Warum wir alle eine Bucket List haben sollten

Ich liebe es, Dinge abzuhaken. Es gibt mir dieses wohlige Gefühl im Bauch. Check, abgehakt, nächster Punkt. Deswegen schreibe ich quasi ständig Listen: bei der Arbeit, zum Packen, vorm Einkaufen. Und eine Liste mit Lebensträumen habe ich selbstverständlich auch.

von Nele Justus

Bucket List heißt die auf Neudeutsch. Weil wir alle Dinge draufschreiben können, die wir noch erledigen wollen, bevor wir in die Kiste springen (oder wie man auf Englisch dazu sagt, den Eimer tritt: „to kick the bucket“).

Was bei mir so draufsteht?

 

Wie ihr seht: Da sind noch eine Menge Punkte offen. Und das heißt: Es gibt noch richtig was zu erleben! Dinge, auf die ich mich freuen kann. Die ich planen und auf die ich hinarbeiten kann. Das macht mir ziemlich gute Laune und hält mich davon ab, im Alltag zu versauern.

Psychologen sagen: sich Ziele zu setzen, sei gut und wichtig. Weil sie einen motivieren, Dinge umzusetzen. Sie raten einem dazu, diese Ziele so konkret wie möglich zu formulieren. Statt „Ich möchte ganz viel reisen“ also lieber „nächstes Jahr werde ich auf Fiji am Strand liegen“ auf den Zettel schreiben. Das erhöht noch einmal die Wahrscheinlichkeit, diese Ziele einzulösen. Was das konkrete Formulieren angeht, ist bei mir noch Luft nach oben.

Aber ich möchte mich ja auch nicht selber unter Druck setzen. Ist jetzt also nicht so, dass ich diese Liste jeden Abend vorm Einschlafen mantraartig runterbete. Lebensträume sollen nicht in Stress ausarten, sondern – wie der Name schon sagt – manchmal einfach nur zum Träumen anregen. Und wie wir alle wissen, schubst einen das Leben sowieso in die eine oder andere Richtung, die man so nicht erwartet hätte. Wenn’s am Ende nicht der Kilimandscharo, sondern der K2 wird, soll es mir recht sein. Und wenn statt der Polarlichter der Polarbär um die Ecke kommt, werde ich mich nicht beschweren. Versprochen. Dann schreibe ich die Liste kurzerhand um, setze mein Häkchen dran, fertig. Nächster Punkt.

Und? Was habt ihr noch so vor?