Nervige Labertaschen? So stoppst du den Redefluss!

In der Kita, im Büro oder in der Familie: Menschen, die einem das Ohr abkauen beim Reden und dabei niemals zuhören, gibt es überall. Aber mit unserer Taktik bald nicht mehr in deiner Nähe.

von Viola Kaiser

Wirklich jeder kennt sie: Energievampire, die reden und reden und reden. Natürlich von sich selbst. Fragen? Ist für diese Spezies ein Fremdwort. Manchmal kommt man aus dieser Form des Monologs kaum heraus, es sei denn, man wendet die richtige Geh-sofort-weg-du-Quatschtüte-Taktik an:

1. An andere verweisen

Das Anstrengendste an aufdringlichen Labertaschen ist, dass sie nie aufhören zu reden. Das Gute daran ist, dass es ihnen meistens egal ist, mit wem sie gerade sprechen. Ein enthusiastisch ausgerufenes "Das musst du unbedingt XY erzählen!" und auf die Person verweisen, die gerade links vorbeigeht oder rechts am Tisch sitzt, kann da Wunder wirken. In der Regel wird die anstrengende Nervensäge jedes bereitwillige Opfer vollquatschen, das es finden kann. Im Idealfall bist das nicht du.

2. Den Laberer mit den eigenen Waffen schlagen

Es gibt eine sehr einfache Variante Quatschköpfe loszuwerden – man lässt sie schlicht nicht zu Wort kommen. Sofort mit einem Schwall sehr unwichtiger und vor allem auch uninteressanter Fakten lossprudeln, sobald die Labertasche in Sichtweite kommt. Etwa mit den aktuellen Charts der Arztbesuche der Schwiegermutter oder einer exakten Beschreibung der KFZ-Reparatur von vorletztem Jahr. Wenn die Nervensäge etwas sagen möchte, direkt unterbrechen. "Du, das muss ich jetzt noch zuende führen". Ein- oder zweimal konsequent angewendet wird sich die Labertasche demnächst eine andere Projektionsfläche für seine Ausführungen suchen. 

3. Bestimmt aus der Konversation aussteigen

"Das ist extrem interessant, aber für dieses Thema bräuchten wir wirklich mehr Zeit" ist ein guter Satz, um den Profi-Laberer zu verwirren. Auch konsequentes Abwenden wird ihn irritieren. Etwa, wenn man sich einem anderen Menschen zuwendet und ihn stehenlässt. Oder zum Telefon greift, weil man eben einen total wichtigen Anruf führen muss, der sich am Schluss als Werbecall von O2 rausstellt. Damit macht man sich natürlich etwas unbeliebt, aber zumindest ist man das Problem erstmal los. 

4. Schnell wegducken

Wenn das alles nicht hilft, funktioniert nur noch die Flucht nach vorn oder eben hinten. Hauptsache weg. Sobald die nervtötende Person auftaucht, direkt hinter einer Säule verstecken. Alternativ: Freundlich flöten "Ich würde so gern mit dir reden, aber habe überhaupt keine Zeit!". Danach superschnell – auch rennen ist hier erlaubt – und liebevoll lächelnd aber in jedem Fall zügig den Ort verlassen.

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