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Personal Live Driver® Analyse Was kann der Persönlichkeitstest?

Frau mit fragendem Gesichtsausdruck
© Jessie Casson / Getty Images
Unsere Autorin ist genervt von sich selbst. Sie ist müde, unmotiviert und irgendwie leer. So soll es nicht weitergehen. Deshalb lässt sie sich selbst unter die Lupe nehmen. Was bei ihrer Personal Live Driver ® Analyse herausgekommen ist, verrät sie hier. 

Eigentlich geht es während des Telefonats mit Dr. Kathrin Vergin um emotionales Essen. Doch die Psychologin und Ernährungsberaterin hat noch etwas anderes im Portfolio ihres 360° Health Lab, nämlich die Personal Live Driver ® Analyse, kurz PLD. Was sich dahinter verbirgt, frage ich. Find es doch raus, sagt sie. Gesagt, getan. Schließlich brauche ich definitiv einen gehörigen Anstoß, um positiver in dieses Jahr zu starten, als ich aus dem alten gegangen bin. 

Personal Live Driver ®: Was ist das?

Vereinfacht gesagt, sind unsere Personal Life Driver ® das, was uns im Leben antreibt. Jeder Mensch verfügt über 32 unterschiedlich stark ausgeprägte intrinsische Motivationsfaktoren, die jeweils paarweise angeordnet sind, also zum Beispiel innere vs. äußere Bestätigung, Struktur vs. Flexibilität. Um herauszufinden, welches meine Treiber sind und was meine Bremsklötze, dekodiert Kathrin Vergin meine individuellen Motivations- und Bedürfnisfaktoren und bildet sie dann symbolisch in einem Energiemodell ab. Ganz oben in der Batterie finden sich die vier für meine Persönlichkeit prägnantesten Faktoren, gefolgt von 12 weiteren in nicht ganz so essentieller Ausprägung und zum Schluss gibt es dann noch die uns alle innewohnenden Ambivalenzen. Das übergeordnete Ziel des PLD Coachings ist es, den eigenen Flow-Zustand zu reaktivieren. Denn jede Veränderung ohne die PLD kostet Kraft und Energie, ist alles im Einklang, gibt uns das Energie. Indem wir unser emotionales Konto wieder ins Plus bringen, können wir Krisen vorbeugen oder ihnen gestärkter entgegentreten.

So läuft die Analyse ab: 

In einem Fragebogen kreuze ich auf mich zutreffende Aussagen an. Daraus ergibt sich am Ende mein Persönlichkeitsprofil, woraus sich wiederum meine Bedürfnisse ableiten lassen. Das ist deshalb wichtig, weil die Bedürfnisse, die wir befriedigen, uns Energie geben, während unbefriedigte Bedürfnisse uns Energie kosten. Je besser wir auf unser Bedürfnisgleichgewicht acht geben, desto besser geht es uns und unserer Motivation. Die Analyse soll mir Antworten über existentielle Fragen liefern: Wer bin ich (wirklich)? Was treibt mich (wirklich) an? Warum bin ich, wie ich bin? Warum fühle ich mich so, wie ich mich fühle?

Und sie liefert Antworten...

In einem persönlichen Gespräch wertet Kathrin mit mir gemeinsam meine Antworten aus und erklärt mir, was es damit auf sich hat. Einiges kommt mir sehr bekannt vor, anderes überrascht mich. Doch obwohl ich anfangs skeptisch war, kann ich ihr bei beinahe allem, was sie sagt, zustimmen – auch bei den Eigenschaften, die ich nicht besonders schmeichelhaft finde. Aber so erklärt sich, warum ich wie in bestimmten Situationen handle, wo meine Energiefresser hocken und was mich stärkt. Dabei werden meine Eigenschaften nach Ausprägung gewichtet, aber auch Ambivalenzen aufgedeckt. So erklärt sich auch, warum einige Situationen oder auch der Umgang mit manchen Menschen für mich schwieriger ist und mir anderes leichter fällt. Erkenntnisse, die nicht nur bei mir für mehr Verständnis für mich selbst Sorgen, sondern gleichzeitig genutzt werden können, meine Stärken zu stärken und mit den Aspekten, die mir Schwierigkeiten bereiten, besser leben und sie vor allem auch erklären zu können.

Build whats strong 

Auf den ersten Blick klingt das, was Kathrin mir zu sagen hat, nicht so erbaulich. Sondern kommt mir so vor, als wäre ich ein prinzipientreuer, idealistischer Kontrollfreak, der gerne isst, viel Bestätigung braucht, Party macht, dabei aber immerhin sehr kontaktfreudig, großzügig und aktiv ist. Glücklicherweise ist es dann aber doch nicht so schlimm. Im Gegenteil. Jedes meiner Persönlichkeitsmerkmale hat positive Aspekte und auf die geht Kathrin in ihrer Auswertung ein. Denn positive Psychologie ist das, was uns Kraft gibt. 

Ein Beispiel: 

Stark ausgeprägt ist bei mir "äußere Bestätigung". Mein erster Gedanke: Oh nooo, offenbar bin ich ein sehr unsicherer Mensch, dem man ständig sagen muss, dass er alles richtig macht und das auch okay ist. Was Kathrin sagt: "Du strebst nach Perfektion und brauchst als Feedbackkanal überwiegend die Bestätigung von Außen. Ständig am Selbstvertrauen zu arbeiten ist eine große Herausforderung, da es für dich wichtig ist, dass du ein positives Feedback zu dir als Person und deiner Arbeit erhältst. Kritik verletzt dich. Du fühlst dich sehr wohl und leistungsfähig, wenn du das Gefühl hast, dass andere hinter und zu dir stehen. Dein Drang nach Perfektion macht dich auch im Umgang mit anderen Menschen sehr sensibel für Kritik und Anerkennung. Du hast sehr feine Antennen und kannst spüren, was andere gerade brauchen und das ebenfalls geben. Dein Bestreben ist es, Fehler zu vermeiden. Wird dieses Streben nach Perfektion befriedigt, stärkt es dein Selbstvertrauen. Bleibt es hingegen unbefriedigt, fühlst du dich unsicher. Was aber auch daraus resultiert, ist der Kontakt zu anderen: Du liebst den Austausch. Andere Meinungen sind dir wichtig und du stehst mit vielen Menschen in Kontakt, während sich Menschen mit einer hohen inneren Bestätigung gern in sich zurückziehen und ihnen das, was dir leicht fällt, zu schaffen machen kann." Also, alles in allem doch ganz okay, oder?

Und was mache ich nun mit den Infos?

Ähnlich sieht das Ganze mit den anderen mir innewohnenden Eigenschaften aus. Auf den ersten Blick habe ich das Gefühl, die Analyse zeigt mir eher meine Schwächen, als meine Stärken. Auf den zweiten zeigt sie allerdings vielmehr auch die Stärken meiner Schwächen und gleichzeitig das, woran ich arbeiten kann. Dabei geht es nicht darum, ein anderer Mensch zu werden, sondern vielmehr mit mir selbst besser umzugehen. In Bezug auf äußere Bestätigung hieße das beispielsweise, mein Selbstvertrauen zu stärken und zu lernen, auf meine innere Stimme zu hören und ihr zu vertrauen. Gleichzeitig ist es aber auch vollkommen okay, in den Dialog mit anderen zu treten und sich Feedback zu holen. Und hier kommt Kathrin wieder ins Spiel, denn im nächsten Schritt kann man sich von ihr coachen lassen und Dinge, die man sich genauer anschauen mag, mit ihr gemeinsam bearbeiten. 

Hat es sich gelohnt?

Durchaus! Ich bin nicht nur um ein paar Erkenntnisse reicher, sondern sehe auch meine Baustellen klarer und kann besser mit mir in den Dialog gehen, aber auch anderen besser erklären, warum ich in bestimmten Situationen reagiere, wie ich reagiere. Das ist enorm hilfreich. Gleichzeitig finde ich das Coaching-Angebot super für all jene, die vielleicht auch nur Dinge im Kleinen angehen wollen und nicht gleich eine umfangreiche Psychotherapie benötigen. Und auch dann, wenn die Motivation richtig im Keller ist und wir ein paar Ressourcen reaktivieren müssen, um uns nicht weiter selbst auf die Nerven zu gehen.

Portrait Kathrin Vergin
© Markus Hertrich

 Dr. Kathrin Vergin ist onkologische Chemikerin und hat viele Jahre lang über das Ernährungsverhalten von Frauen mit Brustkrebs geforscht. Parallel arbeitet sie seit mehr als 10 Jahren als Ernährungscoach und Psychotherapeutin und schult Privatpersonen und Unternehmen. Wer sich von ihr coachen oder anderweitig unterstützen lassen möchte, findet sie in ihrem Gesundheitszentrum 360° Health Lab. In ihrer Freizeit ist Kathrin Vergin Triathletin und trainiert für den Ironman.


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