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Höhepunkt Zervix-Orgasmus: So bist du vielleicht noch nie gekommen

Farbbombe
© Sunny / Getty Images
Er soll noch viel mehr sein, als nur ein Orgasmus: der Zervix-Orgasmus. Die, die ihn bereits erlebt haben, beschreiben ihn als magisch. Wie wir ihn bekommen, klären wir hier.  

Pure Energie, mit sich eins werden, auf einer Genusswelle surfen, das Gefühl von totaler Befreiung – einfach der schönste Orgasmus ever: So soll sich der Zervix-Orgasmus anfühlen. Aber was verbirgt sich dahinter?

1. Was und wo ist die Zervix?

Erstmal zu den Grundlagen: Die Zervix (lat. Cervix uteri) bezeichnet unseren Gebärmutterhals. Das untere Ende des Gebärmutterhalses ist der Muttermund. Die Zervix befindet sich anatomisch am unteren Ende unserer Gebärmutter und ragt in die Vagina hinein. Im Laufe unseres Zyklus wandert unsere Zervix: Während des Eisprungs sitzt sie am höchsten, während der Menstruation am tiefsten. Dabei kann sie mittig, eher vorn, hinten, links oder rechts sitzen. Je nach Zyklusphase und Stand ist sie mit dem Finger ertastbar. Sie fühlt sich wie ein kleiner Donut oder auch unsere Nase an.

2. Zervikaler Organsmus –Wie funktioniert's?

Wenn wir die Zervix stimulieren, können wir einen Zervix-Orgasmus, auch zervikaler Orgasmus genannt, erleben. Da unsere Zervix unter anderem über den Vagusnerv mit dem Gehirn verbunden ist, sorgt die Stimulation der Muttermundes bereits bei vielen Frauen für Entspannung. Und jetzt überlegt euch mal, wie entspannend dann erst ein zervikaler Orgasmus sein muss. 

3. Los geht's: Vorbereitung ist das A und O

Die Zervix ist sehr empfindlich. Nicht selten finden Frauen es eher unangenehm oder sogar schmerzhaft, wenn er beim Sex berührt wird – vor allem, wenn er kurz vor der Periode tiefer sitzt. Daher ist es wichtig, sich langsam vorzutasten und ganz behutsam vorzugehen, um herauszufinden, was gefällt und was nicht. 

Am besten nimmst du dir dafür erst einmal selbst Zeit, deinen Körper zu erkunden und tastest deine Zervix mit dem Finger ab. Wenn du im Liegen nicht an sie herankommst, kannst du es im Hocken oder mit einem aufgestellten Bein versuchen. Oder du greifst zu Hilfsmitteln wie einem Dildo. 

Und natürlich kannst du deine Zervix auch von deinem:r Partner:in verwöhnen lassen – mit Finger, Dildo oder dem Penis. Dabei kann die Zervix sanft von unten angestupst oder an der Seite oder rundherum massiert werden. 

4. Ab ins Bett: Mit dem Partner zum Zervix-Orgamus

Die Zervix zu stimulieren, ist für den Mann etwas einfacher, wenn er einen längeren und größeren Penis hat. Denn so kann er den Muttermund besser erreichen. Durch die Berührung der Eichel an der Zervix werden die sich dort befindenden Nervenenden erregt. Tipps und Tricks, damit es mit dem Orgasmus klappt, kommen jetzt: 

  • Bevor wir unsere Tage bekommen, liegt die Zervix meist etwas tiefer und ist leichter zu erreichen. Guter Zeitpunkt, um den Zervix-Orgasmus heraufzubeschwören. 
  • Fürs Warm-up eignet sich die Missionarsstellung gut. So wird der Blutfluss erst einmal in die richtige Region gelenkt und du kannst dich schön entspannen.
  • Anschließend für eine tiefere Stimulation die Beine anziehen. So sorgst du dafür, dass dein Partner mit seinem Penis noch tiefer in dich eindringen und die Zervix erreichen kann.
  • Idealerweise wird die Zervix mit langsamen, kreisenden Bewegungen der Penisspitze stimuliert. Lasst euch also beim Sex ruhig ein bisschen Zeit. Durch die zusätzliche Reibung an der Eichel ist der Weg hin zum Zervix-Orgasmus auch für deinen Partner sehr erregend.
  • Kurz bevor du kommst, könnt ihr noch mal die Stellung wechseln. Beim Sex von hinten kann er noch tiefer in dich eindringen. 

Wichtig ist vor allem, dass du entspannt bleibst und dich zu nichts zwingst. Tut es weh oder ist es unangenehm, versucht es in einer anderen Position oder an einem anderen Tag nochmal. Das hier ist schließlich kein Leistungssport – alles kann, nichts muss! 

Barbara

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