Sommertop ade - 2017 ist der Badeanzug unser Alltagsbegleiter

von Eva Lindemann

Ich wohne im Norden. Zugegeben, Wasser ist hier nie wirklich weit weg. Und trotzdem war ich neulich stark irritiert, als mir im Einkaufszentrum eine Frau im Badeanzug entgegen kam. Den roten Badeanzug hatte sie kombiniert mit Rock und hohen Schuhen. Stark geschminkt und mit einem kleinen Hund an der Leine, schätze ich ihre Intention in den nächsten zehn Minuten, geschweige denn im Laufe des Tages, ins kühle Nass zu springen gegen Null ein. Zu einem plötzlichen Badenotfall, der es zwingend erforderte, dass sie innerhalb von drei Minuten und ohne Umkleidekabine ins Wasser springen könnte, würde es hier zwischen H&M und Karstadt wohl nicht mehr kommen.

Und dann passierte es. In den nächsten Tagen sah ich sie überall. Frauen, die ihren Badeanzug voller Stolz zu Rock und Jeans kombinierten, lachten mir jetzt auch bei Facebook, Instagram und Co. entgegen. In meinem örtlichen Einkaufszentrum war ich wohl auf den Sommertrend 2017 gestoßen. Also wagte ich mich auch mal daran.

Meinen Badeanzug, für den ich vor fünf Jahren selbst am Strand noch schräg angeguckt worden wäre, kombinierte ich zu einer Jeans. Fertig der neue Look. Obwohl sich der erste Alltagsausflug zum ALDI in Badeanzug noch etwas – sagen wir – ungewohnt anfühlte, hatte mein neues Outfit doch unverkennbare Vorteile. Die clever eingenähten Cups ersparten mir zum Beispiel heute mal den verhassten BH. Und das Gefühl gleich direkt und ohne Umwege zum Strand zu fahren, hielt mich den ganzen Tag bei Laune. Zugegeben, die Anzieh-Auszieh-Situation in gewissen Momenten, die wir schon von Jumpsuit oder Body kennen, war natürlich ein kleines Minus. Aber alles in allem ein Trend, an den ich mich gewöhnen kann.

Ihr braucht ein bisschen Inspiration, wie ihr euren Badeanzug alltagstauglich machen könnt? Tadaa:


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