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Psychologie 7 negative Denkfallen, in die wir nicht mehr tappen wollen

Frau hält aufgezeichnetes Gehirn vor ihren Kopf
© RubberBall Productions / Getty Images
Dir geht es gerade nicht gut? Grund dafür könnten alte Denkmuster sein, in die du unbewusst hineintappst. Der erste Schritt, um ihnen nicht mehr ins Netz zu gehen, ist, sich ihrer bewusst zu werden. Dürfen wir vorstellen?

"Nie klappt was", "Ich schaffe das niemals" oder "Egal, was ich mache, es wird sowieso wieder schief gehen" – unser fiesester Feind sitzt zwischen unseren Schultern und macht uns das Leben oft schwerer, als es objektiv betrachtet ist: Unser Kopf mit seinen kleinen, gemeinen Denkmustern, in die wir gerne fallen, wenn sowieso gerade alles zu viel ist. Stress, Überforderung, eine Lebenskrise: Wenn es uns nicht gut geht, geben wir dunklen Gedanken viel zu viel Spielraum und sehen nicht mehr, dass sie nicht der Realität entsprechen. Diese Denkfallen zu erkennen, ist der erste Schritt, um zukünftig einen Bogen um sie zu machen und aus dem Kopfkarussell auszusteigen, statt munter Runde um Runde zu fahren.

Negative Denkfallen, die wir uns jetzt bewusst machen

1. "Alles oder nichts"-Denken

Wenn du etwas einmal nicht perfekt machst, hältst du dich für eine:n Versager:in. Du siehst nur noch zwei Kategorie: schwarz oder weiß. Alle Graustufen werden in die negative Kategorie, also schwarz, einsortiert.

2. Übergeneralisieren

Du machst aus einer schlechten Erfahrung eine allgemeine Regel: Wenn eine Sache schief geht, wird alles andere auch misslingen. 

3. Gedankliches Filtern

Du ignorierst das Positive und fokussierst dich nur auf das Negative.

4. Sollte-Sätze

Auch "Sollte-Tyrannei" genannt. Du legst überhöhte, perfektionistische Maßstäbe an dich an. "Ich sollte mehr Sport machen", "Ich sollte eine saubere Wohnung haben", "Ich sollte im Job erfolgreicher sein" und am besten alles zur gleichen Zeit.

5. Schlussfolgern

Du nimmst Dinge an, die nicht auf Fakten basieren und ziehst voreilige Schlüsse, ohne andere Erklärungsmöglichkeiten zu prüfen. 

6. Dinge persönlich nehmen

Du siehst dich selbst als Ursache für Ereignisse, obwohl auch andere Personen oder Umstände verantwortlich sein könnten.

7. Katastrophisieren

Du denkst sofort an die schlimmstmögliche Konsequenz, die eintreten könnte.

Sport für den Kopf

Leider ist das mit den Denkmustern ähnlich wie mit dem Joggen: Um besser zu werden, müssen wir trainieren, und das regelmäßig. Unser Gehirn ist leider nicht unbedingt das schnellste und braucht eine Weile, um neue Muster zu etablieren. Es lohnt sich aber, am Ball zu bleiben. Muster immer wieder zu erkennen und zu hinterfragen, ist nämlich Selbstfürsorge, Prävention und persönliches Wachstum in einem. 

Quellen: Wikipedia/Kognitive Verzerrung, Instagram/letstalk.mentalhealth

Barbara

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