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Ich bin dann mal woanders: 3 Alternativen zum Jakobsweg

Ich bin dann mal woanders: 3 Alternativen zum Jakobsweg
© Getty Images
Muss es immer der Jakobsweg sein? Nö, findet unsere Autorin und hat zum Glück gleich drei nette Alternativen parat.
von Theresa König

Der Mensch ist ein Herdentier. Geht einer vor, laufen die anderen hinterher. So ist das nun mal. Seit Hape Kerkeling über den Jakobsweg gepilgert ist und darüber sein Buch „Ich bin dann mal weg“ geschrieben hat, wollen auf einmal alle nach Santiago de Compostela wandern – und wundern sich dann, dass sie nicht alleine unterwegs sind. 15.000 Deutsche machen sich jedes Jahr auf den Weg. 150.000 Wanderer sind es insgesamt. Wer keine Lust auf Stinkefüße und Lagerkoller hat, der sucht sich also lieber eine andere Strecke zum Pilgern aus. Zum Beispiel diese hier:

1. Spanien - Camino del Norte

Der Küstenweg in Nordspanien endet ebenfalls in Santiago de Compostela, ist aber viel weniger überlaufen. Nur sechs Prozent der Pilgerer wählen laut des Pilgerbüros in Santiago diese Strecke. Dabei führt sie entlang einsamer Buchten, Steilküsten und durch kleine Fischerdörfer. Da lohnt sich doch jeder Schritt.

2. Norwegen - der St. Olavsweg

Er ist die nordische Variante des Jakobsweg – und viel, viel einsamer. Der „Olavsvegen“ führt durch Dänemark, Schweden und Norwegen bis hin zum Nidaros-Dom – eines der wichtigsten Pilgerziele im Mittelalter. Man wandert dabei durch Norwegens längstes Tal, das Gudbrandsdalen, über das schroffe Dovrefjell-Gebirge – und natürlich durch den Ort Bønsnes, wo Olav der Heilige, der Sohn eines Wikingers 955 geboren wurde und von dort aus die Heiden in Norwegen christianisierte.

3. Irland – der heilige Berg

Das ist die schnelle Pilgernummer. Wer nicht wochenlang Zeit hat, macht sich auf zum Cragh Patrick, dem heiligen Berg der Iren. Der Anstieg auf den nur 750 Meter hohen Berg dauert in etwa vier Stunden. Die allerdings haben es in sich, denn der letzte Teil des Weges führt über Geröll und geht steil bergauf. Oben angekommen, blickt man dafür über den Atlantik und die Clew Bay mit ihren vielen Inseln. Die Katholiken glauben, dass der Heilige Patrick, der Schutzpatron der Iren, 40 Tage lang auf diesem Berg gebetet und gefastet hat und dann mit einer Glocke alle Schlangen von der Insel vertrieben hat.


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