man jedoch bestens informiert sein (unsere Periode). Für zweites Problem versorgen wir euch mit 5 Menstruations-Fakten, die jeder wissen sollte. 
Von Hannah Fiebig

1. Nach der ersten Periode ist man noch nicht geschlechtsreif

Bekommt man das erste Mal seine Periode, ist man noch nicht fruchtbar. Es ist sogar so, dass die meisten Mädchen in den ersten anderthalb bis zwei Jahren einen sogenannten anovulatorischen Zyklus haben. Bei dieser Art findet noch kein Eisprung statt. Erkennen, ob man bereits schon fruchtbar ist, kann man jedoch selbst nicht. Deshalb gilt natürlich schon ab dem ersten Geschlechtsverkehr, immer zu verhüten. 

2. Eine Blutung kann man auch während der Schwangerschaft bekommen

Wer kennt diese Situation nicht? Die Periode verspätet sich um einige Tage und schon fängt man an, sich Sorgen zu machen. Panisch zählt man zurück, wann der letzte Eisprung war, und verrechnet sich gefühlt dreimal beim Abgleichen, ob man zu dem Zeitpunkt Sex hatte. Die Schweißperlen rollen von der Stirn und plötzlich sieht man überall Schwangere. Dann die Erlösung – man bekommt seine Tage. Endlich! Allerdings muss man im Hinterkopf behalten, dass auch während einer Schwangerschaft monatliche Blutungen vorkommen. Das hat jedoch eine andere Ursache. Grund können hormonbedingte Schwangerschaftsblutung, die im frühen Stadium der Schwangerschaft ebenfalls zyklisch auftreten und durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft bedingt ist, sein. Deshalb im Zweifel lieber einen Schwangerschaftstest machen. 

3. Mädchen bekommen früher ihre Periode als vor 200 Jahren

In Deutschland bekommen Mädchen im Durchschnitt im Alter von 12,5 Jahren ihre erste Blutung. Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch blieb man etwas länger verschont. Im Schnitt trat mit 16,5 Jahren die erste Menstruation ein. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir sind heute besser ernährt als damals. Wann die erste Periode auftritt, wird nämlich von unserem Gehirn bestimmt. Erst wenn man ausreichend Fettreserven hat, um ein Baby auszutragen, werden genügend Sexualhormone ausgeschüttet, die dann wiederum die Periode ermöglichen. 

4. Starke Regelblutungen sind nicht normal

Viele Frauen quälen sich jahrelang mit extrem starken Blutungen, weil das oft als "normal" gilt. Jedoch ist ein Blutverlust von mehr als 80 Milliliter während der Regel oder eine Blutung, die länger als acht Tage dauert, nicht üblich. Bevor der Messbecher rausgeholt wird, hier ein kleiner Vergleich zum Abschätzen. Die Menge entspricht 16 vollgesaugten Normal-Tampons oder acht Super-Tampons. Wer so stark blutet oder während der Tage sehr starke Schmerzen hat, sollte lieber einen Arzt aufsuchen. 

5. Eine Woche vor der Periode verbrennt der Körper mehr Kalorien

Die besten Nachrichten zum Schluss: Kurz vor der Menstruation verbrennen wir mehr Kalorien. "Studien haben gezeigt, dass Frauen in den letzten Tagen ihres Zyklus nur etwa 100 bis 200 Kalorien mehr zu sich nehmen. Und selbst diese geringe Menge wird wieder aufgefangen – denn in der gleichen Zeit kommt es zu einer um rund fünf bis zehn Prozent gesteigerten Stoffwechselaktivität.", heißt es im Gesundheitsmagazin "PraxisVita“. Bedeutet: Wenn wir dann mal wieder Lust haben, eine ganze Tafel Schokolade zu verdrücken, können wir das ohne schlechtes Gewissen. Hach!

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