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Vorbilder!? 4 Effekte, die Influencer auf unsere Kinder haben

Kinder am Smartphone
© Maskot / Getty Images
Social Media und Influencer sind aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Aber was machen die eigentlich mit der jüngeren Generation, unseren Kindern? 
von Pia Sternhagen

Ob auf Instagram, TikTok oder YouTube – Influencer begegnen unseren Kindern auf diversen Plattformen. Welchen Einfluss haben die eigentlich auf unsere Sprösslinge? Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne?

Selbstzweifel

Bin ich eigentlich gut genug? Influencer als Vorbilder können die Selbstwahrnehmung unserer Kinder trüben und Selbstzweifel befruchten. Perfekte Körper, die mithilfe von Filtern noch makelloser gezaubert werden, sind auf Instagram Standard. Aber was können wir tun? Bestätigung, Bestätigung, Bestätigung – und klar machen, das Instagram auch viel Scheinwelt ist. Auch wir hatten in unserer Jugend diese Zweifel, ob andere besser, hübscher, intelligenter sind als wir und alles, was da hilft, ist der Zuspruch unserer Liebsten, um in uns selbst zu vertrauen.

Kaufkraft

Influencer müssen Geld verdienen und halten alle möglichen Produkte in die Kamera. Da hat das große Vorbild dieses bestimmte Duschgel auf den Markt gebracht oder spricht immer davon, genau dieses oder jenes Produkt zum Frühstück zu essen. Klar, dass unsere Kinder das auch haben wollen, obwohl sie es eigentlich gar nicht brauchen. Natürlich kaufen wir ihnen nicht alles und sind teilweise knallhart, aber mal ganz ehrlich: Manche Influencer-Produkte finden wir als Eltern auch super. Heimlich natürlich, wir wollen uns ja nicht verraten ...

Vermittlung von Werten/Einstellungen

Egal ob über Social Media oder früher im Fernsehen: Unsere Vorbilder geben uns Werte und Einstellungen mit auf den Weg. Meistens wären wir am liebsten so wie die Personen, denen wir folgen, und übernehmen ihre Werte. Unsere Kinder haben ihre eigenen Helden und glauben Influencern vielleicht, wenn diese sagen "Nur wer Geld hat, ist etwas wert" oder "Nur wer schlank ist, ist auch schön". Fatal! Auch hier ist es wichtig, ein Auge auf die Role-Models der Kids zu haben. Aber es geht auch anders! Beispielsweise kann das Kind auf den Klimaschutz und „Fridays for Future“ aufmerksam werden und umweltbewusster leben. Was wollen wir mehr?

FOMO (Fear of missing out)

Influencer verreisen viel und zeigen gerne Fotos von edlen Events und Abenteuern. Klar, dass unser Sprössling das auch gerne erleben möchte und Angst hat, etwas zu verpassen. Wir versuchen ihm/ihr zu erklären, dass dieser Lifestyle nicht der Norm entspricht und wir auch zu Hause tolle Sachen erleben können. Aber seien wir mal ehrlich: Auch wir bekommen momentan bei solchen Bildern großes Fernweh und wollen einfach mal wieder auf ein Konzert oder in ein anderes Land reisen, oder?

Auf den Influencer kommt es an

Letztendlich ist es wichtig, dass unsere Kindern den richtigen Influencern folgen, mit guten Ansichten und Werten. Es lohnt sich, regelmäßig mit dem Kind zu sprechen, was denn gerade so los ist in den sozialen Netzwerken und welche Influencer sie besonders toll finden. Dann kann "geinfluenced" werden durchaus auch viel Gutes haben.


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