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Wie die It-Bag bei der Verhandlung fürs Gehalt hilft

Wie die It-Bag bei der Verhandlung fürs Gehalt hilft
© Getty Images
Für manche sind sie eine Religion, für andere eher funktional. Die Handtasche einer Frau ist wichtiger Bestandteil des Outfits und manchmal steckt auch ein ganzes Leben drin.
von Diana Huth

„Diana, wenn ich das mache, verdiene ich 600 Euro weniger im Monat - das ist eine Céline in zwei Monaten!“

Eine was? Ich brauchte einen Moment, bis ich verstanden hatte, dass sie eine Handtasche der französischen Modemarke meinte. Nebenbei bemerkt bekommt man für 1.200 Euro Einstiegsmodelle wie die „Trotteur Small Crossbody“. Wer sich exklusiver fühlen möchte, investiert in eine „Tri-Fold“ und darf gut 2.000 Euro auf den Tisch legen.

3 Tipps für die nächste Gehaltsverhandlung

Handtascheneinheiten als Ziel bei der nächsten Gehaltsverhandlung. Warum eigentlich nicht. Da Frauen im Durchschnitt immer noch ein Drittel weniger verdienen als Männer, sollte uns jedes Mittel zur Motivation recht sein. Schluss mit der Schüchternheit und ran an den Schotter, heißt die Devise. 

Falls die Handtascheneinheiten nicht passen sollten - hier ein paar einfach anzuwendende Tipps für das nächste Treffen mit dem Chef zum Thema Geld, quasi als Einstieg:

1. Nutze deine persönlichen Ziele

Für die eine ist es die Céline, für die nächste eine große Reise oder einen Thermomix. Jeder von uns hat Ziele und Träume und die meisten davon kosten Geld. Überlege, was du dir als nächstes gönnen möchtest und rechne das in eine Gehaltserhöhung um.

2. Verwende Referenzgehälter

Was verdient eigentlich ein...? Studenten oder Schulabgänger stellen sich diese Frage und recherchieren im Internet. Doch auch Berufserfahrene sollten Seiten wie Gehalt.de oder Gehaltsvergleich.com nutzen. Ergänzend bieten Portale wie Glassdoor, XING und LinkedIn Gehaltsprognosen für ausgeschriebene Stellen. Es lohnt sich, verschiedene Quellen zu verwenden, um dann einen soliden Mittelwert zu finden. Grundsätzlich gern selbstbewusst etwas mehr als die Mitte der Gehaltsspanne fordern. Nachverhandelt wird sowieso.

3. Versuch die krumme Nummer

Was der Einzelhandel kann, können wir schon lange! Produkte kosten 4,99 Euro statt glatte 5 Euro. Damit tricksen Marketing-Menschen unseren Kopf aus. Verlange ich glatte 65.000 Euro pro Jahr, ist es naheliegend, mich auf 60.000 Euro zu drücken. Bei 66.555 Euro steche ich zum Einen unter den Mitbewerbern hervor und zum Anderen werde auch nicht so schnell auf 60.000 Euro gedrückt, da die Kürzung um 6.555 Euro deutlich größer erscheint als die um 5.000 Euro. Hat bei mir bislang immer geklappt.


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