Rage Yoga: Mit Wut und Bier auf die Matte!

Du magst Alkohol und kannst super fluchen?! Dann haben wir die perfekte Sportart für dich gefunden. 

von Viola Kaiser

Über Sport lässt sich diskutieren, vor allem im Sommer, wenn es so richtig, richtig heiß ist. Wir haben da aber jetzt trotzdem eine Sache gefunden, die sich irgendwie attraktiv anhört, obwohl sie mit Bewegung zu tun hat. Rage Yoga heißt der Spaß – und klingt so, als würden wir sie gern sofort ausprobieren. 

Nie mehr Bibliothek voller Turner

Erfunden hat das Ganze die Kanadierin Lindsay Istace – und zwar, weil sie sich nach eigenen Angaben beim Yoga immer vorkam "wie in einer Bibliothek voller Turner". Sie fand das nämlich immer alles viel zu ernst und auch irgendwie einschüchternd. Deswegen erfand sie einfach ihre eigene Yogaform. 

Auf ihrer Homepage erklärt sie, dass sie bevor sie anfing zu praktizieren kaum Selbstbewusstsein hatte, außerdem ein paar ernsthafte Aggressionsprobleme und dazu die Muskelmasse eines Küchenschwamms. Klingt so, als könne man sich leicht mit ihr identifizieren, oder?

Fluchen, saufen, dabei dehnen

Die Lösung wirkt auf jeden Fall auf den ersten Blick ziemlich anziehend: Fluchen, saufen, dabei Metal hören – und nebenbei dehnbarer, entspannter und stärker werden! Allerdings muss man dabei noch ein bisschen Yoga machen.Was mit so einem alkoholischen Kaltgetränk sicher leichter geht als ohne. Erlaubt sind nämlich "booze breaks" (Saufpausen), damit man Ärger und Anspannung nicht nur wegturnen, sondern dabei richtig schön mit einem kalten Bier wegspülen. Schnaps geht vermutlich auch. Oder Aperol Spritz.

Bei Rage-Yoga-Erfinderin Lindsay scheint es auf jeden Fall geholfen zu haben, sie ist nach eigenen Angaben weniger aggressiv und natürlich viel fitter, körperlich und mental.

Ein bisschen "badass" kann kann nie schaden

Das Beste an dieser sehr speziellen Yogaart ist aber, dass man nicht in die USA fliegen muss,  daran, man kann den ganzen Spaß nämlich ganz easy auch hier online machen. Der "Zen-as-Fuck"-Einstellung  – was immer das auch sein mag – steht also keine Distanz im Weg.

Die Namen der Kurse sind auf jeden Fall schonmal sehr ansprechend: "Ferocious Foundations" (zu Deutsch in etwa "Heftige Grundmauern") und  "Bendy and Badass" (auf Deutsch heißt das ungefähr "Biegsam und krass drauf"). Ein bisschen "badass" zumindest kann nie schaden. Fluchen und Bier sowieso nicht.


Themen in diesem Artikel