Wie Selbstachtung dein Leben verändern kann

Selbstachtung – was ist das eigentlich? Im Grunde ist es die Basis für alles, was uns glücklich macht. Für Selbstvertrauen, Selbstliebe und auch die Liebe zu anderen. Ja, all das. Und zum Glück ist Selbstachtung lernbar.

von Marie Stadler

Selbstbewusstseins-Seminare, Körpersprache-Schulungen, Karriere-Coachings und Co... sie alle haben eines gemeinsam: Sie können nur fruchten bei Menschen mit Selbstachtung. Denn wer sich selbst nicht achtet, wird sich selbst nie vertrauen. Und wer sich selbst nicht vertraut, drückt das unbewusst auch immer mit seinem Körper aus. Auch Entscheidungen treffen Menschen mit mangelnder Selbstachtung selten zu den eigenen Gunsten. Das ist nicht förderlich für die Karriere – Coaching hin oder her.

Selbstachtung–was soll das sein?

Während das Selbstbewusstsein in den Medien als non plus ultra gefeiert wird, wird der Selbstachtung eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei ist sie die Basis aller Zufriedenheit. Selbstachtung bedeutet, sich selbst achtsam wahrzunehmen, zu respektieren und sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Im zweiten Schritt bedeutet Selbstachtung aber auch, achtsam zu handeln. Jedes Nein zu anderen kann ein Ja zu sich selbst sein. Jede unpopuläre Entscheidung kann dennoch zu deinem Besten sein. Und jede deiner Befindlichkeiten hat ihre Berechtigung, wenn auch nicht immer Recht. Sich selbst immer mit einzubeziehen in die Entscheidungen des Lebens, das klingt selbstverständlicher, als es ist. Wenn es an Selbstachtung fehlt, tut man genau das viel zu selten.

Klappe, du innerer Kritiker

Selbstachtung kann man übrigens lernen. Der größte Feind: Dein innerer Kritiker. Er beginnt seine Sätze mit "Du solltest" und "Du musst", erzählt dir alles immer wieder, was die Außenwelt dir je vorgeworfen hat und stülpt all diese Vorwürfe auf neue Situationen. Doch der innere Kritiker ist ein Vollidiot - um es mal nett zu sagen. Er hat einen IQ von maximal 10 und reißt sein Maul auf, auch wenn er nicht gefragt wurde. Ein echt miserabler Berater ist er. Wirklich, extrem miserabel, aber ein Marketinggenie. Denn obwohl ihn keiner leiden kann und er absolut gar nix auf dem Kasten hat, ist er trotzdem der meistgebuchte Consultant der Welt. Dabei wäre es gar nicht so schwer, ihn zu ersetzen durch unsere innere beste Freundin. Die meckert auch mal mit uns, wenn es sein muss. Aber höflich und respektvoll. Und darauf kommt es an.

10 Sätze, mit denen du deinen inneren Kritiker zum Schweigen bringst und so mehr Selbstachtung beweist:


1. Lustig, das hat meine Mutter auch immer gesagt. Ist längst überholt.

2. Interessante Meinung, aber nicht meine.

3. Wie unhöflich von dir! Kann man das auch netter sagen?

4. Ha, woher hast du den Mist? Von meinem Vater? Ich bin next generation, baby!

5. Wo ist der Bus mit den Leuten, die deine Meinung interessiert?

6. Mag sein, dass du Recht hast, aber niemand ist perfekt. Nicht mal ich. Verrückt, aber wahr.

7. Du darfst erst wieder meckern nach zwei Komplimenten! Ach, da schweigste lieber? Auch gut!

8. Ich hab dich auch lieb, du Spacko!

9. Wenn du nur klüger wärst, hätt ich um deine Meinung gebeten.

10. Noch ein so ein Ding und ich kündige die Hirn-WG. Wobei... Ist eigentlich schon lange überfällig... also RAUS!!!!

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