10 Dinge, die wir besser machen als unsere Eltern (und Schwiegereltern)

Also wenn man unseren Eltern und Schwiegereltern zuhört, dann meint man fast, wir seien direkt in Bullerbü aufgewachsen. So viel Freiheit, so viel Natur, so viel Spaß... Äh...naja...

von Alina Krämer

"Ach was hattet ihr das gut früher", ist einer der Lieblingssätze der Generation unserer Eltern und Schwiegereltern. Und das ist nur der erste Teil einer Diskussion über Ganztagsbetreuung, GPS-Peiler, Handysüchtige und Helikopter-Eltern. Unsere Kinder sind zu ungezogen. Unsere Böden zu schmutzig. Unser Leben zu eilig. Mag alles sein, wir bekennen uns in vielen Punkten schuldig. Aber nicht ohne vorher einmal kräftig mit dem Finger auf die werten 70er- und 80er-Jahre-Eltern zu zeigen. HA! Nehmt das, Ihr Besserwisser! Liebe Mamas, Papas und Schwiegereltern der netten Sorte: Ihr seid toll! Ihr wisst, dass niemand perfekt ist... aber an alle von euch, die glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben: Euch muss eindeutig auch mal die andere Seite der Medaille um die Ohren geschmettert werden.

10 Dinge, die wir besser machen als unsere Eltern (und Schwiegereltern)

1. Wir achten viel mehr auf ein gesundes Umfeld

Rauchen im Auto oder in der Wohnung? Kein Ding in den 70ern und 80ern. Pfui Teufel! Selbst wenn man nicht wusste, wie gesundheitsschädlich das ist... allein der Ekelfaktor für die Kids hätte als Argument ausreichen sollen. 

2. Uns "rutscht nicht die Hand aus"

Klingt so harmlos, ist uns aber nachhaltig im Gedächtnis geblieben: Die "ausgerutschte Hand", der "kleine Klaps". Hat ja keinem geschadet? Sehen wir anders. Deshalb würden wir niemals die Hand gegen unsere Kinder erheben. 

3. Wir zeigen unseren Töchtern, dass eine gute Ausbildung sich lohnt

Ja, es gefällt uns auch nicht immer, arbeiten zu gehen und unsere Kleinen derweil in der Kita abzugeben. Aber wie sonst sollten wir unseren Töchtern zeigen, dass Frauen genauso viel leisten können wie Männer? Wir glauben daran, das Richtige zu tun, wenn wir arbeiten gehen. Wir glauben übrigens auch, das Richtige zu tun, wenn wir es nicht so schnell nach der Geburt wieder tun. Das hat was mit Toleranz zu tun. Und mit der Freiheit, sein Leben gestalten zu dürfen. Ob man Mutter ist, oder nicht. 

4. Wir sagen nicht: "Was sollen die Nachbarn denken?"

Unsere Kinder wachsen nicht in dem Glauben auf, ihre Außenwirkung sei das Wichtigste auf der Welt. Was wir uns davon erhoffen? Dass aus unseren Kindern Erwachsene werden, die den Mund aufmachen und die Wahrheit sagen. Auch wenn es wehtut. Wir brauchen nämlich mehr Gretas und weniger Duckmäuser. 

5. Wir muten uns die Anstrengung zu, selbstbewusste Kinder zu erziehen

Was uns direkt zu Punkt 5 führt. Wir machen es uns nicht leicht mit unseren Erziehungszielen. Denn selbstbewusste Kinder, die ernst genommen werden, sind sicher anstrengendere Diskussionspartner als wir angepassten 70er und 80er-Kids. Sätze wie "Wenn der Kuchen spricht, hat der Krümel zu schweigen" überlassen wir Dieter Bohlen. Warum? Weil es genug Menschen gibt, die sich vom inneren Kritiker dauernd in die Schranken weisen lassen und sich selbst nicht mögen. 

6. Wir wissen: Ein Mann ist keine Altersvorsorge

Wir Frauen wissen, welche Versicherung wir abgeschlossen haben und kümmern uns um unsere Moneten selbst. CHECK. 

7. Wir wissen, wie wichtig glückliche Eltern sind

Wichtiger, wichtiger, superwichtiger Punkt. Vielleicht ist das die beste Lektion, die wir unseren Kindern mitgeben. Glückliche Menschen sind gute Eltern. Gilt in unserer Generation auch für Mütter. Punkt. Uns deshalb achten wir gut auf uns, gehen auf Konzerte, treffen Freunde, ohne die Kinder mitzunehmen und verwirklichen unsere beruflichen Ziele.

8. Wir zeigen unseren Söhnen, dass auch Männer Klos putzen können

Einfach, indem wir den Papa der Kinder mit ins Boot holen. Machokerle sind out. Das haben wir ganz nebenbei auch noch euren Söhnen beigebracht. 

9. Wir benutzen Kindersitze, Fahrradhelme und Sonnencreme mit LSF 50

Wir geben zu, ihr habt es teilweise nicht besser gewusst. Aber Sätze wie "Die Sonne hat euch doch auch nicht geschadet" könnt ihr euch sparen. Denn das hat sie wohl. Die Hautkrebsstatistiken geben uns übervorsichtigen Neuzeiteltern übrigens Recht. 

10. Wir ziehen unsere Kinder nicht so peinlich an

Gut möglich, dass unsere Kinder das später anders sehen... aber ernsthaft: Schlimmer als die 80er und 90er-Outfits geht es nicht. Im Vergleich zu den Kinderfotos unserer Sprösslinge werden wir ganz sicher auch noch in 100 Jahren jeden UGLY-Award gewinnen.

Wer hier schreibt:

Alina Krämer