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"Wie eine Melone kacken" Kinderkriegen – 9 Dinge, die Väter niemals erleben

Schwangere mit Mann, der Bauch streichelt
© laureencarruthers / Getty Images
Frauen werden nie wissen, wie es ist, vernünftig im Stehen zu pinkeln, Männer nicht, wie es sich anfühlt, ein Baby zu gebären. Auf manche Dinge kann man gut verzichten, um andere sind die Mamas zu beneiden.

1. Von innen vermöbelt werden

Die ersten Bewegungen – wie ein zartes Flattern, so magisch und so schön, dass man gar nicht genug davon bekommen kann. Wie ein kleiner Schmetterling. Vier Monate später: Rumms, der Tritt in die Blase hat gesessen. Sitzen? Geht irgendwann auch nicht mehr so einfach, wenn der Nachwuchs seine Füßchen irgendwo zwischen die Rippen klemmt oder ein kleines Workout einschiebt. Vom Schlafen ganz zu schweigen. Für den Papa ist es natürlich toll, sein Baby auch von außen spüren zu können, wie sich das von innen heraus anfühlt, wird er ja leider nicht erleben. Es ist schön, keine Frage, aber eben nicht immer.

2. Angst, etwas falsch zu machen, noch bevor das Baby da ist

Keine Salami, keine Rohmilchprodukte. Sushi? Lieber nur die vegetarische Variante. Darf ich noch Honig essen? Ohje, hoffentlich war das jetzt gut abgewaschen. Was ist mit einer Kugel Eis? Was darf ich noch und was nicht? Kaum schwanger, schon hat man Angst etwas falsch zu machen, etwas Falsches zu essen oder das Baby irgendwie zu gefährden. Die eine werdende Mama mehr, die andere weniger. Aber die meisten Schwangeren kennen den Struggle. Schließlich sind sie zumindest zu einem großen Teil dafür verantwortlich, dass das Baby heil durch die 40 Wochen Schwangerschaft kommt. Eine Verantwortung, die die Papas erst nach der Geburt übernehmen können.  

3. Melone kacken und anderes vor fremden Menschen

"Eine Geburt fühlt sich an, als würde man eine Melone kacken". Sorry, an alle Schwangeren da draußen, aber genau so ist es. Und nein, es kommt nicht nur das Baby unter der Geburt raus... Egal, wie normal das ist – Väter müssen sich niemals vor anderen so entblößen wie Frauen unter der Geburt. Gehört alles dazu, keine Frage, aber mal ehrlich, die meisten Frauen würden wohl weder mit ihrem Partner noch mit ihrer Hebamme zusammen aufs Klo gehen, wenn der Schuh drückt.

4. Schmerzen, holla, die Waldfee!

Solltest du noch schwanger sein, überspringst du diesen Punkt am besten. Ganz davon ab, was man so während der Schwangerschaft schon für eklige Sachen ertragen muss (Zuckertest), die Geburt ist der Gipfel der Unerhörtheit. Es tut weh! Man möchte zwischenzeitlich sterben. Man verliert jegliche Contenance. Angeblich ist der Geburtsschmerz mit dem Schmerz von etwa 20 Knochenbrüchen vergleichbar. Wie man das messen kann, weiß ich zwar nicht, aber es war auf jeden Fall so schmerzhaft, dass ich den Vergleich durchaus für valide halte. Doch nicht nur das Schmerzerlebnis an sich ist es, das den Männern verwehrt bleibt. Auch der stolz danach, das durchgestanden zu haben. Denn darauf kann sich jede Frau etwas einbilden, die mal Wehen und Geburt erlebt hat. Und die Erleichterung in Kombination mit dem Adrenalinschub, wenn es endlich geschafft ist, ist eines der besten Gefühle der Welt.

5. Müde, frustriert, müde, glückselig

Und schwupp, da sind sie direkt wieder am Start, die Hormone. Egal, um was es auch geht, die müssen immer ganz vorne mitspielen. Dementsprechend liegen Freude und Leid nach der Geburt sehr nah beieinander. Und der Hormoncocktail in unserem Körper gibt uns noch den Rest. Wir sind müde, wollen uns von der Geburt erholen, das Stillen klappt vielleicht noch nicht so und das Baby weint und wir haben keinen blassen Schimmer, wieso – anstrengend! Liebe Männer, diese Hormone wünschen wir echt keinem. Und dann schläft es plötzlich ganz friedlich einfach auf unserer Brust ein, voller Zutrauen und so zerbrechlich, dass wir alles andere direkt wieder vergessen. Bis der Baby Blues kickt...

6. Brustwarzen und Brustschmerzen aus der Hölle

Wenn die werdenden Väter nicht gerade auf eine bestimmte Spielart im Bett stehen, wurde ihnen vermutlich noch nie die Brustwarze blutig genuckelt oder später hineingebissen. Ich sage es mal so: AUA, AUA, AUA! Vom Milcheinschuss und Brüsten, die so steinhart sind, dass man damit diese Karatetricks mit den Brettern machen könnte, ganz zu schweigen. Aber sie fühlen eben auch nicht, wie es ist ein, Baby zu stillen, wie beruhigend das ist und wie viel Nähe daraus entsteht. 

7. Hi (After)-Baby-Body

Erst kann man es kaum erwarten, dass der Bauch sich rundet, dann will man nur, dass der schnellstmöglich wieder verschwindet. Während der Schwangerschaft vollbringt unser Körper Höchstleitungen, das ist bemerkenswert. Sieht man ihm hinterher dann aber meist auch an. Ja klar ist das nur ein Körper und alle Körper sind schön, ob nun mit oder ohne Dehnungsstreifen. Dennoch ist auch okay, sich nach den straffen Brüsten und festem Bindegewebe von vor der Geburt zu sehnen. Einen Kampf, den viele Mamas mit sich ausfechten und den die Papas nicht kämpfen müssen. Deren Körpern sind genauso wie vorher.

8. The one and only für jemanden zu sein

Ohne den Daddys zu nahe treten zu wollen, aber solange Mama als wandelnde Milchbar unterwegs ist, werdet ihr einfach nicht an uns rankommen. Sorry. Vor allem in den ersten Monaten ist einfach Mama die Nummer eins. Vielleicht nicht nur wegen der Milch, sondern auch wegen ganz viel gemeinsamer Zeit, kuscheln, trösten und bespaßen. In der Regel sind es eben die Frauen, die die erste Zeit wuppen. Finden wir eigentlich auch fair, dann die Nummer eins zu sein, nach all den Strapazen.

9. Liebe!

Es gibt nichts Bedingungsloseres als die Liebe zum Kind und nichts auf der Welt macht uns Mamas verletzlicher, als wenn unserem Kind Gefahr droht, es schlecht behandelt wird oder es ihm nicht gut geht. Das kann man auch nicht beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt. Ok, der Punkt zählt nicht, denn das gilt für Papas sicher auch. 

Barbara

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