Schluss mit Übergewicht: Warum ich nur noch mit Handgepäck verreise!

Der 20-Kilo-Koffer war unserer Autorin einfach zu schwer und die Gepäckabgabe zu stressig. Wie gut man auch mit Handgepäck auf einer zehntägigen Reise auskommt, hat sie mittlerweile mehrfach erprobt.

von Franziska Steinberg

Ich gehöre zu den Menschen, die Kofferpacken schon immer so richtig schlimm fanden. Soll nicht heißen, dass ich es nicht kann. Mir für eine gewisse Zeit einen Koffer mit den Dingen vollzupacken, die ich vor Ort brauchen werde, gelingt mir erstaunlich gut. Dennoch bin ich schon genervt, wenn ich dieses riesige Koffergetüm vom Dachboden holen und entstauben muss. Dann starrt mich diese leere tote Hülle an, die nun mit 20 Kilo Hab und Gut gefüllt werden möchte. Keine Frage, man kriegt die locker voll. Schließlich benötigt man in den nächsten 10 Tagen Kleidung für jede Wetterlage, Schuhe für jede Outfitkombination und die Komplett-Ausstattung aus der Drogerie. Ach, und Handtaschen natürlich. Vorsichtshalber auch noch den Föhn. Und das Glätteisen. Und den Lockenstab. Eine kleine Lücke für eventuelle Souvenirs lasse ich natürlich und fühle mich unglaublich clever. Und erleichtert, dass das Drama Kofferpacken wieder geschafft ist. Diese Erleichterung hält leider nur solange an, bis ich das Ungetüm von Koffer vom Bett hieven möchte. Große Koffer sind einfach schwer – zu schwer für mich.

Kofferabgabe am Flughafen: Zu viel für meine Nerven

Das ultraschwere Ding will also nun zum Flughafen, wo schon der nächste Stimmungskiller auf mich wartet: Der Check-In. Ja, ich hatte auch schon mal Glück: Koffer zum Schalter gerollt, abgegeben, fertig. Zwei Stunden aufs Boarding warten. Doch in der Regel stellt man sich dann doch erst einmal in eine lange Schlange mit Menschen, die ebenfalls genervt oder total nervös sind. Am Gepäckschalter kommt es dann nicht selten zur Gewichtsdiskussion und happigen Nachzahlungen, weil man ja die Sicherheit gefährde. Warum die Sicherheit aller Passagiere 69 Euro extra kostet, der Koffer ja aber trotzdem an Bord ist, wird mir wohl ewig schleierhaft bleiben. Im Zielgebiet angekommen, bleibt das große Bangen, ob das Gepäck überhaupt mitgeflogen ist. Das macht mich auch den ganzen Flug über recht nervös. In den meisten Fällen erscheint er dann doch irgendwann auf dem Laufband. In den meisten Fällen das aber nicht in einem wirklich guten Zustand. Mein Koffer war teuer und sah nach einem Flug bereits so aus als hätte ich ihn schon fünf Jahre lang wöchentlich in Gebrauch.

Schluss damit! Mir reicht ab sofort der Handgepäck-Koffer

Ein Städtetrip von fünf Tagen hat mich bekehrt. Ich dachte, wenn ich fünf Tage mit 8 Kilo auskomme, schaffe ich es auch doppelt solange. Erstaunlicherweise klappt das hervorragend und erleichtert so vieles: Ich kann den Koffer problemlos transportieren. Ich muss ihn nirgends abgeben und fahre somit erst später zum Flughafen. Yeah, Zeitgewinn. Ich trage ihn die ganze Zeit bei mir und muss nicht bangen, dass er nicht im Zielgebiet ankommt oder zwischendurch eine Partie Kofferwrestling spielen muss. Kein Warten am Laufband. Yeah, nochmal Zeitgewinn. Für mich entstresst es so einen Reiseauftakt ungemein. Aber auch die Rückkehr: Ein Handgepäck ist viel schneller wieder ausgepackt als 20 Kilo Hab und Gut.

Wie komme ich nur mit Handgepäck aus?

Leute, es ist Urlaub. Ich reise woanders hin. Dort sind andere Menschen, andere Locations, andere Umstände. Mein normaler Alltag existiert nicht, also kann ich meine normalen Routinen auch einfach mal zu Hause lassen. Ich muss nicht drei Pflegeprodukte für mein Gesicht einpacken. Oder für meine Haare. Ich habe Urlaub – das ist die größte Entspannung für meine Schönheitspflege überhaupt. Ich brauch auch nicht drei Abendoutfits. Das kleine Schwarze reicht. Ich zieh es halt dreimal an. Eine mittelgroße Handtasche ist genug. Ich trage ein bequemes Paar auf dem Flug und ein Lieblingspaar versteckt sich im Handgepäck. Bei den Outfits setze ich auf Zwiebellook: Eine dickere Strickjacke zum Drüberziehen statt drei Pullover reicht völlig – auch die trage ich schon auf dem Flug und spare mir so viel Platz im Koffer. Schlüppis passen alle rein. Mein ultimativer Trick: Klamotten rollen, nicht stapeln. Außerdem achte ich drauf, Kleidung mit leichten, dünnen Stoffen auszuwählen.

Handgepäck: Ich habe noch nie etwas vermisst!

Auf Reisen bin ich dann doch mit anderen Dingen beschäftigt als ständig darüber nachzudenken, welches Teil mir jetzt fehlt. Vieles kann man auch nachkaufen, sollte es wirklich mal unersätzlich sein. Der wichtigste Schritt: Man muss diese Erfahrung selbst machen. Das Packen kommt einem seltsam vor und man fragt sich schon, was man sich denn dabei gedacht hat, nur Handgepäck zu buchen. Aber man schafft es – und am Reiseziel fehlt es dann tatsächlich an nichts. Abgesehen vom Zeitgewinn erleichtert mir die überschaubare Menge sogar die tägliche Kleiderwahl. Da ich natürlich nur Lieblingsteile eingepackt habe, ziehe ich auch nur die an. Ein verschwitztes Shirt kann man auch mal schnell per Handwäsche waschen und über Nacht trocknen. Duschgel und Shampoo kann man auch mal vor Ort kaufen, sollte es in der Unterkunft keines geben. Sicher kommt es ein wenig auf die Art der Reise an, aber für einen schlichten Strandurlaub oder Städtetrip reicht das Handgepäck allemal. Die letzte Preisfrage: Was mach’ ich mit den Souvenirs? Leute, ich hab ehrlich gesagt noch nie welche gekauft. Ihr?

Wer hier schreibt:

Franziska Steinberg

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Handgepäck: Tipps und Tricks für kleine Koffer!
Schluss mit Übergewicht: Warum ich nur noch mit Handgepäck verreise!

Der 20-Kilo-Koffer war unserer Autorin einfach zu schwer und die Gepäckabgabe zu stressig. Wie gut man auch mit Handgepäck auf einer zehntägigen Reise auskommt, hat sie mittlerweile mehrfach erprobt.

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