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Nimm mich ans Halsband, Baby!

Nimm mich ans Halsband, Baby!
© Getty Images
Modewelt, was ist los mit dir: Jetzt ist der sogenannte „Würger“ in. Warum uns dieser schmückt und nicht die Luft abschnürt, erfahrt ihr hier...
von Paula Becker

Wisst ihr noch in den Neunzigern? Da trug plötzlich jeder so ein schwarzes Tattoo-Kettchen, oft lag dieses in einem Cellophan-Tütchen der Bravo bei. Sollte das eigentlich wirklich so aussehen, als ob uns da jemand quer über den Kehlkopf tättoowiert hat? Und wenn ja: Warum? Gut, diese Frage darf man sich in der Mode nie stellen. Es gibt sowieso nur eine Antwort: Weil es hip war. Und nun wieder ist.

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Und weil man mit dem Tattoo-Kettchen gleich alle Halsbänder wieder zum Trend erklärt hat, ist auch der Choker jetzt wieder in. Ich muss dabei immer an den Auto-Vergaser denken, aber das ist der Choke (gesprochen „Schook“), wie man mich bereits korrigierte.

Übersetzt bedeutet Choker in etwa „Würger“. Das hat die Kollegen von bento zu der Idee gebracht, dass der Choker seinen Ursprung ausschließlich in der BDSM-Szene haben könnte. Immerhin trage die devote Person innerhalb einer BDSM Beziehung ein Halsband, während der dominante Part eine Leine an der Metallöse des Bandes befestige, um deutlich zu machen, dass er nun der Besitzer sei. Skandalös! Wo diese Praxis ihren Ursprung ja auch noch in der Zeit des Sklavenhandels habe! Herrje! „Jeder kann tragen, was er möchte“, entrüstet sich bentos Fetischexpertin Sandy im Interview, „aber es wäre trotzdem schön, wenn sich die Menschen für die Geschichte ihrer Outfits interessieren würden“. Und wir dachten immer damit seien die Bedingungen der Produktion gemeint...

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Tatsächlich ist der Choker ein bereits im 15. Jahrhundert aufgekommenes Modeschmuckaccessoire. Es bezeichnet generell eine eng anliegende Halskette oder ein Halsband, das in früheren Zeiten aus einer einreihigen Kette aus Perlen oder gleich großen Kugeln bestand, manchmal auch nur mit einem einzigen großen Schmuckstein verziert. In der bayerischen und österreichischen Trachtenmode ist das sogenannte Kropfband bereits seit dem 19. Jahrhundert als Schmuckstück bekannt. Hier als mehrere Zentimeter breites Samtband, das mit Perlen, Schmucksteinen oder Stickereien verziert ist. Finden wir jetzt irgendwie schöner als so ein Tattoo-Ding. Aber es darf ja jede tragen, was sie mag – solang es ihr nicht tatsächlich die Luft abschnürt.


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