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Psychologie 6 total bescheuerte Dinge, die auch die klügsten Menschen immer wieder tun

Psychologie: Eine kluge Frau, die dumm guckt
© PhotoAlto/Michele Constantini / Getty Images
Egal wie klug ein Mensch ist, fast alle machen manchmal Sachen, die einfach nur strohdumm sind. Keine Ahnung, wovon die Rede ist? Macht nichts – dafür haben wir ja Beispiele.

Wie sprach einst ein großer Philosoph der Neuzeit: "Dumm ist der, der Dummes tut." Natürlich liegt es uns fern, an dieser Weisheit zu zweifeln. Zumal wir wissen: Tatsächlich hat sie der Philosoph namens Forrest, Forrest Gump, seiner Mutter nachgeplappert und Mütter irren bekanntlich nie. Allerdings würden wir den Gedanken gerne ergänzen, und zwar um den Zusatz: "Auch Klugheit schützt vor dummen Taten nicht." Und dafür gibt es jede Menge empirische Belege ...

6 dumme Dinge, die auch kluge Menschen immer wieder tun

Prokrastinieren

Wir wissen, unsere To Dos erledigen sich nicht von allein. Wir wissen, je länger wir sie vor uns herschieben, umso mehr stressen sie und umso mehr Lebenszeit verderben sie uns letztendlich. Wir wissen also: Prokrastinieren ist eher dumm. Doch auch kluge Menschen lassen sich von Zeit zu Zeit dazu hinreißen, oft kostet es sie sogar mehr Kraft und Überwindung, etwas "einfach zu machen" und wegzuarbeiten als Leute, denen vielleicht nicht ganz so viele Gedanken im Weg stehen.

Sich auf toxische Beziehungen einlassen

Menschen, die uns nicht gut tun und nur Energie kosten, ohne etwas zurückzugeben, in unserem Leben zu behalten, ist in erster Linie selbstzerstörerisch und dumm. Trotzdem lassen sich auch (manche Leute behaupten sogar, gerade) kluge Menschen immer wieder auf toxische Personen ein und kommen nur schwer von ihnen los. Ob sie die Herausforderung lieben? Oder sich bewusst dafür entschieden haben, weder ihre Hoffnung noch ihren Glauben an den Menschen jemals aufzugeben? Man weiß es nicht. 

Multi-Tasking

Es ist nahezu jedem bekannt und wissenschaftlich erwiesen, dass uns Multi-Tasking stresst, unsere Leistungsfähigkeit herabsetzt und mit das Dümmste ist, was wir tun können. Trotzdem nehmen selbst kluge Menschen munter Anrufe entgegen, während sie arbeiten, empfangen Nachrichten, erziehen ihre Kinder, während sie ihre Steuererklärung machen. Klar reagieren sie damit auf die Anforderungen unserer Zeit und geben lediglich dem allgemeinen, äußeren Druck nach. Doch das macht es ja nicht weniger dumm.

An nichtsnutzigem Ballast festhalten

Ob Gewohnheiten, Gedanken oder Dinge – wenn sie uns nichts nützen, ist es nüchtern betrachtet dumm, daran festzuhalten und ihnen Raum in unserem Leben zu geben. Trotzdem haben auch kluge Menschen meist alte Klamotten im Schrank, die sie niemals anziehen, pflegen Marotten oder Gewohnheiten, die sie längst als toxisch erkannt haben, und machen sich Gedanken, die sie kein bisschen weiterbringen. Viele kluge Leute leben in unordentlichen bis chaotischen Zuständen, sowohl mental als auch materiell. Und da Chaos und Unordnung grundsätzlich sehr viel Zeit und Kraft fressen, verhalten sie sich damit ohne Frage dumm.

Lügen

Lügen stellen sich rückblickend betrachtet meistens als eine dumme Entscheidung heraus. Nicht nur verursachen sie in der Regel ein schlechtes Gewissen, oft machen sie das Leben auch noch kompliziert und gefährlich: Man muss sich merken, wem man was erzählt hat, aufpassen, dass man sich nicht widerspricht, schauspielern, um keinen Verdacht zu erregen, und trotzdem kann man jederzeit auffliegen. Einfacher und energiesparender wäre es in vielen Fällen ganz klar, ehrlich zu sein. Doch genau wie fast alle Menschen, lügen sich kluge Leute munter durchs Leben, ohne großartig an ihrem Verstand zu zweifeln. Müssen sie auch nicht, denn mit dem ist nichts verkehrt – er bewahrt nur eben nicht vor dummen Aktionen.

Sich von Menschen verunsichern lassen, die es nicht besser wissen als sie

Menschen können noch so klug sein – wenn jemand vor ihnen steht, der sagt: "Es ist so und so, das weiß ich hundertprozentig, ich hab's in der Zeitung gelesen", werden es die meisten glauben oder zumindest daran zweifeln, was sie ursprünglich dachten. Eigentlich ist es dumm, anderen mehr zu trauen als sich selbst, schließlich kennen wir in der Regel weder ihre Absichten noch all ihre Hintergründe (und unsere eigenen schon). Doch viele kluge Menschen haben den Sokrates-Gedanken "ich weiß, dass ich nichts weiß" so tief verinnerlicht, dass sie sich sehr leicht verunsichern und dazu bringen lassen, an sich zu zweifeln. Wieder und wieder.

sus

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