Flip Flops im Büro: Leute, das sind doch keine Schuhe!

Flip Flop Flip Flop – dass unsere Autorin von dem Geräusch genervt ist, ist die eine Sache. Die andere ist, dass diese Gummitreter ihrer Meinung nach nichts im gewöhnlichen Alltag verloren haben.

Es ist Mai und ich freue mich wahnsinnig über die sommerlichen Temperaturen und auch die Möglichkeit, sich luftiger zu kleiden und Sonne an die Haut zu lassen. Sommersprossen, gebräunte Haut und hellere Haare – manchmal fühle ich mich schon wie im Hochsommer. Da ich in Hamburg lebe, soll das was heißen. Doch wo Sonne scheint, gibt’s auch Schatten. Die Schattenseiten des Sommers gibt es zum Beispiel täglich in der U-Bahn, wenn mir bei stickigen Temperaturen jemand seine Achseln ins Gesicht halten muss. Oder der üble Sonnenbrand, den ich mir trotz intensiver Sonnenpflege eingefangen habe. Und dann gab es letzte Woche wieder diesen Moment, in dem ich das altbekannte Geräusch wahrnahm, dass sich mir im Gang zur Kantine von hinten näherte. Flipflopflipflopflipflop.

Sind wir hier im Urlaub oder warum trägst du Flip Flops?

Korrigiert mich gern, aber lösten Flip Flops nicht irgendwann mal einfach die klassische Badeschlappe ab? Für diesen Zweck machen sie auch einen fantastischen Job: Es gibt sie in allen möglichen Farben und Formen, man schlüpft schnell rein und sie können Nässe ab. Perfekt für bestimmte Momente. Das typische Geräusch verbinde ich daher mit Hotellobbys im Strandurlaub oder dem Schwimmbadbesuch. Da stört es mich auch null, denn dort haben die Gummilatschen für mich eine Daseinsberechtigung. Vielleicht auch noch bei einem kleinen Ausflug an den See oder im heimischen Garten. Aber im Büro? Im Restaurant? Beim Stadtbummel? Auf dem Weg zur Kantine habe ich mich innerlich schon wieder geschüttelt. Es handelte sich übrigens um ungepflegte Männerfüße. Nicht nur Knigge verbietet Flip Flops (oder generell offene Schuhe) im Büro, sie sind doch auch wirklich nicht schön. Ein Karl Lagerfeld würde vermutlich sagen, dass da wohl jemand die Kontrolle über sein Leben verloren hat. Soweit würde ich vielleicht nicht gehen, aber ein Blick in den Spiegel sollte meines Erachtens ausreichen, um zu sehen, dass das flippige Schuhwerk einfach nicht straßentauglich ist.

Es gibt einen Unterschied zwischen Flip Flop und Zehensandalette

Ich bin ein großer Fan von schönen Sommerschuhen. Ich mag es, wenn auch meine Füße etwas von dem Sonnenschein haben. Vorausgesetzt sie sind gepflegt. Gut behandelt werden unsere Füße in Flip Flops übrigens nicht im Geringsten. Im Gegenteil. Sie werden orthopädisch enorm strapaziert: Der Gang verändert sich, da die Zehen dem Schuh beim Gehen den Schuh Halt geben müssen. Daher schmerzen die Füße nach einem Tag in Flipflops schon mal ordentlich und die Fußsohlen brennen. Der Schlappen gibt keinerlei Halt und ein Fußbett besitzt er auch nicht. Das unterscheidet den Flip Flop im Übrigen auch von einer Zehensandalette, die aus vernünftigem Material besteht, ein richtiges Fußbett besitzt und dem Fuß entsprechend Halt gibt. Wer also gerne seine Füße präsentieren möchte, soll das meinetwegen tun – ich bin dabei. Aber bitte, bitte mit richtigen Schuhen und nicht diesem Stück Gummi, das schon in der Ferne so viel Lärm produziert.

Wer hier schreibt:

Franziska Steinberg

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