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Trend "See Throught Bags": Was sollen diese durchsichtigen Taschen?

Trend "See Throught Bags": Was sollen diese durchsichtigen Taschen?
© Getty Images
See Through Bag sagt euch nichts? Kein Problem, wir klären das schnell auf. Es handelt sich dabei um durchsichtige Plastiktaschen - ein Trend, der gerade unverständlicherweise sein Unwesen in der Taschenlandschaft treibt. Na, klingelt da was?
von Kirsten Mannshardt

Sehr schön! Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass jetzt mindestens die Hälfte vor diesem Text sitzt und mir zustimmt, wenn ich sage, dass dieser Trend nicht nur eine Beleidung für die weibliche Privatsphäre ist, sondern auch ein modischer Fail der Extraklasse. Höre ich da etwa ein zustimmendes Raunen in meinen Ohren? Hach, wie schön: Wusste ich es doch, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin.

Durchsichtige Taschen: Der Angriff auf die weibliche Privatsphäre

Also, ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber für mich ist der Inhalt meiner Handtasche ein Heiligtum und für alle anderen, außer mir selbst, absolut tabu. Ich kann es wirklich überhaupt nicht leiden, wenn jemand darin herumwühlt und sich in Ruhe ansieht, was ich zum Überleben im Alltag bei mir haben muss. Es ist nicht so, dass es so außergewöhnliche Dinge wären. Eher so die Klassiker: Portemonnaie, Handy, Schlüssel, Bürste, Lippenpflegestift und Lippenstift, Wimperntusche, Handcreme, Schmerztabletten, Tampons, Kopfhörer, Kondome, Kaugummis, Blasenpflaster, Haargummi, Ladegerät, Kugelschreiber, Desinfektionstücher. Was Frauen ebenso gerne bei sich haben, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Aber warum zur Hölle soll die Welt das alles sehen? Wir werden doch tagtäglich schon genug ausspioniert, da kann doch wenigstens die weibliche Handtasche ein geschützter Ort bleiben, der Raum für kleine Geheimnisse bietet, oder liebe Modeindustrie?

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Die Unordnung immer im Blick: mein persönlicher Alptraum

In Handtaschen herrscht (meistens) ein ziemliches Chaos. Selbst in der kleinesten Tasche sucht man manchmal noch verzweifelt nach dem Schlüssel und findet ihn schließlich in der hintersten Ecke gut versteckt unter dem Schminkspiegel. Ich für meinen Teil bin die typische Reinwerferin – nichts hat in meiner Handtasche einen festen Platz. Wozu auch, wird ja eh alles wieder durcheinander gewirbelt beim Umherlaufen. Das ist wie mit den Schubladen zu Hause. Einfach rein damit, schließen und fertig. In einer durchsichtigen Tasche könnte ich diese Unordnung allerdings nicht ertragen. Da würde ich mich ertappt fühlen und hätte ständig das Gefühl aufräumen zu müssen. Und das kann’s doch irgendwie auch nicht sein, dass man ständig den Drang hat Sachen in seiner eigenen Tasche optisch ansprechend anordnen zu wollen. Da wird man doch ganz verrückt.    

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Viel Geld für nichts als Plastik

Wer jetzt denkt, dass die durchsichtigen Plastiktaschen im Vergleich zu ihren Kollegen aus Leder wenigstens schön günstig sind, liegt leider falsch. Die billige Optik täuscht, denn für ein Model der Marke mit dem Doppel-C bezahlt man schnell mal stattliche 3.000 Euro. Und nach oben sind die Grenzen offen – ist ja klar, versteht sich von selbst! Sorry, aber geht’s noch? Für Plastik? Mir fällt es schon schwer, die horrenden Preise für Ledertaschen zu verstehen. Bei billigem Plastik komme ich definitiv nicht mehr mit. Muss ich zum Glück aber auch nicht, denn in meinem Taschenfundus wird so ein Ding garantiert nicht landen.       


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