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Studie Macht die Ehe wirklich glücklicher?

Ehepaar
© Westend61 / Getty Images
Von knapp 83 Millionen Menschen in Deutschland sind ein Viertel in keiner Partner:innenschaft. Forscher:innen fragen sich, wie's unseren Bräuten ergeht: sind sie wirklich glücklicher als Singles?

Verliebt, verlobt, verheiratet... Das ist in vielen Beziehungen der Lauf der Dinge. Die Chance als Frau Mr. Right zu finden liegt bei 50:50 – und selbst dann ist "Happily ever after" nicht garantiert. Laut Studien sind Verheiratete, oder Frauen in festen Beziehungen, glücklicher als Singles. Einerseits logisch, denn wer heiratet schon jemanden, den man absolut nicht riechen kann? Bei genauerer Betrachtung, kann man das so allerdings auch nicht wirklich sagen.

Studie: Wann sind Ehefrauen glücklicher als Singles?

Glücklichsein messen wir nicht ab, wie Butter für den Kuchen. Wie denn auch, wenn es ein subjektives Gefühl ist? Psychologin Maike Luhmann hat sich das ebenfalls gefragt und führte eine Studie durch, bei der sie die Reaktionen und Anpassung ihrer Teilnehmerinnen bei einschneidenden Lebensereignissen gemessen hat. In der Oberkategorie "Familie" sah sie sich vier Bereiche an: Ehe, Scheidung, Trauerfall, Geburt. Was sie erkannte, war ein Anstieg der Glücksgefühle in der Zeit vor und bis kurz nach der Hochzeit. Anschließend schwindet dieses Empfinden langsam. Das nennt sich "Honeymoon Effect". Wir gewöhnen uns sowohl an die guten als auch die schlechten Ereignisse im Spiel des Lebens. Keiner ist immer glücklich, wie am ersten Tag des Traumjob. Das heißt nicht, dass wir traurig werden, sondern dass das "Happiness-Level" auf Werkseinstellung zurückgesetzt wird. Die hedonische Tretmühle nimmt ihren Lauf...

Studie: "Nein, lass gut sein" statt "Ja, ich will"?

Öfter Nein sagen und sich von unnötigem Ballast loszusagen, ist emotional sowie mental befreiend. Wir machen's wie Marie Kondo: Nehmen alles und jeden in die Hand, gucken, ob's uns glücklich macht und wenn nicht, heißt es "Goodbye my almost lover". Die Honeymoon Phase mag schön und gut sein, aber wenn wir mal ehrlich sind, kennen wir alle mindestens ein Ehepaar, dass sich die Hochzeit hätte zwei mal überlegen sollen... Nicht umsonst heißt es in einer Studie von Helliwell und Grover, dass Pärchen, die gleichzeitig auch beste Freunde sind,  nicht nur zum gegenseitigen Wohlbefinden beitragen, sondern auch eine höhere Lebenszufriedenheit haben.

Dass die Partnerwahl im globalen Norden auf der eigenen Bucket List steht, soll nicht heißen, dass es ein Muss ist. Oh ja, das Single-Leben hat seine Vorzüge, was grandios ist, um die eigenen Grenzen und Werte kennenzulernen, bevor Frau sich bis ans Ende ihrer Tage (was wir heute dank guter Scheidungsanwält:innen nicht mehr wörtlich nehmen müssen) an Mann bindet. 

Barbara

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